15.05.2017, 15:08 Uhr

Kürzung der Mindestsicherung trifft Familien

Am 17. Mai will der Tiroler Landtag die Kürzung der Mindestsicherung beschließen. Die Liste Fritz wird dagegen stimmen und sich für den Schutz der von Armut betroffenen Familien einsetzen.

TIROL. „Wer seine Wohnung nicht warm halten kann, wer regelmäßige Zahlungen, etwa für Miete und Betriebskosten, nicht leisten kann, wer Arzt- und Zahnarztbesuche nicht in Anspruch nehmen kann und unerwartete Zahlungen, etwa für den kaputten Kühlschrank, nicht finanzieren kann, der gilt als armutsgefährdet.", so die Liste Fritz-Abgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Isabella Gruber.

132.000 TirolerInnen sind armutsgefährdet

In Tirol sind 132.000 TirolerInnen - darunter 39.000 Kinder armutsgefährdet. Von Armut bedroht sind vor allem kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Mindestpensionisten, Menschen mit Problemen und Behinderungen sowie Tiroler, die trotz Arbeit und Einkommen, zu wenig zum Auskommen haben. Damit auch diese von Armut bedrohten TirolerInnen überleben können, gibt es die Mindestsicherung. „Mit 132.000 armutsgefährdeten Tirolern, darunter 39.000 Kindern, wächst die Armut im Land. Das teure Leben und das sündteure Wohnen belasten viele. Unterstützungen wie die Mindestsicherung als letztes soziales Netz zu kürzen und zu streichen, ändert an der sozialen Lage, vor allem an der sozialen Schieflage, nichts!, so Andrea Haselwanter-Schneider.

Schwarz-Grün kürzt Mindestsicherung

Im kommenden Landtag - am 17. Mai - soll das neue Mindestsicherungsgesetz beschlossen werden. Die Liste Fritz wird gegen die Kürzungen stimmen. Von den Kürzungen sind nämlich 1.106 kinderreiche Familien betroffen. Die Liste Fritz kritisiert, dass zwar 25 Millionen Euro für eine Olympiabewerbung und 5 Millionen für ein Maximilian-Jubeljahr bereitgestellt würden, aber bei den Ärmsten der Armen - den Kindern - würde die Tiroler Landesregierung kürzen.

Kürzungen treffen mehr als 1000 Familien

TirolerInnen haben die niedrigsten Einkommen und gleichzeitig die teuersten Wohn- und Lebenskosten. Die Miete, das Heizöl, der Treibstoff, der tägliche Einkauf, das Essen und Trinken sind in Tirol am teuersten. Unter dem Vorwand Asylberechtigten die Unterstützung zu kürzen, ist die Kürzung der Mindestsicherung eine Attacke auf viele TirolerInnen in Notlagen. Die Tiroler Landesregierung wollte Tirol zum kinderfreundlichsten Bundesland machen, nun würden mehr als 1.000 Familien mit drei und mehr Kindern die Unterstützung gekürzt, so Andrea Haselwanter-Schneider: "Diese Menschen brauchen Hilfe, keinen Familienskitag oder Familienwandertag mit der Landesregierung!“

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