Verkehrsanfragen, Liste Fritz
Liste Fritz erfragte Stand zur Umfahrung Kitzbühel
- Pläne für eine Umfahrung Kitzbühels bestehen seit Langem. Auch ein Horntunnel war einmal ein Thema.
- Foto: Klaus Kogler
- hochgeladen von Klaus Kogler
Die Weiterverfolgung des Projekts "Umfahrung Kitzbühel" ist im Landes-Regierungsprogramm verankert.
KITZBÜHEL, ST. JOHANN. Wie bereits berichtet, stellte die Liste Fritz mehrere Anfragen zu Verkehrsthemen im Raum Kitzbühel an LH-Stv. Josef Geisler. Thema war dabei auch der aktuelle Stand bei der Umfahrung Kitzbühel.
Geisler ging in seiner Beantwortung auf den Themenbereich ein.
"Derzeit befindet sich das Straßeneinreichprojekt in Ausarbeitung. Nach einvernehmlicher Fertigstellung und Abschluss des Straßeneinreichprojekts in Abstimmung mit der Stadtgemeinde Kitzbühel erfolgen die
notwendigen technischen Abstimmungen."
Im Regierungsprogramm sei die Weiterverfolgung des Projekts verankert. "Neben einer Vielzahl an technischen Herausforderungen gilt es gemeinsam mit der Stadtgemeinde Kitzbühel vor allem auch die Frage der Grundinanspruchnahme zu klären. Im vorgesehenen Trassenbereich befinden sich mehrere Bestandsgebäude", so Geisler. Zudem bedürfe es "umfangreicher Abstimmungen mit den ÖBB. Ebenso muss ein leitungsfähiger Verkehrsknoten im Bereich Hahnenkamm erarbeitet werden. Die genannten Punkte entlang der im Zuge der Studien definierten Trasse sowie der Bedarf an Grundflächen stellen wesentliche Eckpunkte dar. Im Straßeneinreichprojekt werden neben den technischen und geometrischen Festlegungen auch die erforderlichen Flächenbeanspruchungen definiert. Das ist die Grundlage für die weiteren Planungsschritte", so Geisler.
Horntunnel?
Auch ein "Horntunnel" wurde in der Anfrage angeschnitten. Geisler dazu: Wenn mit „Horntunnel“ die Umfahrung St. Johann Süd bzw. Ost gemeint ist, wird auf den Verkehrsplan der Marktgemeinde St. Johann aus dem Jahr 2017 verwiesen. Die Verkehrsanalyse „Horntunnel – St. Johann“ hat ein sehr geringes Verlagerungspotential gezeigt. Ein Großteil des Ziel- und Quellverkehrs verbliebe in St. Johann. Aufgrund der geringen Wirksamkeit bei gleichzeitig erwartbaren hohen Kosten wurde das Projekt nicht weiterverfolgt.
Sollte „Horntunnel“ in Zusammenhang mit einer Umfahrung in Kitzbühel stehen, gab es in den frühen 2000er-Jahren Überlegungen der Stadtgemeinde zu einem Tunnelbauwerk als Verlängerung des bestehenden Lebenbergtunnels und einer Trassenführung unter den angrenzenden Siedlungsgebieten, der Kitzbüheler Ache und der Bahnlinie hindurch angedacht. Aufgrund der baulichen Komplexität (lange Tunnelstrecken, Geologie, Querung mehrerer sensibler Bereiche) blieb es bei einer konzeptionellen Prüfung, so Geisler.
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