Nasenspray gegen Grippe
Testphase startet in Innsbruck
- Die Stadt Innsbruck bietet eine kostenlose nasale Impfung gegen die echte Grippe (Influenza) an.
- Foto: RobHainer/PantherMedia
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Die Stadt Innsbruck startete in Zusammenarbeit mit der Landessanitätsdirektion ein Pilotprojekt, das Kindergarten- und Volksschulkindern eine kostenlose nasale Impfung gegen Grippe (Influenza) anbietet.
INNSBRUCK. In der Testphase des Projekts werden die Kinder der beiden größten Kindergärten Innsbrucks, Arzl und Reichenau-Süd, sowie die Schüler der Volksschule Reichenau geimpft – vorausgesetzt, die Eltern stimmen zu und die Kinder machen mit. Rund 800 Eltern werden in einem ersten Schritt per Brief über die Impfaktion informiert und um ihr Einverständnis gebeten. Bürgermeister Johannes Anzengruber und Amtsvorstand Ulrich Schweigmann (Gesundheit, Markt- und Veterinärwesen) hoffen auf große Beteiligung.
„Es ist Fakt, dass Influenza auf Kleinkinder stärkere Auswirkungen haben kann als auf gesunde Erwachsene, die zu keiner Risikogruppe gehören. Aber auch bei einem großteils ‚milden‘ Verlauf ist die Grippe vor allem eines: Ein lästiges Ärgernis, das sich innerhalb von Kindergartengruppen und ihren Familien sehr schnell verbreiten kann und die Kinder den ganzen Winter anfällig für Infekte macht. Mit einem einfachen Nasenspray können wir das weitgehend verhindern", so Ulrich Schweigmann.
Kostenlos und nadelfrei
Bei der Impfung kommt ein Nasenspray namens Fluenz zum Einsatz, der jährlich an die aktuellen Virusstämme angepasst wird und Schutz gegen diese bietet. Dieses kostenlose Impfangebot ist ein österreichweit einzigartiges Pilotprojekt, während es in anderen EU-Ländern bereits erfolgreich praktiziert wird. Die Finanzierung erfolgt über die kostenlose Influenza-Impf-Aktion des Bundes (ÖIP-Influenza), die Sozialversicherung und das Land Tirol, das gemeinsam mit der Stadt Innsbruck die Verwaltung organisiert. Die Impfung wird vom medizinischen Personal des städtischen Gesundheitswesens in enger Zusammenarbeit mit den Kindergarten- und Volksschulmitarbeitern durchgeführt.
- Die kostenlose Impfung erfolgt mittels Nasenspray, also nadelfrei.
- Foto: belchonock/panthermedia
- hochgeladen von Silvia Gschwandtner
Impftermine
Die Impftermine sind für November und Dezember 2024 in den jeweiligen Kindergärten und der Volksschule geplant. Für Kinder, die zum ersten Mal gegen Influenza geimpft werden, ist im Dezember 2024 ein zweiter Impftermin vorgesehen. Im Anschluss folgt eine Evaluation des Pilotprojekts.
Kostenlose Grippeimpfung für alle
Seit diesem Herbst ist bundesweit im Rahmen des „Österreichischen Impfprogramms – Influenza“ für alle Bürger kostenlos verfügbar, solange der Vorrat an Impfstoffen reicht. Eine wöchentlich aktualisierte Liste der Ordinationen in Tirol, die die Impfung anbieten, ist auf der Website der Österreichischen Gesundheitskasse www.gesundheitskasse.at möglich. In Innsbruck können sich gemeldete Personen im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten im Referat Gesundheitswesen im Rathaus impfen lassen. Die genauen Details sind auf der Stadt-Homepage www.innsbruck.gv.at/impfung zu finden.
- Im Rahmen des „Österreichischen Impfprogramms – Influenza“ ist eine Impfung für alle Bürger kostenlos verfügbar, solange der Vorrat reicht.
- Foto: HayDmitriy/panthermedia.net
- hochgeladen von Nina Schemmerl
Influenza – echte Grippe
Die Influenza („echte Grippe“) wird durch Influenza-Viren verursacht, die sich über Tröpfchen- und Schmiereninfektion rasch verbreiten können. Die Symptome reichen dabei von plötzlich auftretendem, hohen Fieber über trockenen Husten, Schnupfen, Müdigkeit bis zu starken Kopf- und Muskelschmerzen. Die Grippe tritt im Gegensatz zu grippalen Infekten (Erkältungen) saisonal im Winter auf, aufgrund der sich ständig verändernden Virenstämme wird eine jährliche Impfung ab dem Alter von sechs Monaten empfohlen. Bei einer Influenza-Infektion können schwerwiegende Komplikationen auftreten, beispielsweise Mittelohr- oder Lungenentzündungen. Insbesondere Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere und Personen mit chronischen Krankheiten sind hier gefährdet, auch ein tödlicher Ausgang ist möglich.
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