60-Millionen-Euro-Projekt
Spatenstich für neue Silvretta Therme in Ischgl – mit VIDEO

Am Donnerstag erfolgte der offizielle Spatenstich für die Silvretta Therme in Ischgl.
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  • Am Donnerstag erfolgte der offizielle Spatenstich für die Silvretta Therme in Ischgl.
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ISCHGL (otko). Mit der Spatenstichfeier fiel der offizielle Startschuss für den Bau der Silvretta Therme. Silvrettaseilbahn AG investiert über 60 Mio. Euro. Die Eröffnung ist für die Wintersaison 2022/23 geplant.

Drei Jahre Bauzeit

Trotz herbstlich, kühlem Wetter strahlten am Donnerstag die Gesichter in Ischgl. Mit dem Spatenstich erfolgte der offizielle Baustart für die neue Silvretta Therme am "Schittaboden" gegenüber dem Dorfzentrum. Inoffiziell haben die Bauarbeiten bereits Anfang September begonnen. Die Eröffnung der neuen Thermenanlage isz nach drei Jahren Bauzeit für die Wintersaison 2022/23 geplant.
Die beiden Vorstände der Silvrettaseilbahn AG, Markus Walser und Günther Zangerl, sowie Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Kurz konnten neben den Architekten und Firmenvertretern unter anderem auch Ex-Vorstand Hannes Parth, Bgm. Werner Kurz, Vizebgm. Emil Zangerl, die beiden TVB-Obmann Stellvertretern Michael Zangerl und Alexander von der Thannen begrüßen.
"Silvrettaseilbahn AG, die Gemeinde Ischgl und der TVB Paznaun-Ischgl waren sich einig, dass es etwas Neues sowie ein Alternativangebot braucht. Bei schlechtem Wetter sind die Gäste immer weniger bereit ins Skigebiet zu fahren. Trotz der zahlreichen Wellnessanlagen in den Hotels besteht eine große Nachfrage nach einer Therme", erläuterte Seilbahn-Vorstand Günther Zangerl. Zudem gab es schon länger Überlegungen für eine neue Freizeitanlage, da das Silvrettacenter bereits über 30 Jahre alt ist.

Bisher größte Investition

Im Jahr 2016 wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Das Siegerprojekt, das von der Jury einstimmig gekürt wurde, stammt von den Architekten Wimreiter & Krieger. Mit über 60 Mio. Euro wird dies die größte Einzelinvestition sein, die die Silvrettaseilbahn AG jemals getätigt hat.
Das 7.500 Quadratmeter große Hanggrundstück ist im Besitz der Silvrettaseilbahn AG. Die Planungsgemeinschaft Wimreiter & Krieger fanden eine optimale Lösung für das schwer zu bebaubare Grundstück. Die zweigeteilte Anlage umfasst 75.000 Kubikmeter umbauten Raum. Die Anlage umfasst vier Geschosse sowie eine Tiefgarage. Im vorderen Bereich wird die Therme mit mehreren großzügigen Innen- und Außenbecken und einer Wasserfläche von rund 1.000 Quadratmeter angesiedelt. Dazu kommt noch ein Gastrobereich, ein Fitnesscenter mit 320 Quadratmetern und eine 1.500 Quadratmeter große Saunalandschaft im hinteren Bereich. Rund 800 Personen können sich gleichzeitig in der Therme aufhalten. Auch ein Veranstaltungssaal für bis zu 650 Personen beherbergt das neue Gebäude. Ein Highlight ist der Eislaufplatz, der im ersten Stock rund um das Gebäude verläuft. Dieser umfasst 1.300  Quadratmeter.

Neues Highlight für die Region

"Wir setzen das ausgereifteste Projekt der ARGE Wimreiter & Krieger, das es alles unter einem Dach vereint. Es wird ein absolutes Highlight für Ischgl, das auch die Region hinausstrahlt", so Zangerl. Neben den Gästen soll vom Angebot auch die heimische Bevölkerung sowie die Schulen profitieren.
Für den Ischgler Bürgermeister Kurz ist die neue Thermenanlage "ein super Projekt". Gleichzeitig werden auch 60 bis 80 Arbeitsplätze geschaffen, wovon die Gemeinde wiederum bei der Kommunalsteuer profitiert.
Vorstand Markus Walser dankte dem Team für die gute Zusammenarbeit: "Seit einem Jahr arbeiten wir mit Hochdruck. Der erste Schritt der Umsetzung umfasst die Hangsicherung sowie den Aushub der Baugrube. Da in der Wintersaison in Ischgl gewisse Bautätigkeiten untersagt sind, beginnen die Baumeisterarbeiten im Frühjahr 2020". Hier soll es aber noch Gespräche mit der Gemeinde geben. Die Einreichpläne sind so gut wie fertig und sollen noch im Herbst an die Baubehörde übergeben werden. 

Nachhaltiges Energiekonzept

Die neue Silvretta Therme soll auch im Bereich Nachhaltigkeit glänzen. "Wir verzichten auf fossile Brennstoffe. Dafür werden 35 Erdsonden mit einer Tiefe bis zu 290 Meter gebohrt – das sind insgesamt 15 Kilometer Erdsonden", so Walser. Laut Berechnungen sei das Heizen des Gebäudes so möglich. Probebohrungen wurden bereits durchgeführt. "Thermalwasser haben wir aber keines gefunden", betonte Zangerl. Eine erste Wirtschaftlichkeitsprognose des Betriebs ist positiv. "Wir gehen aber davon aus, dass es schwierig sein wird eine schwarze Null zu schreiben. Wir gehen aber davon aus, dass deutlich mehr Leute kommen als in den beiden bisherigen Schwimmbädern", verweist Zangerl. Offen ist derzeit noch die Nachnutzung des Silvrettacenters und des Waldschwimmbads.
Vom Tisch sind aber Überlegungen für die Silvretta Therme eine eigene Gesellschaft zu gründen. Der Betrieb wird über die Aktiengesellschaft laufen. Bei einer Ausgliederung bräuchte es wieder eigene Gesellschaften und Gremien, was laut Vorstand Zangerl zu komplex sei.

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Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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