14.11.2016, 09:03 Uhr

Bundestagung der Musikerzieher im Schloss Seggau

LAbg. Peter Tschernko, LR Mag. Ursula Lackner, Dir. Detlef Gruber
Am vergangenen Wochenende begrüßte Detlef Gruber als „Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Musikvolksschulen“ die Mitglieder aus allen Bundesländern zur 28. Fortbildungsveranstaltung, die heuer in der Steiermark stattfand. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung von Musik in jedweder Form für die förderliche Entwicklung menschlichen Lebens, wie die Gehirnforschung bereits nachgewiesen habe.

Seit 30 Jahren Schulversuch

Man glaubt es kaum, aber schon seit dreißig Jahren läuft österreichweit der Schulversuch unter dem Titel „Volksschulen mit musikalischem Schwerpunkt“, aber noch immer haben diese positiven Erfahrungen keine entsprechende gesetzliche Wertschätzung erfahren.
Bürgermeister Helmut Leitenberger begrüßte ebenso herzlich die Gäste und ließ nicht nur seine musikalische Vergangenheit aufblitzen – er machte immerhin 27 Jahre Tanzmusik mit unterschiedlichen Gruppen – sondern hob auch die Vielseitigkeit der Stadt Leibnitz hervor, als „Musterstadt“ (mit Thomas Muster), als Einkaufsstadt, als Schulstadt, als Tagungsort und auch als erfolgreiche Musikstadt.
Die Vizerektorin der Pädagogischen Hochschule in Graz, Mag.Dr. Regina Weitlaner, berichtete, dass in musikalisch geförderten Klassen erfahrungsgemäß bessere Chancen für Gewalt-und Aggressionsprophylaxe gegeben seien. Außerdem sollten möglichst alle Schulkinder die Möglichkeit erhalten, ein Musikinstrument zu erlernen, weil damit die Koordinationsfähigkeit sowie das abstrakte und komplexe Denken gefördert und Aufmerksamkeitsdefizite abgebaut werden. Daher müsste man der Musik einen höherer Stellenwert im Fächerkanon zubilligen.

Gute Nachrichten

Vom Bundesministerium für Bildung kam aus Wien Sektionschef Kurt Nekula mit neuen Informationen, nämlich, dass in der laufenden Grundschulreform folgende Schwerpunkte gesetzt werden: die Interessen- und Begabungsförderung, Qualität vor Quantität, das projektorientierte Lernen sowie differenzierte Förderung.
Und dann folgte von ihm eine Aussage, die begeisterten Applaus auslöste: Der nun schon 30- jährige Schulversuch der Musikvolksschulen soll ins Regelschulwesen übernommen werden, neue pädagogische Konzepte samt regionalen Möglichkeiten sollen in die Breite gehen und die Lehrpläne würden weiterentwickelt.
Mögen seine Worte in Erfüllung gehen.
Die Auftaktveranstaltung des 5-tägigen Seminars wurde festlich umrahmt von musikalischen Beiträgen der Musik-Volksschulen Wildon, Graz-St. Peter und Retznei.
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 14.11.2016 | 11:12   Melden
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