20.10.2014, 12:03 Uhr

Salzburg war eine Nummer zu groß

Vergebliches Aufmucken gegen den Liga-Krösus: Kitzbühel scheiterte in Salzburg.

BEZIRK (han). Mssglückte Premiere am neuen Rasen von Hopfgarten/Itter, Tabellenführer Kirchberg und Fieberbrunn verteidigen Vorsprung, Waidring ballert sich erneut an die Spitze.
Die Kulisse war großartig, der Ergebnis nicht – zumindest aus Sicht des FC Eurotours Kitzbühels. Vor 1.150 Zuschauer im Stadion Maxglan unterlag der Regionalliga-Neuling gegen Tabellenführer Austria Salzburg mit 0:3. Dabei vergaben die Schützlinge von Trainer Alex Markl gleich zwei Elfmeter gegen Ersatzgoalie Zhilyaev, der beide mal parierte und damit zum Held der Partie wurde. Der gebürtige Russe war nach dem frühen Ausschluss (21., Torraub) von Salzburg-Stammkeeper Ebner aufs Feld gekommen, der Luka Dzidziguri im Strafraum zu Fall brachte. Trotz 70 Minuten numerischer Unterzahl waren die Mozartstädter die spielbestimmende Mannschaft. Pech für Kitzbühel: Die Partie gegen den Tabellenführer kam zum ungünstigsten Zeitpunkt. Der Titelfavorit stand unter extremen Erfolgsdruck nach einer Schwächephase, die in der Runde zuvor mit einer 1:4 Pleite im Salzburg-Derby gegen St. Johann/Pongau seinen Höhepunkt fand.

Unglücklicher Schlusspunkt

Ein Elfmeter in der 91. Minute kostete St. Ulrich den Sieg gegen Bruckhäusl. Die Gäste ließen sich diese letzte Ausgleichschance nicht entgehen – Endstand 2:2. In der Meisterschaft ist St. Ulrich seit zehn Spielen ungeschlagen und hält als Tabellendritter Tuchfühlung mit der Spitze. Trainer Didi Tengg bleibt gelassen und drückt auf die Euphoriebremse: „Natürlich sind wir voll zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Wichtig ist für uns jetzt, viele Punkte zu sammeln, um der Abstiegszone fern zu bleiben“.

Neuer Rasen, neues Glück?

Ein richtiges Schmuckstück ist der neue Rasen am Sportplatz in Hopfgarten. Erlesenes Grün auf 63,25 Meter Breite und 96,88 Meter Länge. Etwas getrübt wurde die Freude beim Gebietsliga-Schlusslicht durch die verpatzte Feuertaufe, einer 2:3 Heimniederlage gegen Kirchdorf. Das Schreckgespenst am Eröffnungstag war auch schnell ausgemacht: Es hieß Robert Hupf, der alle drei Treffer für die Gäste erzielte und für den ersten Sieg Kirchdorfs nach fünf mageren Runden (mit 2 Remis und 3 Niederlagen) sorgte.

Künstler am Kunstrasen

Das halbe Dutzend ist voll: Tabellenführer Kirchberg setzte seinen Erfolgslauf vor eigenem Publikum fort und bleibt mit dem 1:0 über Radfeld auch im sechsten Spiel am heimischen Kunstrasen ohne Punkteverlust. Das Goldtor erzielte Florian Pichler, der damit bereits zum dritten mal in dieser Saison zum alleinigen Matchwinner wurde. Kirchberg hält die Verfolger damit auf Distanz: Söll und Brixen, die ebenso volle Punkte einfahren konnten, liegen vier Punkte zurück, gleich dahinter liegt Westendorf auf der Lauer (-5). Eine Schwächephase durchlebt hingegen St. Johann, das aus den letzten fünf Runden nur zwei Zähler holen konnte.

Mit Schlitters „Schlitten“ gefahren

Die Lehmgrube als Löwengrube: Bezirksliga-Spitzenreiter Fieberbrunn feierte im Heimstadion den sechsten Sieg im sechsten Spiel. Beim 4:0 Erfolg über Schlitters agierten die Gastgeber in jener Souveränität, die den Grund für den klaren Sechs-Punkte-Vorsprung in der Tabelle widerspiegelt. Dabei gelten die Zillertaler keineswegs als Jausengegner, waren sie doch als Tabellendritter angereist und auswärts bislang ungeschlagen geblieben.
Einen goldenen Herbst verzeichnet auch Kössen (1. Klasse): Das 3:0 über Münster war der fünfte Triumph in Serie, der die Kaiserwinkl-Kicker einen kräftigen Sprung in der Tabelle (von 7 auf 4) machen lässt.

Waidring schlägt zurück

Noch nie hat Waidring (2. Klasse) gegen Ebbs 1b Punkte abgeben müssen. Und auch im fünften Duell hielt die Serie. Mit dem 3:1 Auswärtserfolg feierten die Schützlinge von Trainer Roman Perzl eine Rückkehr am Tabellenthron, da Kirchberg 1b mit dem 0:2 Heimflop gegen Buch 1b die Position im Rampenlicht schon wieder verspielt hat.

Fotos: Habison
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