Stadtverkehr
Kitzbühel setzt auf klimafreundliche E-Busse

Postbus-Verkehrsleiter Andreas Schranz, VVT-Geschäftsführer Alexander Jug, LR René Zumtobel, Bürgermeister Klaus Winkler, Verkehrsstadtrat Hermann Huber, Jörg Kickenweitz (Stadtwerke Kitzbühel) und Andreas Knapp (Mobilitätsbeauftragter der Stadt Kitzbühel) (v. li.). | Foto: Johanna Bamberger
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  • Postbus-Verkehrsleiter Andreas Schranz, VVT-Geschäftsführer Alexander Jug, LR René Zumtobel, Bürgermeister Klaus Winkler, Verkehrsstadtrat Hermann Huber, Jörg Kickenweitz (Stadtwerke Kitzbühel) und Andreas Knapp (Mobilitätsbeauftragter der Stadt Kitzbühel) (v. li.).
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Kitzbühel setzt künftig vollständig auf emissionsfreie Mobilität und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Tirol ein; kostenlose Nutzung mit der Kitzbühel Card.

KITZBÜHEL. "Kitzbühel steht unter Strom" – mit diesen Worten eröffnete Landesrat René Zumtobel die Pressekonferenz in Kitzbühel, bei der das neue E-Bus-Konzept der Stadt vorgestellt wurde.
Seit Kurzem setzt man auf E-Mobilität, statt auf Diesel. Drei E-Busse sind im Stadtgebiet im Einsatz, die pro Jahr 110.000 Kilometer zurücklegen werden. Zumtobel sieht in der Umstellung gleich mehrere Vorteile: "Ein Elektrobus ist nahezu geräuschlos und die lokale Feinstaubbelastung kann deutlich reduziert werden. 
Gestartet wurde das Projekt bereits im Jahr 2016, wie Verkehrsstadtrat Hermann Huber informierte. Kitzbühel nimmt nun eine Vorreiterrolle ein: Als erste Stadt Tirols betreibt sie einen vollelektrischen Stadtverkehr. "Das Vorhaben war sehr herausfordernd und hat uns viel Mühe gekostet", so Huber.

Verbesserte Taktung, verlängerte Betriebszeiten

Zusätzlich zum neuen Antrieb konnte auch die Taktung verbessert werden. Außerdem sorgen verlängerte Betriebszeiten, ein durchgängiger Stundentakt sowie eine bessere Anbindung des Siedlungsgebiets Sonngrub und des Gesundheitszentrums für mehr Komfort.
Der Stadtverkehr bedient die Strecken Hahnenkamm-Volksschule-Badhaussiedlung-Bichlalm (Linie 1) und Siedlung Frieden-Bahnhof-Staudach (Linie 2). Beide Linien fahren Montag bis Samstag von 7 bis 19 bzw. 20 Uhr und sonn- und feiertags von 8 bis 18 Uhr im Stundentakt – innerstädtisch ergibt sich sogar ein Halbstundentakt. Eine verbesserte Anbindung an den Ortsteil Gundhabing wird laut Zumtobel bereits angedacht.
Laut Hersteller verfügen die neuen E-Busse über eine Reichweite von 400 Kilometern, aktuell werden damit rund 170 Kilometer pro Tag zurückgelegt. Geladen werden die Fahrzeuge in der Postbus-Verkehrsstelle in Kitzbühel, die nun mit intelligenten Ladestationen ausgestattet ist.

Drei neue E-Busse sind im Kitzbüheler Stadtgebiet im Einsatz. | Foto: Johanna Bamberger
  • Drei neue E-Busse sind im Kitzbüheler Stadtgebiet im Einsatz.
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Kostenlos mit der Kitzbühel Card

Neben den verringerten Emissionen und der verbesserten Taktung gibt es für die Kitzbühelerinnen und Kitzbüheler noch ein weiteres Highlight: Mit der Kitzbühel Card können sie das Angebot kostenlos nutzen. "Das Münzgeld war nicht besonders hoch, deshalb haben wir uns dazu entschieden, die Differenz zu übernehmen", so Huber. Das Angebot befindet sich derzeit in einer Pilotphase, nach einem Jahr wird entschieden, ob es fortgeführt wird.
Die Stadt Kitzbühel investiert jährlich rund 500.000 Euro in den Stadtverkehr.

Um Förderung angesucht

Die Einführung der E-Busse wurde gemeinsam mit dem VVT, der Stadt Kitzbühel und dem Regionalmanagement regio3 umgesetzt. Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur fördert mit dem EU-Programm EBIN die Umstellung von Bussen auf emissionsfreie Antriebe mit 60 Prozent der Mehrkosten von Bussen und 40 Prozent der Kosten der Infrastruktur. Für das Projekt in Kitzbühel wurde um diese Förderung angesucht.

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