22.12.2017, 09:29 Uhr

Lebensmittelverschwendung zu den Feiertagen bitte vermeiden

(Foto: Creative commons/Sporkist)

In keiner anderen Zeit des Jahres wird so viel Essen in den Müll geworfen wie zu Weihnachten und Silvester.

Österreichweit landen das ganze Jahr über Lebensmittel im Wert von 150 Millionen Euro auf dem Müll, ein Fünftel davon zu Weihnachten in der Höhe von etwa 30 Millionen Euro. Weltweit werden etwa ein Drittel der gesamten Lebensmittelerzeugnisse vernichtet. Dabei sollte das Essen, das wir zu Weihnachten genießen, gerade in dieser besinnlichen Zeit einen besonderen Stellenwert haben.

Agrarlandesrat Johann Seitinger appelliert daher an alle Konsumenten, in der Weihnachtszeit bewusster und mit mehr Verantwortung einzukaufen und dabei die Verzehrmenge nicht zu überschätzen. Seitinger: „Gerade zu Weihnachten sollte neben dem Genuss auch das Gewissen mitschwingen. Die kulinarische Schatzkammer der Steiermark bietet nämlich alles, was das Herz begehrt.“

Festtagsmahl

Seitinger: „Jedem Menschen sei ein köstliches Festmahl zu Weihnachten und Silvester gegönnt, was aber nicht heißen muss, dass eine Unmenge davon in der Biotonne landen muss.“ Denn auch mit übriggebliebenen Lebensmitteln lassen sich köstliche Gerichte, wie ein G’röstl, nach Weihnachten zaubern. Der schnelle Griff zu einem Rezeptbuch – wie etwa eines von Willi Haider – fördert dabei die Kreativität beim Kochen. Zudem betont er die Wichtigkeit dessen, die heimische Qualität vor die Masse zu stellen sowie auf Regionalität und Saisonalität der Lebensmittel zu achten ist.

Ökologischer Fußabdruck

Denn regionale Produkte haben nicht nur den Vorzug der besseren Qualität, sondern helfen dabei, den ökologischen Fußabdruck niedrig zu halten. Als Beispiel sei dabei der steirische Apfel zu nennen. Dieser legt nämlich vom Baum bis zum Teller der Konsumenten im Schnitt nur 30 Kilometer zurück, wohingegen ein Granny Smith Apfel aus Australien etwa 17.000 Kilometer zurücklegt; oder Lammfleisch aus Weiz, das gerade einmal 40 Kilometer nach Graz und eines aus Neuseeland etwa 18.000 Kilometer braucht. Zudem sichert man mit dem Kauf von heimischen Produkten tausende Arbeitsplätze: Wenn man lediglich ein Drittel der aus dem Ausland importierten Lebensmittel im Einkaufswagen durch heimische ersetzt, wären das alleine in der Steiermark etwa 6.000 Stellen.

Mülltrennchaos

Ein weiteres Problem in der Weihnachtszeit laut Seitinger sei Mülltrennung. Die steirische Abfallwirtschaft stößt jedes Jahr aufgrund der Unmengen an entstandenem Abfall an ihre Grenzen. Durch die Trennung des falsch entsorgten Mülls entstehen der Abfallwirtschaft immense kosten. Auch hinsichtlich der Trennmoral während den Feiertagen appelliert daher Nachhaltigkeitslandesrat Seitinger an die Bürger, auf die Mülltrennung zu achten.
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