Neuen Wiener Concert Schrammeln begeisterten in Großklein

Ein wahrer Hochgenuss wurde kürzlich in Großklein geboten. Im Rahmen der Kult5ur-Reihe waren zu Ehren des im letzten Jahr verstorbenen Harmonikaspielers Franz Strohmeier die „Neuen Wiener Concert Schrammeln“ zu Gast. Mit zwei Violinen, Kontragitarre und chromatischer Knopfharmonika gaben zunächst die vier Musiker die Wiener Heurigenmusik in Form von Tänzen, Märschen und Walzer zum Besten. Die Neuen Wiener Concert Schrammeln spielen diese Volks- und Kunstmusik aus dem 19. Jahrhundert, die auf die Brüder Johann und Josef Schrammel zurückgeht, in ihrer ureigensten Form, jedoch im Gewand unserer Zeit und überraschten mit feinen berührenden Tönen. Chansonartig beschwingt brachte dann Traude Holzer das Publikum mit humorvollen Liedern zum Schmunzeln und mit bisweilen kritischen Texten zum Nachdenken. Die Lieder wurden vor 100 Jahren auch schon so gespielt, „sind aber nie gleich, sondern erfinden sich beim Spielen immer wieder neu“, erklärte der Gitarrist Peter Havlicek. Lieder wie „Vamp von Favoriten“, „Ich glaub, ich hab Rebläus, mich juckt's überall“ und Hugo Wieners „Bin a stoaoade Frau“ rissen die ZuhörerInnen zu begeistertem Applaus hin. Als Zugabe bewegte das wunderschöne Lied vom Paradies, das nach Ausführungen über unsere menschlichen Widersprüchlichkeiten im Leben mit dem Rat endet: „Suach s´Paradies, wuascht, wo´s is!“

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