Steuerkraftkopfquote
Lebring-St. Margarethen bleibt die "reichste" Gemeinde im Bezirk

Die Marktgemeinde Lebring-St. Margarethen hat die höchste Steuerkraft-Kopfquote im Bezirk Leibnitz.
  • Die Marktgemeinde Lebring-St. Margarethen hat die höchste Steuerkraft-Kopfquote im Bezirk Leibnitz.
  • Foto: Schweiggl
  • hochgeladen von Eva Heinrich

Wie reich eine Gemeinde ist, kann man ganz gut an der Steuerkraft-Kopfquote ablesen: Die Kennzahl ist ein der wenigen Statistiken, die Finanzkraft und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Kommunen darstellen.

Sie beschreibt die jährlichen Steuereinnahmen einer Gemeinde pro Einwohner. Die Gemeindegröße spielt daher eine wesentliche Rolle: Je mehr Einwohner, desto höher ist meist die Steuerkraft-Kopfquote.

Lebring an der Spitze

Im Bezirk Leibnitz hat der jahrelang führende Industriestandort Lebring-St. Margarethen die Spitzenposition behaupten können. Dahinter folgt die Bezirkshauptstadt Leibnitz, die mit über 10.000 Einwohnern über hohe Ertragsanteile verfügt. Ebenfalls gut gereiht sind Gralla, Straß, Wagna, Wildon und Gamlitz.
Gemeinden mit höheren Agrarquoten sind eher am Ende der Reihung zu finden, wobei der (vorwiegende) Tagestourismus in der Weinstraße eine leichte Aufbesserung der Gemeindeeinnahmen bringt.

Auswirkung der Krise

Die Steuerkraft-Kopfquoten und damit die Finanzkraft der Gemeinden werden sich mit der Corona-Krise in vielen Gemeinden stark verändern. Gehen dauerhaft Arbeitsplätze verloren, entgehen den Gemeinden damit Kommunalsteuern. Die Ertragsanteile aus Bundessteuern sind unsicher, der neue Finanzausgleich wird daher doch nicht heuer, sondern erst in zwei Jahren verhandelt. Statt steigender Ertragsanteile, die bis 2024 prognostiziert waren, rechnet man in der Steiermark im Mai mit einem Fünftel weniger. Der steirische Gemeindebund rechnet für das ganze Jahr mit einem Minus von mindestens zehn Prozent, das wären 150 Mio. Euro weniger für die Gemeinden. Überbrückungskredite für Gemeinden wurden im Landtag bereits beschossen. Auch kostengünstige Darlehen werden beim Bund besprochen.

Im Ranking der Gemeinden des Bezirkes Leibnitz sieht das Ergebnis dann folgendermaßen aus (Steuerkraft-Kopfquote; Veränderung in Prozent zu 2018):

  • Lebring-St. Margarethen: 1.924 (+6,9%)
  • Leibnitz: 1.520 (+6,4%)
  • Gabersdorf: 1.494 (+13,0%)
  • Gralla:  1.415 (+9,4%)
  • Tillmitsch: 1.397 (+15,8%)
  • Kitzeck: 1.367 (+16,9%)
  • Schwarzautal: 1.347 (+3,6%)
  • Gleinstätten: 1.250 (+2,5%)
  • Ehrenhausen: 1.250 (+6,6%)
  • Straß: 1.244 (+3,1%)
  • Lang: 1.239 (+10,2%)
  • Wildon: 1.211 (+0,4%)
  • Ragnitz: 1.194 (+6,5%)
  • St. Veit: 1.153 (+7,0%)
  • Gamlitz: 1.143 (+6,7%)
  • Wagna: 1.137 (-2,8%)
  • Arnfels: 1.128 (+5,6%)
  • St. Nikolai im Sausal: 1.089 (+9,8%)
  • Empersdorf: 1.088 (+3,2%)
  • Großklein: 1.071 (+4,6%)
  • Heimschuh: 1.070 (+6,9%)
  • Allerheiligen bei Wildon: 1.070 (+9,2%)
  • St. Georgen an der Stiefing: 1.056 (+6,5%)
  • Heiligenkreuz am Waasen: 1.046 (+7,2%)
  • St. Andrä-Höch: 1.044 (+6,8%)
  • Leutschach: 1.039 (+4,9%)
  • St. Johann im Saggautal: 1.015 (+5,2%)
  • Oberhaag: 1.010 (+6,0%)
  • Hengsberg: 1.004 (+2,4%)


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