Forstweg am Niederkaiser
St. Johanner kritisieren, Bundesforste kalmieren

Die Weggegner bangen um die Einsiedelei. | Foto: privat
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  • Die Weggegner bangen um die Einsiedelei.
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Neuer Forstweg am St. JohannerNiederkaiser bleibt umstritten; ÖBf argumentiert.

ST. JOHANN (niko). Wie berichtet regt sich starker Unmut in der Bevölkerung über den von den Österr. Bundesforsten (ÖBf) geplanten 450 Meter langen Forstweg im Naherholungsgebiet Niederkaiser-Einsiedelei. Nach der Kritik der Grünen bildete sich eine Art Bürgerinitiative bzw. die Facebook-Gruppe "Freunde des Niederkaiser", die gegen den Forstwegbau agitiert. Die Sinnhaftigkeit wird dem Projekt abgesprochen; in dem Gebiet sei kein "Zusammenbruch" des Schutzwaldes zu erwarten sei und es keine Lawinengefahr gebe; auch die Borkenkäfergefahr sei nicht groß. Von Seiten des Museumsvereins wird ein Forstweg aus kulturhistorischer Sicht abgelehnt.

ÖBf argumentieren

Die Bundesforste bringen ihre Argumente in Stellen: Der Schneebruch habe dem Schutzwald auf rund 15 Hektar stark zugeserzt, zahlreiche Bäume sind umgebrochen. Dann kam der Borkenkäfer dazu, was den Waldzustand weiter verschlechtert habe. "Ohne weitere Pflege- und Bewirtschaftung droht der Schutzwald zusammenzubrechen", so Andreas Kaltenegger (ÖBf). Die weitere Bewirtschaftung und die Walderhaltung sei nur durch eine Erschließung möglich. Geplant sei lediglich eine 450 Meter lange Stichstraße (150 Meter kürzer als geplant,Anm.). Wanderwege würden nicht beeinträchtigt. Alternativen (Hubschrauber etc.) seien geprüft, aus Kostengründen jedoch verworfen worden. Der Schutzwald schütze die Einsiedelei, zwei Gehöfte und Wanderwege.
Auch die Aufforstung und Naturverjüngung müsse vorangetrieben werden

"Das Projekt wurde in enger Abstimmung mit Gemeinde, Naturschutz und Forstbehörden entwickelt. Der Entscheidung ist eine ausführliche Interessensabwägung vorausgegangen mit dem Ergebnis, dass das öffentliche Interesse an der Walderhaltung überwiegt. Die Erschließung wurde bereits behördlich genehmigt, ein Baubeginn kann frühestens im Oktober erfolgen", so Kaltenegger.

Die Weggegner bangen um die Einsiedelei. | Foto: privat
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