29.03.2017, 14:45 Uhr

Arbeitsreiches Jahr für Bergwächter

Für die Berg- und Naturwächter des Bezirkes Leibnitz war es an der Zeit, Bilanz über das Jahr 2016 zu ziehen. Viele Stunden an investierter Freizeit zum Schutze unserer Natur stechen dabei heraus.

Ein Jahr ist rum und so galt es nun für die Steirische Berg- und Naturwacht Bezirk Leibnitz, Bilanz über das vorhergehende zu ziehen. Dies geschah am 25. März 2017 im Rahmen des Bezirkstages im Kulturzentrum von Leibnitz. Es herrschte großer Andrang, nahmen rund 65 Personen teil und füllten so den Saal bis nahezu auf den letzten Platz. Und 2016 war durchaus ein erfreuliches Jahr. In den acht Leibnitzer Ortseinsatzstellen (Ehrenhausen, Heiligenkreuz, Lebring, Leibnitz, Leutschach, St. Georgen-Ragnitz, St. Johann und Wolfsberg) der Steirischen Berg- und Naturwacht sind mittlerweile 85 Bergwächter und 13 Anwärter tätig. Besonders hervorzuheben ist dabei die Entwicklung in puncto weiblicher Mitglieder: So sind bereits sechs Damen als angelobte Bergwächterinnen und drei in der Anwartschaft tätig.

Doch wie in vielen Bereichen des Lebens gibt es natürlich auch Spezialisierungen für ein jeweiliges Fachgebiet. So sind im Bezirk gleich 15 Gewässeraufsichtsorgane unterwegs und sehen nach dem Rechten. Des Weiteren sorgen fünf Mitglieder für den naturschutzrechtlich korrekten Ablauf bei Motorsportveranstaltungen. Weitere fünf haben sich im Umgang und der Handhabung mit Schlangen spezialisiert. Und vier Kameraden vertieften ihre Arbeit in Bezug auf Ameisen – vom richtigen Umsiedeln bis hin zur Beobachtung der Tiere reicht dabei ihr Arbeitsspektrum.
Doch was wäre ein solcher Jahresbericht ohne wirklich aussagekräftige Zahlen. Alle acht Ortsstellen des Bezirkes Leibnitz investierten im Vorjahr ganze 6.703 Stunden ihrer Freizeit in den Schutz unserer Umwelt. Dabei legten sie nicht weniger als 26.460 Kilometer zurück. Betreut werden dabei unter anderem elf Naturschutzgebiete auf einer Gesamtfläche von zirka 470 Hektar, 16 geschützte Landschaftsteile wie die Hallstattzeitliche Siedlungszone in Großklein und gleich 36 Naturdenkmäler. Doch einer der wichtigsten Parts ist und muss auch in Zukunft die Weiterbildung sein. Und allein dabei verbrachten die Mitglieder rund 950 Stunden an Zeit. Ein weiterer wichtiger Teil ist die Projektarbeit mit verschiedensten Organisationen, Behörden aber auch Schulen und Kindergärten. Beispielsweise der jährliche Aufbau der Krötenzäune zum Schutz der Amphibien ist von enormer Wichtigkeit. Ebenso der Bau von Nist- und Brutkästen für die heimischen Vögel. Rund 1480 Stunden an Zeit und Arbeit verbrachten die Bergwächter mit solchen Projektarbeiten.


Beeindruckende Leistungen

Von diesen Zahlen und Leistungen zeigten sich alle versammelten Ehrengäste in ihren kurzen Grußworten beeindruckt und bedankten sich im selben Atemzug auch dafür. Angeführt von Landtagsabgeordnete Mag. Bernadette Kerschler, über die für den verhinderten Bezirkshauptmann in Vertretung erschienene Elisabeth Skorianz, St. Georgens Bürgermeister, Bezirksjägermeister sowie Bezirksnaturschutzbeauftragter Ing. Mag. Wolfgang Neubauer, Landesleiter der Steirischen Berg- und Naturwacht Ing. Heinz Pretterhofer, Deutschlandsbergs Bezirksleiter Mag. Martin Povoden bis hin zur Referentin für Europaschutzgebietsbetreuung Mag. Andrea Bund lauschten alle den Ausführungen vom Leibnitzer Bezirksleiter Johann Reiter. Höhepunkt des Bezirkstages waren dann die Ehrungen für langjährige und verdiente Mitglieder. Den goldenen Abschluss dieses informativen und geselligen Vormittags bildete dann das gemeinsame Mittagessen.

Alle Fotos: Berg- und Naturwacht
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