Unwetter - Kelchsau
Nach Unwettern: Ersatzbrücke bei Kelchsau ist befahrbar

In einer aufwändigen Aktion mit schwerem Gerät wurde die Ersatzbrücke eingehoben.
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  • In einer aufwändigen Aktion mit schwerem Gerät wurde die Ersatzbrücke eingehoben.
  • Foto: ZOOM-Tirol
  • hochgeladen von Klaus Kogler

Mehr Lokales hierInnerhalb von zehn Tagen Ersatzbrücke mit Straßenführung errichtet und damit Erreichbarkeit der Kelchsau wiederhergestellt.
KELCHSAU. Seit Mittwoch (28. 7.), ist die 22 Meter lange Ersatzbrücke über die Kelchsauer Ache einspurig befahrbar und damit der Hopfgartner Ortsteil Kelchsau mit seinen rund 700 Einwohnern wieder über eine Ersatzstraße erreichbar (einspurig, halbstündige Blockabfertigung).
Die Brücke Glantersberg und die Landesstraße waren im Zuge der starken Unwetter und dem Hochwasser zerstört worden – wir berichteten.

Rund 30 Kräfte leisteten rund 3.000 Arbeitsstunden, um die Erreichbarkeit der Kelchsau wiederherzustellen. Land, Gemeinde und Bundesheer arbeiteten intensiv zusammen.

Sanierung der Landesstraße

An der Sanierung der Landesstraße, die auf einer Länge von rund 800 Metern von der Ache weggerissen bzw. beschädigt wurde, wird intensiv gearbeitet. Die Straße ist gesperrt. Die Sperre wird polizeilich überwacht, um Behinderungen der Arbeiten zu verhindern.
Eine einspurige Baustraße wurde errichtet, die derzeit ausschließlich von den Einsatz- bzw. Baukräften oder Lieferanten befahren werden darf. Sobald die Trasse der Landesstraße abgesichert wurde, kann mit der Sanierung der Straßeninfrastruktur begonnen werden. Die tatsächliche Dauer der Sanierungsarbeiten kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

"Wir haben sofort Schritte eingeleitet, um eine Ersatzbrücke zu erhalten. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung mit Gemeinde, Land, Heeres-Pionieren und rund 20 Baggern von den Kraftwerksbaustellen (ARGE Stöckl, Anm.) ist es uns in kürzester Zeit gelungen, die provisorische Straßenverbindung über Glantersberg und mit der Ersatzbrücke herzustellen. Die Grundversorgung war jederzeit gesichert, die Strom- und Wasserversorgung konnte rasch wieder gewährleistet werden. Ich bin froh, dass es keine Verletzte oder gar Tote gab",

so Bgm. Paul Sieberer, der auch das starke "Zusammenhelfen" aller Beteiligter betont.

"Innerhalb von nur vier Tagen wurde die Brücke von der Straßenmeisterei Zirl angeliefert, zusammengebaut die Wiederlager an der Ache gebaut; die Ersatzbrücke wurde am 27. Juli eingehoben und ist seit 28. Juli einspurig befahr- und begehbar; die Reste der alten Brücke werden abgetragen; wir werden so bald wie möglich mit dem Neubau der Brücke starten",

so Gunter Guglberger (Chef Brückenbauabt. Land Tirol).

Finanzierung?

Dem Ortschef bereitet nun vor allem die Finanzierung der Schadensbehebungen Sorgen. Er hofft auf Geld aus dem Katastrophenfonds. Auch das Land steht der Gemeinde bei. Von Schäden betroffen sind neben Gemeinde- und Landesinfrastrukturen auch Private und mehrere Betriebe an der Ache (u. a. Unterspülungen).
Die Schadenshöhe könne noch nicht beziffert werden, so Sieberer und Baubezirksamts-Leiter Erwin Obermaier. Es gehe jedenfalls in den siebenstelligen Euro-Bereich. Im Straßenbereich rechnet Obermaier mit rund 2 Mio. € Kosten, im Bereich Wasserbau (Uferbefestigungen etc.) mit 3 bis 4 Mio. € (ohne Infrastrukturschäden der Gemeinde, Anm.).

Beim Lokalaugenschein dankte Sieberer den Grundbesitzern Max Keuschnigg und Hanspeter Gastl für die Überlassung von Grundstücken, die zur Errichtung der Behelfsbrücke notwendig waren.

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