Mit Bischof Glettler für Afrika

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Beten für Frieden in Afrika: „Nicht nur beten, auch handeln“

Beten für Frieden im Kongo und im Südsudan: Dazu hat Papst Franziskus für den 23. Feber 2018  aufgerufen. Die beiden mittelafrikanischen Länder durchlaufen beide schwere Krisen der Gewalt.

von Christine Simkovics

Die Zahlen des Weltkirchenrates sind alarmierend. Allein im Kongo wurden 4,3 Millionen Menschen vertrieben; 13,1 Millionen Menschen benötigen in diesem Jahr humanitäre Hilfe. Im Südsudan führten die letzten vier Konfliktjahre zur Flucht von 2 Millionen Menschen aus dem Land. Intern wurden weitere 1,9 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertreiben. 7 Millionen Menschen, fast zwei Drittel der Bevölkerung, benötigen humanitäre Hilfe.

Dom St. Jakob 

Auch Bischof Hermann Glettler sammelte am 22.Feber 18 Uhr zusammen mit der Afrikanischen Gemeinde der Diözese Innsbruck und Pax Christi Tirol viele Gläubige im Dom zu St. Jakob. Weltweit gibt es viel Unterstützung für diesen Gebetsaufruf. Es ist die Hilfe Gottes absolut notwendig.

vor Ort aus dem Kongo Bischof Timothee Bodika Mansiya

Was ist die Quelle des Friedens? fragte der anwesende  Bischof Timothee Bodika Mansiya aus der Demokratischen Republik Kongo. 
Die Quelle des Friedens ist Gott selber, so der Bischof in seiner  Ansprache, die hier frei wiedergegeben wird.
Gott gibt seinen Frieden durch seinen Sohn und den Heiligen Geist. Jesus sagte, meinen Frieden gebe ich euch, meinen Frieden hinterlasse ich euch. Nicht einen Frieden wie die Welt ihn euch gibt. Wenn der Friede, Friedensbemühungen nicht der Logik Gottes folgen, entstehen Konflikte und Gewalt. Wir aus dem Kongo, so der Bischof weiter, haben eine prophetische Mission. Eine Mission des Friedens. Dass es Beispielsweise Krieg im Irak, in Kongo und anderen Ländern gibt, bedeutet, dass die Friedensbemühungen nicht von Gott kommen.

Was geschieht konkret in Kongo?

Wir haben das Problem, dass es trotz Notwendigkeit zu keinen Regierungswechsel kommt. Die Regierenden wollen ihre Macht behalten. Bis zum Tod. Die Bischofskonferenz hat zwei Botschaften an das kongolesische Volk gerichtet, damit sie ein Bewusstsein für ihr Schicksal entwickeln und mit Hilfe Gottes meistern können.

1. Kongolesisches Volk steh auf und nimm dein Schicksal in die Hand.
Die 2. Botschaft bezieht sich darauf, dass es dem Land sehr schlecht geht.

Demonstrationen

Infolge hat sich eine Gruppe von Laien zu einem Komitee zusammengeschlossen um den Botschaften ein Gesicht zu geben und organisierten bis jetzt zwei große friedliche Demonstrationen. Diese wurden mit Polizeigewalt unterbrochen. Es gab Tote und Verletzte, sogar in die Kirche wurde mit Tränengas eingedrungen, um die Menschen zu vertreiben.
Dennoch gibt das Volk nicht auf. Am 25. Feber 2018 ist eine weitere Demonstration geplant. Die Kongolesen sind entschlossen und gehen so lange, bis die Regierenden verstehen, dass erst ein Machtwechsel Frieden bringen kann.

In unserer Diözese haben wir bereits 30.000 Flüchtlinge aus den benachbarten Orten. Wir glauben, dass die Zeit kommen wird, wo der Friede und die Liebe sich umarmen werden. In der Zwischenzeit, so stellten wir fest, hat das Volk in Kongo begonnen, ihr Schicksal entschlossen in die Hände zu nehmen.

Ich danke Papst Franziskus für seinen Aufruf, für Afrika zu beten. Ich danke Bischof Hermann für seine Einladung. Und der Gottesmutter Maria, der lieben Frau des Friedens von Kongo. Wir bitten sie, dass sie uns hilft, dass wir einmal den Frieden erleben werden.

Wo: Dom St. Jakob, Dompl. 1, 6020 Innsbruck auf Karte anzeigen
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