Forum Alpbach
Die Grundlagen der Zusammenarbeit in der Europaregion

Die Euregio-Willkommenstafeln werden 100 Jahre nach der Teilung Tirols an allen Übergängen zu Tirols Nachbarn aufgestellt. „Nicht um Werbung zu machen, sondern um das Bewusstsein zu schaffen, dass 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg unsere Länder eine immer engere Zusammenarbeit im europäischen Geiste wagen“, sagt LH Günther Platter. In Tirol werden künftig 34 Willkommenstafeln auf den Hauptstraßen und neun auf Radwegen angebracht – symbolisch dafür wurde am 23. August die Euregio-Willkommenstafel in Alpbach enthüllt.
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  • Die Euregio-Willkommenstafeln werden 100 Jahre nach der Teilung Tirols an allen Übergängen zu Tirols Nachbarn aufgestellt. „Nicht um Werbung zu machen, sondern um das Bewusstsein zu schaffen, dass 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg unsere Länder eine immer engere Zusammenarbeit im europäischen Geiste wagen“, sagt LH Günther Platter. In Tirol werden künftig 34 Willkommenstafeln auf den Hauptstraßen und neun auf Radwegen angebracht – symbolisch dafür wurde am 23. August die Euregio-Willkommenstafel in Alpbach enthüllt.
  • Foto: Land Tirol/Sedlak
  • hochgeladen von Magdalena Gredler

Im Rahmen des Tiroltags beim Europäischen Forum in Alpbach am 23. August haben die Geschäftsführer der Landestourismusorganisationen von Tirol, Südtirol und Trentino die Gründungsanträge für "Euregio Connect" unterzeichnet. Ziel dieses Europäischen Verbundes für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) ist eine vertiefte Kooperation zwischen den drei Ländern.

ALPBACH (red). 2012 wurde der Tiroltag erstmals von der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ausgetragen und seither wurden zahlreiche Projekte und Maßnahmen initiiert. Während der diesjährige Tiroltag in angesichts der derzeitigen, noch nie da gewesenen Coronavirus-Situation vor allem digital stattfand, steht der heurige Auftakt zum Europäischen Forum Alpbach 2020 ganz im Zeichen der Zukunft der Euregio. Euregiopräsident LH Günther Platter, LH Arno Kompatscher (Südtirol) und LH Maurizio Fugatti (Trentino) präsentierten am Sonntag den 23. August, die „Fundamentals – die Grundlagen der Zusammenarbeit in der Europaregion“. Unter diesem Motto stand der Tiroltag 2020. Es wird eine neue Basis für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und eine Reform des Europäischen Verbundes zur territorialen Zusammenarbeit (EVTZ) geben.

Zusammenarbeit weiter ausbauen 

Dementsprechend haben die drei Landeshauptleute bereits im Vorfeld den Auftrag erteilt, im Rahmen des EuregioLabs unter der Leitung von Professor Walter Obwexer die bisherige Euregio-Zusammenarbeit zu analysieren und Empfehlungen für die Weiterentwicklung vorzulegen. Auf Basis von drei konkreten Empfehlungen wird nun das auf den Gründungsverträgen von 2011 basierende Regelwerk der Europaregion modernisiert. Konkret sind die Stärkung der demokratischen Elemente durch die Ausweitung der Versammlung, die Einbeziehung von Gemeindevertretern und der Bevölkerung, die Errichtung von Euregio-Büros in Innsbruck und Trient sowie ein Euregio-Kulturfestival geplant.

„Die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist – vor allem in Krisenzeiten. Wir wollen und müssen dafür Sorge tragen, dass die Europaregion fit für die Zukunft bleibt. Nur so können auch nachfolgende Generationen von diesem Projekt im Rahmen des Friedensprojektes Europäische Union profitieren. Während die Bekanntheit der Euregio innerhalb der Bevölkerung steigt, fordert die überwältigende Mehrheit – nämlich 90 Prozent –, dass die Zusammenarbeit zwischen Tirol, Südtirol und dem Trentino weiter ausgebaut wird. Dem tragen wir mit den heutigen Beschlüssen und Maßnahmen Rechnung , wir nehmen die Zukunft der Euregio in neue Hände, gemeinsam mit der Bevölkerung“,

betont LH Platter.

Mitsprache in der Euregio

Entsprechend der Empfehlungen des EuregioLabs setzte der Euregio-Vorstand gemeinsam mit den Landtagen eine Kommission ein, die sich unter der Leitung des Europarechtsexperten Walter Obwexer umgehend an die Ausarbeitung der neuen Statuten macht. Das Herzstück der Statutenreform wird die Stärkung der demokratischen Strukturen und die Einbeziehung der Bevölkerung sein. Künftig sollen auch Gemeinden verstärkt in Form eines „Rat der Gemeinden“ mit einbezogen werden. Dieser wird den Vorstand beraten. Die Eckpunkte des Rates soll bereits im Frühsommer 2021 für Gespräche mit den Gemeindeverbänden und Interreg-Räten stehen. Auch ein Bürger-Rat soll implementiert werden. 2021 werde es dazu ein Pilotprojekt geben. Die konkrete Ausgestaltung wird in den kommenden Monaten ausgearbeitet.

"EVTZ"

Damit die Europaregion auch im touristischen Bereich gemeinsam noch besser Fuß fassen kann, wurden am 23. August auch die Gründungsverträge eines neues "EVTZ" von den Landestourismusorganisationen der drei Länder unterzeichnet: „Euregio Connect“ ist ein Europäischer Verbund für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ), der die Zusammenarbeit seiner drei Mitglieder Tirol Werbung, IDM Südtirol und Trentino Marketing erleichtert, da die Umsetzung grenzübergreifender Projekte vor allem im Tourismus vereinfacht wird. Der Sitz der Organisation ist in Innsbruck.

Weitere Infos zum Thema Alpbach finden Sie hier. 
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