Innsbruck Tourismus
25 Millionen Euro für Freizeitinfrastruktur

Im Rahmen der diesjährigen Vollversammlung von Innsbruck Tourismus wurde die Strategie „Region Innsbruck ERLEBENSWERT 2030" präsentiert und über die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe im Verbandsgebiet abgestimmt. | Foto: Oss
3Bilder
  • Im Rahmen der diesjährigen Vollversammlung von Innsbruck Tourismus wurde die Strategie „Region Innsbruck ERLEBENSWERT 2030" präsentiert und über die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe im Verbandsgebiet abgestimmt.
  • Foto: Oss
  • hochgeladen von Georg Herrmann

In den nächsten zehn Jahren sollen 25 Millionen Euro in die Freizeitinfrastruktur investiert werden, zudem sind 15 Millionen Euro für nachhaltige Mobilitätslösungen budgetiert. Um diese Zielvorgaben zu erreichen, hat der TVB Innsbruck Tourismus eine zweistufige Erhöhung der Aufenthaltsabgabe beschlossen.

INNSBRUCK. Als Bgm. Johannes Anzengruber im Vorfeld der Eröffnung der FAFGA die Verdoppelung der Aufenthaltsabgabe ankündigte, war die Aufregung groß. Bgm. Anzengruber wollte mit den Mehreinnahmen eine Abdeckung der Kosten städtischer Infrastruktur, die auch dem Tourismus dient, erreichen. Jetzt wurde bei der Vollversammlung vom Innsbruck Tourismus die zweistufige Anhebung der Aufenthaltsabgabe auf drei Euro im Mai 2025 und vier Euro ab Mai 2026 beschlossen.

Vollversammlung

Am 26. November 2024 fand im Congresspark Igls die Vollversammlung von Innsbruck Tourismus statt. Von rund 300 anwesenden Mitgliedern beschloss eine große Mehrheit die zweistufige Anhebung der Aufenthaltsabgabe auf drei Euro im Mai 2025 und vier Euro ab Mai 2026. Zudem wurde auch die neue Strategie „Region Innsbruck ERLEBENSWERT“ präsentiert, die im Vorjahr in einem partizipativen Prozess erarbeitet wurde. Die Steigerung von Aufenthaltsdauer, Auslastung und Wertschöpfung, aber auch der Qualität des Lebensraums für Einheimische und Gäste stehen im Mittelpunkt. Die Strategie sieht ein Investitionsprogramm von über 25 Millionen Euro in die Freizeitinfrastruktur in den nächsten zehn Jahren vor – zudem sind 15 Millionen Euro für nachhaltige Mobilitätslösungen budgetiert.

Bilanz

Innsbruck Tourismus blickt auf ein erfolgreiches Tourismusjahr 2023/24 zurück. Die Zahl der Ankünfte stieg auf 1.638.743, was einem Zuwachs von 9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch bei den Nächtigungen wurde ein Plus von 4,7 % registriert, das ergibt insgesamt 3.596.166 Übernachtungen – die Bettenanzahl verzeichnete ein geringeres Wachstum, was auf eine bessere Auslastung schließen lässt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ging hingegen leicht um 3,9 % auf 2,2 Nächte zurück.

v.l.: Georg Giner (kooptiertes Vorstandsmitglied), Katharina Schnitzer-Zach (1. Obmann-Stv.), Barbara Plattner (Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus), Lisa Peer (2. Obmann-Stv.), Peter Paul Mölk (Obmann von Innsbruck Tourismus) und Thomas Pühringer (Aufsichtsratsvorsitzender von Innsbruck Tourismus) | Foto: Oss
  • v.l.: Georg Giner (kooptiertes Vorstandsmitglied), Katharina Schnitzer-Zach (1. Obmann-Stv.), Barbara Plattner (Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus), Lisa Peer (2. Obmann-Stv.), Peter Paul Mölk (Obmann von Innsbruck Tourismus) und Thomas Pühringer (Aufsichtsratsvorsitzender von Innsbruck Tourismus)
  • Foto: Oss
  • hochgeladen von Georg Herrmann

Mehr zum Thema Innsbruck Tourismus auf MeinBezirk finden Sie hier

Innsbruck Tourismus-Obmann Peter Paul Mölk: „Gezielte Produkt- und Angebotsentwicklungen rücken die ganzjährige Erhöhung der Aufenthaltsdauer in den Fokus, die Auslastung unserer Beherbergungsbetriebe soll vor allem im Winter verbessert werden. Unsere Top-Projekte ‚Bergweihnacht und Bergwinter‘ haben beispielsweise viel Potential, um wirksame Impulse zur Stärkung der Wintersaison und Wettbewerbsfähigkeit mit Effekten zur Steigerung der Wertschöpfung in der Region auszulösen.“ Auch Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, ist von der Gestaltungskraft des Tourismus überzeugt: „Im Rahmen unserer Zukunftsstrategie werden wir unsere sechs Erlebnisregionen mit dem urbanen Zentrum Innsbruck als anziehenden Lebensraum und Urlaubsdestination durch ein gezieltes Investitionsprogramm in die Freizeitinfrastruktur aufwerten. Davon profitiert nicht nur der Tourismus, sondern alle Branchen.“ Konkret sollen mindestens 25 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren in diese Qualitätsoffensive fließen.

Investitionen in Infrastruktur & Mobilität

"Wir wollen nicht nur die Stadt der kurzen Wege sein, sondern die Region der kurzen Wege. Dafür sehen wir 15 Millionen Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre vor, um nachhaltige Mobilitätslösungen für Gäste und Bewohnerinnen und Bewohner zu schaffen“, erklärt Plattner. Gemeinsam wolle man die Region Innsbruck im In- und Ausland zur alpinen „Love-Brand“ aufbauen und sich langfristig unter den Top-Drei des renommierten Monocle’s Small Cities Index platzieren. Getragen ist die neue Strategie auch vom Bewusstsein, wie viel der Tourismus immer schon für die Region Innsbruck und die Lebensqualität der Bevölkerung geleistet hat, und davon, dass es nötig ist, Herausforderungen, die durch den Tourismus entstehen, auch proaktiv anzugehen. „In diesem Sinne ist die Unterscheidung von Urlauberinnen und Urlauber und den in der Region lebenden Menschen nicht mehr zeitgemäß. Viele unserer geplanten Maßnahmen kommen Einheimischen wie Gästen gleichermaßen zugute“, betont Plattner.

„Es geht um Steigerung der Lebensqualität, den Erhalt der Freizeitinfrastruktur und der Erlebnisvielfalt in unserem einzigartigen alpinen Raum. Über die Hälfte der Tourismusmittel werden direkt in der Region in Infrastruktur, Leistungen und Veranstaltungen reinvestiert.“

Zukunftsprogramm

Die Anhebung der Aufenthaltsabgabe in zwei Schritten – auf drei Euro im Mai 2025 und auf vier Euro im Mai 2026 – fand bei der Vollversammlung breite Unterstützung. Die allgemeine Teuerung, aber vor allem auch die Novelle der Tourismusfinanzierung, die für Innsbruck Tourismus erhebliche Mindereinnahmen bedeutet, hatten die Anpassung notwendig gemacht. „Mit einem Programm zur weiteren Effizienzsteigerung der Organisation und der Zustimmung zur Neuregelung der Aufenthaltsabgabe haben wir nun eine solide Basis für die notwendigen Investitionen. Das gemeinsam entwickelte Zukunftsbild braucht konsequent umgesetzte Maßnahmen, die jetzt starten können und deren Erfolg laufend anhand konkreter Kennzahlen gemessen wird“, fasst Plattner zusammen.

 Peter Paul Mölk (Obmann von Innsbruck Tourismus), Barbara Plattner (Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus) und Thomas Pühringer (Aufsichtsratsvorsitzender von Innsbruck Tourismus) | Foto: Oss
  • Peter Paul Mölk (Obmann von Innsbruck Tourismus), Barbara Plattner (Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus) und Thomas Pühringer (Aufsichtsratsvorsitzender von Innsbruck Tourismus)
  • Foto: Oss
  • hochgeladen von Georg Herrmann
Die Nachrichten des Tages im WhatsApp Kanal "MeinBezirk Tirol"

Weitere Nachrichten aus Innsbruck finden Sie hier


Im Rahmen der diesjährigen Vollversammlung von Innsbruck Tourismus wurde die Strategie „Region Innsbruck ERLEBENSWERT 2030" präsentiert und über die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe im Verbandsgebiet abgestimmt. | Foto: Oss
v.l.: Georg Giner (kooptiertes Vorstandsmitglied), Katharina Schnitzer-Zach (1. Obmann-Stv.), Barbara Plattner (Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus), Lisa Peer (2. Obmann-Stv.), Peter Paul Mölk (Obmann von Innsbruck Tourismus) und Thomas Pühringer (Aufsichtsratsvorsitzender von Innsbruck Tourismus) | Foto: Oss
 Peter Paul Mölk (Obmann von Innsbruck Tourismus), Barbara Plattner (Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus) und Thomas Pühringer (Aufsichtsratsvorsitzender von Innsbruck Tourismus) | Foto: Oss
Du möchtest regelmäßig Infos über das, was in deiner Region passiert?

Dann melde dich für den MeinBezirk.at-Newsletter an

Gleich anmelden

Anzeige

Reality-Check
So kämpfen kleine Betriebe mit dem Bürokratie-Dschungel

Je kleiner der Betrieb, umso größer die Belastung - ein EPU und ein familiengeführtes Unternehmen berichten aus ihrem Alltag. Überlastung durch Bürokratie ist für alle Betriebe tägliche Realität. Besonders belastet sind allerdings Ein-Personen-Unternehmen, kurz EPU. Hier gibt es keine Compliance-Verantwortlichen oder Rechtsabteilungen, die den Gesetzesdschungel lichten helfen. Es laufen alle Pflichten und die gesamte Verantwortung bei einer Person zusammen. „Es gibt so viele Gesetze,...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Anzeige
Literatur trifft Kulisse: Die achensee.literatour verbindet Lesungen mit einzigartigen Schauplätzen rund um Tirols größten See. | Foto: Tourismusverband Achensee
Video 10

15. achensee.literatour
Ganz im Zeichen literarischer Frauenpower

Vom 7. bis 10. Mai vereint das beliebte Tiroler Literaturfestival achensee.literatour nicht weniger als sechs starke Frauen der österreichischen Kulturszene sowie einen Klassiker der Weltliteratur am Achensee. Komplettiert wird das Aufgebot durch die drei Tiroler Autoren Robert Prosser, Emil Kaschka und den Schirmherren der Veranstaltung, Erfolgsautor Bernhard Aichner. Vea Kaiser eröffnet mit ihrem Roman „Fabula Rasa“ die 15. Auflage des 4-tägigen Lesereigens und Schauspielerin und...

  • Tirol
  • Kufstein
  • Werbung MeinBezirk Tirol
Folge uns auf:
Anzeige
In der MEDALP Sportclinic und Rehaclinic stehen moderne Diagnostik und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Mittelpunkt. | Foto: Roman Huber
2

Wenn die Skischuhe ausgezogen werden
Hallux valgus rechtzeitig erkennen und behandeln

Mit dem Ende der Skisaison und dem Beginn der wärmeren Tage rücken die Füße wieder stärker in den Fokus. Dicke Skischuhe werden gegen leichtere Schuhe getauscht, erste Spaziergänge im Frühling stehen an – und nicht selten werden dabei Beschwerden sichtbar oder spürbar, die zuvor kaum aufgefallen sind. Ein häufiges Thema: der Hallux valgus. Typisch für diese Fehlstellung ist ein hervortretender Ballen am Fußinnenrand sowie eine Abweichung des großen Zehs in Richtung der kleineren Zehen. Was oft...

  • Tirol
  • Werbung MeinBezirk Tirol
Die wichtigsten News direkt auf dein Handy.  | Foto: MeinBezirk Tirol
1 4

Service
Die Nachrichten des Tages im WhatsApp Kanal "MeinBezirk Tirol"

MeinBezirk Tirol ist auf WhatsApp! Abonniere unseren Kanal MeinBezirk Tirol und erhalte die News aus deiner Region direkt aufs Handy. TIROL. Ab sofort kannst du dich direkt über WhatsApp mit uns verbinden, um die neuesten Nachrichten, Geschichten und Updates aus Tirol zu erhalten. Egal, ob es um lokale Ereignisse, wichtige Ankündigungen oder inspirierende Geschichten geht - wir bringen sie direkt auf dein Handy! Um unserem WhatsApp-Kanal beizutreten, musst du nur folgende Schritte ausführen: ...

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.