Corona - Biathleten
Spitzensportler arbeiten in schwierigen Zeiten

Die Expertise von Dominik Landertinger gefragt.
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  • Die Expertise von Dominik Landertinger gefragt.
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Biathleten Landertinger, Leitner und Hauser packen in Coronazeiten mit an.
HOCHFILZEN, REITH, WÖRGL (niko). Das Saisonende hätten sich auch die heimischen Biathleten ganz und gar anders vorgestellt. Statt Saisonfinale in Oslo hieß es schon in Kontiolahti Ski und Gewehr in die Ecke zu stellen – statt Materialtests und Urlaub stellen sich viele Heeressportler, darunter auch die beiden PillerseeTaler Dominik Landertinger und Felix Leitner sowie Lisa Hauser aus Reith derzeit in den Dienst der guten Sache.

Die heimischen Biathleten fanden sich zum Dienst im Spar-Verteiler-Zentrum in Wörgl ein, von dem aus die Lebensmittelgeschäfte in Tirol und Salzburg beliefert werden. „In Zeiten wie diesen ist es auch für uns selbstverständlich, das Trainingsgewand gegen die Uniform zu tauschen und dort zu helfen, wo wir können“, meint Dominik Landertinger, fünffacher WM- und vierfacher Olympiamedaillengewinner.

Nach den personellen Engpässen in den Verteilerzentren der großen Lebensmittelversorger sprang kurzerhand das Bundesheer ein. Auch die Heeressportler, darunter Landertinger, Leitner und Hauser, werden dort eingesetzt, wo in Zeiten der Krise jede helfende Hand benötigt wird.

Fähigkeiten Landis gefragt

Besonders die Fähigkeiten von Landertinger als gelerntem Maschinenbau-Techniker sind gefragt: „Bei mir läuft den ganzen Tag über die Bohrmaschine heiß, es gilt die Wägen, auf denen die Ware verteilt wird, zusammenzuschrauben“, meint der 31-Jährige, der sich aber auch für weitere Aufgaben bereithält: „Keiner kann sagen, wie lange diese Krise dauern wird und ich bin bereit, meinen Teil beizutragen. Wir sitzen alle im selben Boot und müssen gerade jetzt zusammenhalten“, meint Landertinger, der sich die freie Zeit und Feierlichkeiten zu Hause natürlich etwas anders vorgestellt hat, aber: „Ich muss sagen, dass ich Freude daran finde, anderen zu helfen und etwas zurückzugeben.“

Lisa in der Kälte

Auch für Lisa Hauser ging es nach einer soliden Saison direkt in den Dienst der guten Sache. „Es ist mir ein großes Anliegen, einen Beitrag zu leisten, wir müssen jetzt alle zusammenhalten“, meint die 26-Jährige, die dafür auch eine alles andere als einfache Aufgabe in der Spar-Zentrale in Wörgl ausübt: „Wir sind in der Wurst- und Fleischabteilung für die Verteilung der Ware zuständig. Das ist ein beinharter Job, den ganzen Tag über im Kühlhaus zu stehen und ich ziehe meinen Hut vor all jenen, die diesen Job für uns das ganze Jahr über ausüben. Gerade sie müssen in diesen schwierigen Zeiten oft über ihre Grenzen hinausgehen“, so Hauser.

Felix verletzt

Für die Allgemeinheit im Einsatz war auch Felix Leitner. Für den Neo-PillerseeTaler endete sein Einsatz in Wörgl jedoch mit einer Schnittverletzung an der Hand, die letztlich auch genäht werden musste: „Schade, ich hätte gerne weitergeholfen und war voll motiviert. Ich bin mir aber sicher, dass meine Kolleginnen und Kollegen einen tollen Job machen, wie so viele andere in unserem Land, die gerade für die Allgemeinheit da sind. Auch für mich gilt es jetzt, daheim zu bleiben und das beste aus der Situation zu machen. Auch da sitzen wir alle im selben Boot“, so Leitner, der auf seine bisher erfolgreichste Saison zurückblicken kann; unter anderem gelang ihm bei der WM in Antholz mit Rang sechs im Massenstart das beste WM- und zweitbeste Weltcupergebnis seiner jungen Karriere.

Die Expertise von Dominik Landertinger gefragt.
Im Arbeitseinsatz: Simon Eder, Lisa Hauser.
Autor:

Klaus Kogler aus Kitzbühel

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