Geld zählt
Bare Münze für die Gymnasiumschüler aus Leibnitz
- Die Beschäftigung mit Geld bringt Geld ein: 750 Euro Preisgeld für die Finanzexperten der 4hk des Leibnitzer Gymnasiums.
- Foto: Erfan Mohajer
- hochgeladen von Waltraud Fischer
In die komplexe Welt der Finanzen tauchten Schülerinnen und Schüler des Leibnitzer Gymnasiums im Rahmen der Wien-Woche ein – und gewannen dabei neben neuen Erkenntnissen echtes Geld.
LEIBNITZ. Auch die Generation Taschengeld sollte sich mit dem schnöden Mammon auseinandersetzen. So beschäftigte sich die 4hk des Leibnitzer Gymnasiums mit dem Thema Finanzen. Im Rahmen der Wien-Woche wurde ein aufschlussreicher Workshop im Financial Life Park absolviert, der einen praxisnahen Einblick in die Welt der Finanzen ermöglichte. Das Wissen wurde zusätzlich durch das interaktive Onlineprogramm Moneymatters erweitert.
„Das war der Ausgangspunkt, um beim österreichweiten KARDEA-Wettbewerb mitzumachen, der die kritische Auseinandersetzung mit der Finanzwelt zum Ziel hat“, berichtet Michaela Cziglar-Benko. Eine Gruppe beschäftigte sich intensiv mit Impulskäufen und drehte ein eindrucksvolles Video, das einen Überblick aller möglichen Impulskaufarten aufzeigt. Eine weitere Gruppe erstellte informative Lernvideos, die komplexe finanzielle Themen verständlich aufbereiteten. Die dritte Gruppe führte eine Umfrage zum Thema "Pay-to-Win-Spiele" durch, um das Bewusstsein für die Kosten von Videospielen und deren Auswirkungen auf die eigenen Finanzen zu schärfen.
Preis für die Leibnitzer
Die Qualität und Kreativität dieser Projekte beeindruckten die Jury des KARDEA-Wettbewerbs, in der unter anderem Katharina Heindl (Finanzministerium), Bettina Fuhrmann (Wirtscchaftsuniversität Wien), Georg Hans Neuweg (Kepler Universität Linz), Johannes Lindner (IFTE) und Dominik Böck (Bildungsministerium) ihre Expertise eingebracht haben. Eines der Teams des Leibnitzer Gymnasiums erreichte dabei sogar einen Preisrang. Kürzlich durften Daniel Fauland, Tobias Hofer, Leander Möstl, Niklas Rode, Markus Schipfer, Jonas Schlein, Stefan Schnabel und Julian Schreiber an der WU Wien 750 Euro Preisgeld entgegennehmen.
Mit dem Schwerpunkt zum Thema Finanzen vom einfachen Konto bis zum komplexen Kapitalmarkt ist das Leibnitzer Gymnasium wieder einmal einen Schritt voraus – so bestehen bildungspolitisch Pläne, Finanzbildung als eigenes Fach im Lehrplan der österreichischen Schulen zu verankern.
Praxis macht Schule
Schon jetzt gibt es in der Unterstufe Bankbesuche. Einige 4. Klassen und Oberstufenklassen haben bei Moneymatters, einer interaktiven Wissensvermittung über Finanzen, mitgemacht. Das Programm besteht aus sechs Basislektionen, welche die Grundlagen des Finanzwissens vermitteln: Geld, Banken, Bankkonten, Kartenzahlungen und Internetbanking, individuelle Finanzplanung, Online-Sicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaft.
Im Rahmen des Kurssystems werden Kurse zur Finanzbildung angeboten, die anspruchsvollere Themen wie innovative Zahlungsmethoden, Finanzieren und Veranlagungen, Digitalisierung sowie eine Einführung in das Unternehmertum behandeln.
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