Trends und Neuheiten für die heurige Wintersportsaison

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(mxs.) Spaß im Schnee, Abenteuerlust, aber auch Sicherheit und Komfort sollen die Innovationen der Sportartikelhersteller bringen. Vier Tage lang hatten Besucher in über 3000 Meter Seehöhe die Gelegenheit, Ausrüstung von Sportartikelherstellern aus der ganzen Welt zu testen. Über 50 von ihnen stellten eine Auswahl an aktuellen Produkten zur Verfügung, von Sportgeräten über Schutzausrüstung bis hin zu Thermosocken. Insgesamt seien knapp 4000 Testartikel auf den Gletscher transportiert worden, weiß Maike Kramer vom deutschen Vertrieb "Sportscheck", der den Produkttest heuer zum 27. Mal veranstaltete.

Snowboards als Tourenski
Über die angesagtesten Produkte herrscht naturgemäß keine Einigkeit unter den Herstellern. Gewisse Trends sind dennoch erkennbar. Viele Ausrüster setzen auf neue Splitboard-Modelle. Mit den teilbaren Brettern sollen Snowboarder angesprochen werden, die Tiefschnee abseits der Piste suchen. Für diese Bedingungen bieten Splitboards ausreichend Stabilität – ein großes Manko früherer Serien, die mangelnde Formsteifigkeit der Boards, stellt sich im Praxistest als beseitigt heraus. Auch das Zusammenstecken der zwei Board-Hälften vor der Abfahrt wurde in den vergangenen Jahren stark vereinfacht. In wenigen Sekunden werden Bindungen umgesteckt und Tourenski so zum Snowboard.

Idee aus den Achzigern
Aus einer Spielerei, die in den 1980er Jahren in Deutschland und den USA erstmals umgesetzt wurde, sind ausgereifte und alltagstaugliche Boards entstanden. Wer sein Snowboard nicht länger auf dem Rücken den Berg hinauf tragen will, muss allerdings auch einiges hinblättern. Die neuen Splitboards für eingefleischte Tourengeher kosten inklusive Bindung je nach Hersteller zwischen 1000 und 2000 Euro. Bei manchen Bindungsmodellen muss zusätzlich ein geeigneter Schuh mitgekauft werden.

Verbesserte Kameras
Helmkameras gibt es schon länger, neu auf dem Markt sind Geräte mit Nachtmodus und Langzeitbelichtung.

Abseits der Piste
Die Lust, im freien Gelände unterwegs zu sein, wirkt sich auch auf die Ski-Produktion aus. Glaubt man Vertretern der Sportartikelhersteller, zeichnen sich zwei große Trends ab: Zum einen versuchen sich mehr und mehr Skifahrer im Freeriden, zum anderen nimmt der Zulauf zum Tourengehen nicht ab. Außerdem neigen Wintersportler immer häufiger dazu, Skiausrüstung auszuleihen anstatt sie zu kaufen.

Skibrillen mit Extras
Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit kam es im vergangenen Jahr österreichweit zu über 50.000 Skiunfällen. Zahlreiche Neuheiten in der Skiausrüstung kreisen deshalb um das Thema Sicherheit.
Neben Helmen, Protektoren und Lawinenausrüstung soll jetzt auch eine neue Entwicklung aus Österreich zu mehr Sicherheit beitragen. Erst kürzlich ließ sich das Institut für Sportoptik Sehkraft eine neue optische Skibrillenverglasung patentieren. Sportartikelhersteller sollen diese künftig in ihre Skibrillen integrieren können. Andere Hersteller setzen wiederum auf Daten-Brillen. Während des Fahrens werden Informationen über Geschwindigkeit, Seehöhe, Strecke, Wetter und Pistenbeschaffenheit angezeigt. Kritiker äußern aber Bedenken, dass der integrierte Bildschirm die Aufmerksamkeit der Skifahrer beeinträchtigen könnte.

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