SPÖ Tirol
Auf Wirtschaftskrise folgt Verkehrszunahme

Für Wohlgemuth müsse das klare Ziel sein, den Verkehr in Tiroler von der Straße auf die Schiene zu bekommen
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  • Für Wohlgemuth müsse das klare Ziel sein, den Verkehr in Tiroler von der Straße auf die Schiene zu bekommen
  • Foto: Pixabay/blende12 (Symbolbild)
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TIROL. Die Corona-Krise und der damit verbundene Einbruch der Wirtschaft hat sich laut Philip Wohlgemuth, stv. Klubobmann und Verkehrssprecher der neuen SPÖ Tirol, anfänglich auch auf den Verkehr ausgewirkt. Für ihn waren kurzfristig sogar positive Effekte zu erkennen.

Nicht auf Entwicklung ausruhen

Die neue SPÖ Tirol hat vor dem Sommer davor gewarnt, sich auf der temporären Entwicklung auszuruhen. „Noch bei jeder Wirtschaftskrise war eine Verkehrsreduktion ohne weitere Maßnahmen zu erkennen, so auch bei der Corona-Krise“, so Wohlgemuth und fährt fort: „Gerade jetzt müssen aber die richtigen Maßnahmen getroffen werden, um das Verkehrs- und Konsumverhalten zu verändern, es ist ein guter Zeitpunkt, gerade jetzt eine nachhaltige Verkehrsreduktion umzusetzen“.

Für ihn müsse das klare Ziel sein, den Verkehr in Tiroler von der Straße auf die Schiene zu bekommen. Damit soll das Land verkehrspolitisch langfristig entlastet werden. Um das zu gewährleisten, sei eine flächendeckende LKW-Maut für LKW über 3,5 Tonnen auf Landes- und Gemeindestraßen mit gesetzlich verankerter Zweckwidmung der eingenommenen Mautmittel in Höhe von 75% für die Straßeninstandsetzung und 25% für den öffentlichen Verkehr genau das richtige Instrument. „So können wir den Gemeinden bei Straßeninstandhaltung- und Sanierungen unter die Arme greifen und den öffentlichen Personennahverkehr weiter ausbauen", erklärt der Verkehrssprecher.

Philip Wohlgemuth, stv. Klubobmann und Verkehrssprecher der neuen SPÖ Tirol
  • Philip Wohlgemuth, stv. Klubobmann und Verkehrssprecher der neuen SPÖ Tirol
  • Foto: ÖGB Tirol/Halbwirth
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

Kritik von der ÖVP

VP-Verkehrssprecher LA Florian Riedl sieht das Thema etwas anders. „Den Preis für eine solche Maut würden nicht die internationalen Frachtriesen bezahlen, die ohnehin ausschließlich auf den Autobahnen unterwegs sind, sondern der heimische Handel und damit alle Tirolerinnen und Tiroler. Bereits jetzt haben wir zudem das Problem, dass Unternehmen die bestehenden Lkw-Beschränkungen mit dem Umstieg auf Transporter unter 3,5 Tonnen umgehen und damit zusätzlich künstlicher Verkehr erzeugt wird. Dieser Trend würde sich mit einer flächendeckenden Lkw-Maut weiter verstärken“, sagt Riedl.

Argumente sind widerlegt

Einwendungen, wonach die Einführung einer flächendeckenden LKW-Maut auf das gesamte Straßennetz zu deutlichen Preissteigerungen für Konsumentinnen führen würde, sind laut Wohlgemuth längst widerlegt. Eine Studie der Arbeiterkammer Wien zeigte auf, dass es nur sehr geringe Auswirkungen auf die Endverbraucherpreise gibt. Die Steigerung wird mit einem Ausmaß von +0,1% und +0,2% beziffert. Auch in der Schweiz wurden die Effekte aus der Einführung der flächendeckenden Maut ausführlich evaluiert. 

LKW-Maut wird gefordert

„Die tatsächliche Kostenwahrheit zwischen Schiene und Straße wird sich nur durch die Einführung einer flächendeckenden LKW-Maut im gesamten österreichischen Straßennetz herstellen lassen. Im Unterschied zu den LKW und Bussen, die auf dem Großteil des gesamten Straßennetzes gratis fahren, müssen die Bahnen für jeden gefahrenen Kilometer Maut, das sogenannte Infrastrukturbenützungsentgelt entrichten“, so Wohlgemuth der abschließend weiter ausführt: „Der richtige Zeitpunkt, um diese Maßnahmen anzugehen, wäre genau jetzt - bevor der Verkehr noch weiter zunimmt und Tirol weiter im Schwerverkehr erstickt.“

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