Beitritte zum Klimabündnis-Netzwerk
Serfaus: Gemeinsam für das Klima

Klimabündis Betriebe, Schule, Kindergarten und Gemeinde: Serfaus setzt mit mehreren gleichzeitigen Beitritten zum Klimabündnis Tirol ein starkes Zeichen für den Klimaschutz.
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SERFAUS (sica). Die Gemeinde, die Volksschule, der Kindergarten und zwei Unternehmen in Serfaus traten gemeinsam dem Klimabündnis Tirol bei und bilden damit ein starkes Netzwerk für das Klima aus Politik, Bildung und Wirtschaft. 

Einzigartige Konstellation

"Dass die Gemeinde gemeinsam in Konstellation mit Bildungseinrichtungen und Betrieben dem Klimabündnis beitritt, hatten wir in der Form noch nie", freute sich Ingrid Felipe, Landeshauptmann-Stellvertreterin und Obfrau des Klimabündnis Tirol. "Das ist ein deutliches Zeichen, was der Klimaschutz in Serfaus für eine Rolle spielt." Neben der Gemeinde selbst, sind auch Volksschule und Kindergarten sowie das Kölner Haus und das Haus Enzian dem Klimabündnis-Netzwerk beigetreten. Gemeinsam wollen die Verantwortlichen eine Vorzeigegemeinde in Sachen Nachhaltigkeit werden. Vergangene Woche wurde Bürgermeister Paul Greiter und Vizebürgermeister Helmut Dollnig für die Gemeinde, VS- Direktor Patric Niederbacher für die Volksschule, Maria Waldegger und Lisa Kofler für den Kindergarten und Anja Hangl und Walter Kerscher für das Kölner Haus und Haus Enzian das Zertifikat des Klimabündnis Tirol im kleinen Rahmen von Ingrid Felipe verliehen.

Neben dem Kindergarten Serfaus wurde auch der Gemeinde, der Volksschule und den Betrieben Kölner Haus und Haus Enzian das Zertifikat vom Klimabündnis-Beitritt verliehen.
  • Neben dem Kindergarten Serfaus wurde auch der Gemeinde, der Volksschule und den Betrieben Kölner Haus und Haus Enzian das Zertifikat vom Klimabündnis-Beitritt verliehen.
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Einstimmiger Beschluss zum Klimabündnis-Beitritt

„Die Gemeinde hat in ihrem Dorfentwicklungsprozess Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu einem wesentlichen Handlungsfeld in der Gemeindearbeit bestimmt. Dazu wurde auch eine eigne Arbeitsgruppe eingerichtet“, erklärt Bürgermeister Paul Greiter den einstimmigen Beschluss des Gemeinderats zum Klimabündnis-Beitritt. "Unsere Hauptaufgabe ist ganz klar die Vorbildfunktion in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Bewusstseinsbildung ist eine der ersten Zielsetzungen" Der Bürgermeister weiß wovon er spricht. Gemeinsam mit den Serfauserinnen Eva-Maria Patscheider und Anja Hangl hat er im vergangenen Jahr den fünfteiligen Lehrgang zum kommunalen Klimaschutzbeauftragten absolviert.  

Serfauser Bürgermeister Paul Greiter: "Unsere Hauptaufgabe ist ganz klar die Vorbildfunktion in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Bewusstseinsbildung ist eine der ersten Zielsetzungen"
  • Serfauser Bürgermeister Paul Greiter: "Unsere Hauptaufgabe ist ganz klar die Vorbildfunktion in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Bewusstseinsbildung ist eine der ersten Zielsetzungen"
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Eine Partnerschaft verbindet die Gemeinden mit indigenen Organisationen in Brasilien. Global denken und lokal handeln - Das gemeinsame Ziel ist der nachhaltige Schutz des wertvollen Amazonas-Regenwaldes, von vielen die grüne Lunge des Planeten genannt. „Genauso wichtig sei aber auch vor Ort in Serfaus aktiv zu werden“, so der Bürgermeister. Die örtliche U-Bahn ist bereits ein Vorzeigeprojekt für eine verkehrsberuhigte Gemeinde. Nun soll auch eine bessere Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz einen Betrag zu weniger Autoverkehr leisten.

Bürgermeister Paul greiter (2.v.li.) und Vizebürgermeister Helmut Dollnig (re.) nahmen das Zertifikat für die Gemeinde Serfaus von Klimabündnis Geschäftsführer Andrä Stigger (li.) und Landeshauptmann-Stellvertreterin und Obfrau vom Klimabündnis Tirol Ingrid Felipe entgegen.
  • Bürgermeister Paul greiter (2.v.li.) und Vizebürgermeister Helmut Dollnig (re.) nahmen das Zertifikat für die Gemeinde Serfaus von Klimabündnis Geschäftsführer Andrä Stigger (li.) und Landeshauptmann-Stellvertreterin und Obfrau vom Klimabündnis Tirol Ingrid Felipe entgegen.
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„Eine stündliche Busverbindung nach Landeck würde nicht nur den pendelnden Personen zugutekommen, sondern auch eine umweltfreundliche Anreise der Gäste erleichtern“, sagt die Gastronomin Anja Hangl.

Potenziale für nachhaltigeres Wirtschaften erarbeiten

"Das Kölner Haus soll nicht länger Teil eines Systems sein, das die Umwelt und die Menschen an ihre Grenzen bringt", betonte Anja Hangl in einer bewegeneden Rede "Das Ziel ist ganz klar: Auch in Zukunft vom Tourismus leben zu können, aber ohne die Natur auszubeuten." Gemeinsam mit Walter Kerscher leitet die Serfauserin das Kölner Haus, eine Hütte des Deutschen Alpenvereins oberhalb von Serfaus, sowie das Appartementhaus Enzian. Beide Klimabündnis-Betriebe haben kürzlich einen KlimaCheck durchlaufen um die Potenziale für nachhaltigeres Wirtschaften zu erarbeiten.

Anja Hangl (2.v.re.) und Walter Kerscher vom Kölner Haus und Appartmenthaus Enzian mit Klimabündnis Geschäftsführer Andrä Stigger (li.) und Landeshauptmann-Stellvertreterin und Obfrau vom Klimabündnis Tirol Ingrid Felipe (re.).
  • Anja Hangl (2.v.re.) und Walter Kerscher vom Kölner Haus und Appartmenthaus Enzian mit Klimabündnis Geschäftsführer Andrä Stigger (li.) und Landeshauptmann-Stellvertreterin und Obfrau vom Klimabündnis Tirol Ingrid Felipe (re.).
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Im Kölner Haus möchte die Wirtin den Schwerpunkt auf nachhaltige Verpflegung setzen. Die Lebensmittel werden regional und nach Möglichkeit in Bio-Qualität bezogen. Außerdem wird es ein größeres vegetarisches Angebot in der Alpenvereinshütte geben. Im Haus Enzian plant Anja Hangl zeitnah die aktuelle Ölheizung gegen die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern zu tauschen. Bewusstseinsbildung fängt bei den Kleinsten an, sind sich die frischgebackenen Klimabündnis-Beauftragten einig. Nachhaltiges Wirtschaften ist Hangl ein Anliegen, funktioniere aber nur in guter Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Region.

Kinder für Umgang mit Umwelt sensibilisieren

So hat sich auch die Volksschule rund um Direktor Patric Niederbacher sowie der Kindergarten dem Netzwerk angeschlossen. "Bereits im Herbst 2019 haben die Kinder bemängelt, dass immer nur geredet wird und nie etwas gemacht wird", erinnert sich Direktor Niederbacher. "Und es gibt keine Zeit, um zu warten. Kinder wollen handeln und wir können stolz auf unsere nächsten Generationen sein, die bereits im Volksschul-Alter ihre Stimme erheben und selber handeln wollen!"

Einige der stolzen Serfauser VolksschülerInnen mit Klimabündnis Geschäftsführer Andrä Stigger, Bürgermeister Paul Greiter, VS-Direktor Patric Niederbacher und Landeshauptmann-Stellvertreterin und Obfrau vom Klimabündnis Tirol Ingrid Felipe (v.li.).
  • Einige der stolzen Serfauser VolksschülerInnen mit Klimabündnis Geschäftsführer Andrä Stigger, Bürgermeister Paul Greiter, VS-Direktor Patric Niederbacher und Landeshauptmann-Stellvertreterin und Obfrau vom Klimabündnis Tirol Ingrid Felipe (v.li.).
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Am Stundenplan steht in diesem Schuljahr das Thema Klimaschutz ganz oben. Unterschiedliche Workshops zu den Themen Konsum, Mobilität und Energie sollen die Kinder für den richtigen Umgang mit der Umwelt sensibilisieren. "Wir wollen weiterbilden, nicht nur unsere Schüler sondern auch die Familien von ihnen, die Lehrer und das ganze Dorf. Unser Ziel ist, vom Denken wegzukommen, dass man als "kleiner Einzelner" nichts zum Klimaschutz beitragen kann. Wir wollen andere mit unserer Überzeugung anstecken und aktiv schauen, wo Klimaschutz möglich ist!", betonte Patric Niederbacher. Im Kindergarten Serfaus wird eng mit der Volksschule zusammengearbeitet. Dort wird der Fokus darauf gelegt, durch verschiedene Projekte eine liebevolle Beziehung zur Natur aufzubauen, um bereits den Kleinsten zu zeigen, dass es wichtig ist, sie zu schützen. „Wir stehen erst am Anfang unseres Langzeitprojektes. Aber wir freuen uns darauf, gemeinsam den ersten Meilenstein für den Schritt in die richtige Richtung zu setzen“, fasst Lisa Kofler, die Klimabündnis-Beauftragte des Kindergartens, die Serfauser Zukunftspläne zusammen. 

Die Serfauser Klimabündnis-Kindergartler mit Klimabündnis Tirol Geschäftsführer Andrä Stigger, Maria Waldegger, Bürgermeister Paul Greiter, Lisa Kofler und Landeshauptmann-Stellvertreterin und Obfrau vom Klimabündnis Tirol Ingrid Felipe (v.li.)
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"Globaler Herausforderung auf lokaler Ebene begegnen"

"Die Klimakrise ist eine globale Herausforderung, der wir auf lokaler Ebene begegnen müssen“, ist Ingrid Felipe überzeugt. Die stellvertretende Landeshauptfrau ist auch Obfrau des Klimabündnis Tirol, das seit über 20 Jahren aktiv mit Gemeinden für eine klimagerechte Welt eintritt. Seit einigen Jahren können sich auch Bildungseinrichtungen und Betriebe dem Klimabündnis Tirol anschließen.

Geschäftsführer vom Klimabündnis Tirol, Andrä Stigger: „Wenn wir uns auf lokaler Ebene vernetzen und gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir im Großen etwas verändern“
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Das Motto: Global denken, lokal handeln. „Wenn wir uns auf lokaler Ebene vernetzen und gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir im Großen etwas verändern“, ergänzt der Geschäftsführer Andrä Stigger. Globale denken, lokal handeln ist das Credo der 80 Tiroler Klimabündnis-Gemeinde.

Gemeinde Serfaus forciert künftig die Nachhaltigkeit

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