Innsbruck Tourismus
25 Millionen Euro für Freizeitinfrastruktur
- Im Rahmen der diesjährigen Vollversammlung von Innsbruck Tourismus wurde die Strategie „Region Innsbruck ERLEBENSWERT 2030" präsentiert und über die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe im Verbandsgebiet abgestimmt.
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In den nächsten zehn Jahren sollen 25 Millionen Euro in die Freizeitinfrastruktur investiert werden, zudem sind 15 Millionen Euro für nachhaltige Mobilitätslösungen budgetiert. Um diese Zielvorgaben zu erreichen, hat der TVB Innsbruck Tourismus eine zweistufige Erhöhung der Aufenthaltsabgabe beschlossen.
INNSBRUCK. Als Bgm. Johannes Anzengruber im Vorfeld der Eröffnung der FAFGA die Verdoppelung der Aufenthaltsabgabe ankündigte, war die Aufregung groß. Bgm. Anzengruber wollte mit den Mehreinnahmen eine Abdeckung der Kosten städtischer Infrastruktur, die auch dem Tourismus dient, erreichen. Jetzt wurde bei der Vollversammlung vom Innsbruck Tourismus die zweistufige Anhebung der Aufenthaltsabgabe auf drei Euro im Mai 2025 und vier Euro ab Mai 2026 beschlossen.
Vollversammlung
Am 26. November 2024 fand im Congresspark Igls die Vollversammlung von Innsbruck Tourismus statt. Von rund 300 anwesenden Mitgliedern beschloss eine große Mehrheit die zweistufige Anhebung der Aufenthaltsabgabe auf drei Euro im Mai 2025 und vier Euro ab Mai 2026. Zudem wurde auch die neue Strategie „Region Innsbruck ERLEBENSWERT“ präsentiert, die im Vorjahr in einem partizipativen Prozess erarbeitet wurde. Die Steigerung von Aufenthaltsdauer, Auslastung und Wertschöpfung, aber auch der Qualität des Lebensraums für Einheimische und Gäste stehen im Mittelpunkt. Die Strategie sieht ein Investitionsprogramm von über 25 Millionen Euro in die Freizeitinfrastruktur in den nächsten zehn Jahren vor – zudem sind 15 Millionen Euro für nachhaltige Mobilitätslösungen budgetiert.
Bilanz
Innsbruck Tourismus blickt auf ein erfolgreiches Tourismusjahr 2023/24 zurück. Die Zahl der Ankünfte stieg auf 1.638.743, was einem Zuwachs von 9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch bei den Nächtigungen wurde ein Plus von 4,7 % registriert, das ergibt insgesamt 3.596.166 Übernachtungen – die Bettenanzahl verzeichnete ein geringeres Wachstum, was auf eine bessere Auslastung schließen lässt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ging hingegen leicht um 3,9 % auf 2,2 Nächte zurück.
- v.l.: Georg Giner (kooptiertes Vorstandsmitglied), Katharina Schnitzer-Zach (1. Obmann-Stv.), Barbara Plattner (Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus), Lisa Peer (2. Obmann-Stv.), Peter Paul Mölk (Obmann von Innsbruck Tourismus) und Thomas Pühringer (Aufsichtsratsvorsitzender von Innsbruck Tourismus)
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Innsbruck Tourismus-Obmann Peter Paul Mölk: „Gezielte Produkt- und Angebotsentwicklungen rücken die ganzjährige Erhöhung der Aufenthaltsdauer in den Fokus, die Auslastung unserer Beherbergungsbetriebe soll vor allem im Winter verbessert werden. Unsere Top-Projekte ‚Bergweihnacht und Bergwinter‘ haben beispielsweise viel Potential, um wirksame Impulse zur Stärkung der Wintersaison und Wettbewerbsfähigkeit mit Effekten zur Steigerung der Wertschöpfung in der Region auszulösen.“ Auch Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, ist von der Gestaltungskraft des Tourismus überzeugt: „Im Rahmen unserer Zukunftsstrategie werden wir unsere sechs Erlebnisregionen mit dem urbanen Zentrum Innsbruck als anziehenden Lebensraum und Urlaubsdestination durch ein gezieltes Investitionsprogramm in die Freizeitinfrastruktur aufwerten. Davon profitiert nicht nur der Tourismus, sondern alle Branchen.“ Konkret sollen mindestens 25 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren in diese Qualitätsoffensive fließen.
Investitionen in Infrastruktur & Mobilität
"Wir wollen nicht nur die Stadt der kurzen Wege sein, sondern die Region der kurzen Wege. Dafür sehen wir 15 Millionen Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre vor, um nachhaltige Mobilitätslösungen für Gäste und Bewohnerinnen und Bewohner zu schaffen“, erklärt Plattner. Gemeinsam wolle man die Region Innsbruck im In- und Ausland zur alpinen „Love-Brand“ aufbauen und sich langfristig unter den Top-Drei des renommierten Monocle’s Small Cities Index platzieren. Getragen ist die neue Strategie auch vom Bewusstsein, wie viel der Tourismus immer schon für die Region Innsbruck und die Lebensqualität der Bevölkerung geleistet hat, und davon, dass es nötig ist, Herausforderungen, die durch den Tourismus entstehen, auch proaktiv anzugehen. „In diesem Sinne ist die Unterscheidung von Urlauberinnen und Urlauber und den in der Region lebenden Menschen nicht mehr zeitgemäß. Viele unserer geplanten Maßnahmen kommen Einheimischen wie Gästen gleichermaßen zugute“, betont Plattner.
„Es geht um Steigerung der Lebensqualität, den Erhalt der Freizeitinfrastruktur und der Erlebnisvielfalt in unserem einzigartigen alpinen Raum. Über die Hälfte der Tourismusmittel werden direkt in der Region in Infrastruktur, Leistungen und Veranstaltungen reinvestiert.“
Zukunftsprogramm
Die Anhebung der Aufenthaltsabgabe in zwei Schritten – auf drei Euro im Mai 2025 und auf vier Euro im Mai 2026 – fand bei der Vollversammlung breite Unterstützung. Die allgemeine Teuerung, aber vor allem auch die Novelle der Tourismusfinanzierung, die für Innsbruck Tourismus erhebliche Mindereinnahmen bedeutet, hatten die Anpassung notwendig gemacht. „Mit einem Programm zur weiteren Effizienzsteigerung der Organisation und der Zustimmung zur Neuregelung der Aufenthaltsabgabe haben wir nun eine solide Basis für die notwendigen Investitionen. Das gemeinsam entwickelte Zukunftsbild braucht konsequent umgesetzte Maßnahmen, die jetzt starten können und deren Erfolg laufend anhand konkreter Kennzahlen gemessen wird“, fasst Plattner zusammen.
- Peter Paul Mölk (Obmann von Innsbruck Tourismus), Barbara Plattner (Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus) und Thomas Pühringer (Aufsichtsratsvorsitzender von Innsbruck Tourismus)
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