Erste Kritik an Ice Magic
Kosten für „Ice Magic“ in Innsbruck werden kritisiert
- Die Kosten für Ice Magic werden von der KPÖ kritisiert.
- Foto: ICE MAGIC Innsbruck
- hochgeladen von Georg Herrmann
Vom 12. November 2026 bis 21. Februar 2027 verwandeln sich der Landhausplatz und der Bozner Platz in zwei Eislaufanlagen. Unter dem Namen „Ice Magic Innsbruck“ sind geschwungene Eiswege, Lichtinstallationen und Veranstaltungen geplant. Die KPÖ übt scharfe Kritik am Projekt.
INNSBRUCK. Nach der Präsentation durch die Stadt Innsbruck, das Land Tirol und den Tourismusverband stellt die KPÖ die Finanzierung und den Nutzen der Veranstaltung infrage. Gemeinderätin Pia Tomedi kritisiert insbesondere die vorgesehenen Ausgaben von 1,38 Millionen Euro im ersten Jahr und 1,1 Millionen Euro in den Folgejahren. „Die Stadt hat kein Geld – das hören wir bei jeder Gelegenheit. Aber für ein Luxusprojekt, das vor allem auf Touristen und Innenstadt-Kaufleute abzielt, ist plötzlich genug da“, erklärte Tomedi. Die KPÖ sieht eine falsche Prioritätensetzung angesichts der angespannten finanziellen Situation der Stadt. Während bei sozialen Leistungen, leistbarem Wohnen und Kultur gespart werde, stünden für das Eislaufprojekt öffentliche Mittel zur Verfügung. „Mit ‚Ice Magic‘ investieren Mattle und Anzengruber munter in das nächste Steuergeld-Krematorium“, kritisierte Tomedi. Neben den Kosten bemängelt die KPÖ die Nutzung des Landhausplatzes und des Bozner Platzes für eine kommerzielle Veranstaltung. Beide Plätze seien wichtige öffentliche Begegnungs- und Erholungsräume.
„Der Landhausplatz und der Bozner Platz gehören uns allen. Sie sind Orte der Begegnung und Erholung. Dass sie nun für Monate in eine kommerzielle Eisfläche verwandelt werden, zeigt, wie sehr der öffentliche Raum dem Profitstreben unterworfen wird“, erklärte die Gemeinderätin.
Fakten zu den Plätzen
Auf dem Landhausplatz und dem Bozner Platz entstehen insgesamt 2.300 Quadratmeter Eisfläche. Den größten Teil der Anlage bildet der Landhausplatz mit rund 2.000 Quadratmetern. Dort entsteht eine Hauptfläche mit knapp 1.100 Quadratmetern. Zusätzlich wird ein rund 300 Meter langer Eisweg angelegt, auf dem die Besucherinnen und Besucher ihre Runden drehen können. Am Bozner Platz stehen weitere 300 Quadratmeter Eisfläche zur Verfügung. Tagsüber ist dieser Bereich vor allem für Kinder und Anfängerinnen und Anfänger vorgesehen. Ab 17 Uhr wird die Fläche täglich zum Eisstockschießen genutzt. Zur Infrastruktur gehören Toiletten, Umkleiden, Gastronomiebereiche, Aufenthaltsmöglichkeiten, Schließfächer und ein Schlittschuhschleifservice. Auch Kassen- und Verleihsysteme werden eingerichtet.
- Mario Gerber (Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Digitalisierung), Johannes Anzengruber (Bürgermeister Stadt Innsbruck), Anton Mattle (Landeshauptmann von Tirol), Andreas Witting (Geschäftsführer der veranstaltenden AWEO Austria), Heike Kiesling (Geschäftsführerin Innsbruck Marketing), Peter Paul Mölk (Obmann Innsbruck Tourismus) und Dominik Hoflach (Marketingleiter „ICE MAGIC Innsbruck“) bei der Präsentation.
- Foto: AWEO Austria / Jan Hetfleisch
- hochgeladen von Georg Herrmann
Die Eintrittspreise
Für die neue Eislaufveranstaltung „Ice Magic Innsbruck“ am Landhausplatz und Bozner Platz werden zwölf Euro Eintritt für Erwachsene verlangt. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren bezahlen acht Euro. Wer seine Eintrittskarte an der Abendkassa kauft, muss einen Zuschlag von 1,50 Euro bezahlen. Schulklassen können das Angebot zu bestimmten Zeiten kostenlos nutzen. Der ermäßigte Eintritt beträgt zehn Euro. Anspruch darauf haben Menschen mit Behinderung, Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren. Die Anlagen sind von Montag bis Freitag von 14 bis 21 Uhr und an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Zum Vergleich Eislaufen in der Olympiaworld kostet für Erwachsene 8 Euro, für Kinder 4,50 Euro und für Familien 16 Euro. Die städtischen Eislaufplätze hatten bisher einen Eintritt von 5 Euro für Erwachsene und 2,30 Euro für Kinder.
Fünfjährige Laufzeit kritisiert
Besonders kritisch beurteilt die KPÖ die nach ihren Angaben vorgesehene Laufzeit von fünf Jahren. Damit würden die beiden Plätze über mehrere Winter hinweg für längere Zeit durch die Veranstaltung beansprucht. Tomedi befürchtet, dass insbesondere Geschäftsleute und Hotelbetriebe wirtschaftlich profitieren, während die Allgemeinheit die Kosten und Einschränkungen trägt. Die Gemeinderätin widerspricht damit der positiven Bewertung des Projekts durch Bürgermeister Johannes Anzengruber.
- Vom 12. November 2026 bis 21. Februar 2027 verwandeln sich der Landhausplatz und der Bozner Platz in zwei Eislaufanlagen.
- Foto: ICE MAGIC Innsbruck
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