Euregio Inntal
Frauen vernetzen sich in Kufstein für mehr Erfolg
- Die Euregio Inntal lud am Mittwoch, den 16. Oktober in Kufstein zur Veranstaltung „Erfolgsfaktoren für Frauen im Berufsleben“.
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Drei Erfolgsbeispiele aus dem Inntalraum und warum Erfolg im Beruf noch immer ein Geschlecht kennt.
KUFSTEIN, BEZIRK KUFSTEIN. Was macht den Erfolg von Frauen im Berufsleben aus und wie können Frauen in der Region noch erfolgreicher werden? Antworten auf diese Fragen erfuhren Frauen am Mittwoch, den 16. Oktober in Kufstein zur Euregio-Inntal-Veranstaltung „Erfolgsfaktoren für Frauen im Berufsleben“.
Netzwerk im Inntal
„Wir haben viele Organisationen, die viel tun, um Frauen in der Wirtschaft mit einem guten Netzwerk zu unterstützen“, erklärte Euregio Inntal Vizepräsidentin Barbara Schwaighofer. Was bislang aber fehlte, war ein Netzwerk zwischen Tirolerinnen und Bayerinnen. Das Ziel des Zusammenkommens: Frauen, die erfolgreich sind, sichtbar machen, um andere zu bestärken.
- Kathrin Fuchs, Inhaberin Goldwert, übernahm die Moderation.
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Drei erfolgreiche Frauen
Auf dem Podium im Novum Kufstein fanden sich drei erfolgreiche Frauen ein, die über ihre Wege zum Erfolg sprachen: Nicole Strübbe von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der TH Rosenheim berichtete unter anderem über ihren Einsatz für das neue Netzwerk „MINTnetz18+“. Dabei soll der Nachwuchs in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern gefördert werden – das vom Kindergartenalter bis in die Oberstufen.
Julia Mairhofer von der Personalleitung bei Freudenberg Sealing Technologies kümmert sich um rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – das in einem weltweiten Unternehmen, das diverse Produkte in verschiedenen Märkten herstellt. Ihr Herz schlägt für ihren Beruf, da "man dort extrem viele Einflussmöglichkeiten hat", wie Mairhofer erklärt.
Marisa Steegmüller leitet als geschäftsführende Gesellschafterin den Familienbetrieb Flötzinger Bräu Rosenheim mit 113 Mitarbeitenden. Sie betonte, wie wichtig ihr Qualität, Tradition und der Erhalt der Arbeitsplätze in der Region sind. Alle drei sprachen über Schlüsselmomente auf ihrem Weg zum beruflichen Erfolg.
- Kristina Kampfer, Professorin an der FH Kufstein, sprach über Erfolgsfaktoren für Frauen.
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Nach wie vor ungleich
Kristina Kampfer, Professorin an der FH Kufstein, ging in ihrem Vortrag der Frage nach, ob Erfolg (k)ein Geschlecht kennt. Die traurige Realität ist, dass Frauen in mehrerlei Hinsicht nach wie vor benachteiligt sind. Zu diesem Schluss kommt auch Kampfer, die hier etwa den „Gender Pay Gap“ nennt – Frauen im Bezirk Kufstein arbeiten heuer 73 Tage unbezahlt. Die Nachteile enden hier aber nicht und ziehen sich von einer geringeren Rente und mehr unbezahlter Arbeit bis hin zu einem geringen Anteil von Frauen bei Führungspositionen. Nur 12,2 Prozent aller Geschäftsführungspositionen in Österreich sind von Frauen besetzt. Die gläserne Decke existiert also nach wie vor.
Faktoren zum Erfolg
Als Mittel für mehr Erfolg für Frauen nennt Kampfer die Idee der Self-Leadership: Frauen sollen sich selbst eine gute Freundin sein und mehr Selbstbewusstsein aufbauen. Weitere wichtige Erfolgsfaktoren sind die Überwindung von Vorurteilen, Sichtbarkeit sowie Positionierung, Weiterbildung und nicht zuletzt die gegenseitige Unterstützung unter Frauen.
Dazu fiel im heurigen Sommer auch in Kufstein der Startschuss für die Initiative „Empow(h)er“. Das Projekt zielt darauf ab, gemeinsam für mehr Diversität in Führungspositionen zu sorgen und die Türen für alle Geschlechter zu öffnen.
- Zum Ende der Veranstaltung gab es eine moderierte Diskussion im Plenum.
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Pensionssplitting
„Frauen haben noch immer nicht nur die meiste Care-Arbeit, sondern auch die meiste Teilzeitarbeit“, betonte Barbara Schwaighofer im Rahmen der anschließenden Diskussion. Genau diese Teilzeitarbeit kann dann aber in der Pension zum Verhängnis werden. „Mein Wunsch ist ein automatisches Pensionssplitting“, so Schwaighofer.
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