13.03.2017, 10:33 Uhr

Tiroler Projekt SCHUL.Info SMS wird fortgesetzt

Bildungslandesrätin Beate Palfrader ist der Dialog und die Zusammenarbeit mit Eltern und SchülerInnen wichtig. (Foto: Land Tirol / Berger)

SMS und Mail ersetzen in vielen Schulen bereits traditionelle Mitteilungshefte - neben der Weitergabe von Informationen zu schulischen Angelegenheiten, soll damit auch Schulschwänzen vorgebeugt werden.

TIROL. Das Tiroler Projekt SCHUL.Info SMS ist ein Informations- und Frühwarnsystem für Eltern und Erziehungsberechtigte - SMS und Mail ersetzen mehr und mehr die traditionellen Mitteilungshefte.

Projekt SCHUL.Info SMS

Beim Projekt SCHUL.Info SMS werden Eltern und Erziehungsberechtigte per SMS und E-Mail über schulische Aktivitäten informiert. Nun soll dieses Projekt mit 50.000 Förderung fortgesetzt werden. Bisher wird diese Initiative an den Polytechnischen Schulen sowie dritten und vierten Klassen der Neuen Mittelschulen in Tirol umgesetzt. „Neben dem verbesserten Informationsfluss wird durch SCHUL.Info SMS die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten gestärkt. Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv“, so Bildungslandesrätin Beate Palfrader.

Service als Informations- und Frühwarnsystem

Mittels des Projekts SCHUL.Info SMS werden beispielsweise kurzfristige Stundenplanänderungen, Testergebnisse, Informationen zu Schulaktionen und Veranstaltungen mittels SMS oder per Mail an Eltern und Erziehungsberechtigte gesendet. Durch dieses Informationssystem ist die rasche und sichere Nachrichtenübermittlung gewährleistet. Auch wenn Kinder oder Jugendliche ohne Entschuldigung nicht zur Schule kommen, werden die Eltern verständigt - damit soll einem Schulschwänzen vorgebeugt werden. Um Sprachschwierigkeiten vorzubeugen werden Textvorlagen in verschiedenen Sprachen angeboten.

Fünf-Stufen-Plan zu Verhinderung von Schulschwänzen

„Das ‚Schulschwänzen‘ kann langfristig entscheidende Folgen für den Bildungserwerb und die Jobsuche haben – besonders in den letzten drei Pflichtschuljahren. Ich begrüße alle Maßnahmen, die dem entgegenwirken. Strafen sollen dabei die letzte Konsequenz sein“, so LRin Palfrader. Für SchulerInnen, die nicht regelmäßig zum Unterricht kommen ist ein standardisierten Fünf-Stufen-Plan vorgesehen. Dieser beinhaltet Gespräche zwischen PädagogInnen, SchülerInnen und Eltern, enthält Zielvereinbarungen und bezieht SchulpsychologInnen sowie allenfalls die Kinder- und Jugendhilfe mit ein. Nützt dies alles nichts, wird bei der Bezirksverwaltungsbehörde Strafanzeige erstattet.

Weitere Informationen

Das Projekt SCHUL.Info SMS wurde 2012 für die Polytechnischen Schulen gestartet und im Schuljahr 2014/2015 auf die siebte und achte Schulstufe erweitert. Die Teilnahme ist freiwillig. Neben den Schulen können auch Ausbildungsbetriebe von BerufsschülerInnen das Angebot nutzen. Die Organisation obliegt dem Verein „SCHUL.Info SMS“ – Verein zur Förderung der Kommunikation in Schulen.

Zur Homepage von SCHUL.Info SMS
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