Das Backbuch für den guten Zweck

"Süßes und pikantes Backen": Eva-Maria Lipp, Andrea Steinberger und Elisabeth Pless, Geschäftsführerin des Institutes für Epilepsie in Graz (von links).
  • "Süßes und pikantes Backen": Eva-Maria Lipp, Andrea Steinberger und Elisabeth Pless, Geschäftsführerin des Institutes für Epilepsie in Graz (von links).
  • hochgeladen von Astrid Höbenreich

ST. MICHAEL. Mit viel Spannung und Vorfreude wurde es erwartet, nun ist es soweit: Mit einer Auflage von 4000 Stück erblickte das Charity-Kochbuch „Pikantes und süßes Backen“ das Licht der Welt, mit dessen Erlös die erste nichtmedizinische Beratungsstelle für Epilepsie in Österreich aufgebaut werden soll. Das Backbuch ist ein spezielles „Baby“ von Andrea Steinberger aus St. Michael, die als betroffene Mutter seit Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterin des Grazer Institutes für Epilepsie (IfE) sowie des Vereines Interessensgemeinschaft Epilepsie Österreich ist und sich für mehr Beratung und Wissen über diese Erkrankung in der Bevölkerung stark macht. „Epilepsie ist nach wie vor mit zahlreichen Vorurteilen behaftet und auch heute noch oft ein Hinderungs- und Diskriminierungsgrund, vor allem in der Schul- und Arbeitswelt“, erklärt Steinberger. Kaum jemand wisse genügend über epileptische Anfälle, die jeden von uns jederzeit treffen können. Um diesen Wissensmangel auszugleichen und vor allem Betroffene, deren Angehörige, Lehrer oder Arbeitgeber besser unterstützen zu können, wird nun vom IfE die erste nichtmedizinische, dringend nötige Epilepsie-Beratungsstelle Österreichs mit Sitz in Graz aufgebaut.

Spendenabhängig

Da die gemeinnützige GmbH großteils spendenabhängig ist, hatte Andrea Steinberger die Idee, ein Charity-Backbuch auf den Markt zu bringen, um der Beratungsstelle die finanzielle Basis zu sichern. „Wir sind erst kürzlich in die Georgigasse gesiedelt und hier müssen die Räumlichkeiten adaptiert und vor allem das WC behindertengerecht umgebaut werden“, lässt Elisabeth Pless, IfE-Geschäftsführerin und zertifizierte Epilepsieberaterin einblicken. Mit dem Erlös des Buches hoffe man, unter anderem diese Vorhaben umzusetzen. „Das 112 Seiten starke Buch beinhaltet 105 bebilderte Rezepte für pikantes und süßes Backen. Es sind teils einfache Rezepte, etwa für kurzfristig angesagten Besuch oder auch für Kindergeburtstage“, so Pless. Die Rezepte stammen von Hobbyköchen, aber auch von Ex-Bundespräsidentengattin Margit Fischer sowie Eva-Maria Lipp, Leiterin der Frischen Kochschule Leoben. „Ich finde die Idee des Charity-Buches großartig und meine Mitarbeit daran sehe ich als Teil meiner persönlichen Spende an das Institut. Ich weiß, wie schwer es für ehrenamtlich tätige Menschen ist, finanzielle Unterstützung zu erhalten“, so Eva-Maria Lipp.

Ideales Weihnachtsgeschenk

Die große Hoffnung liege nun darin, dass möglichst viele Menschen das Backbuch zum Preis von 18 Euro als Mitbringsel beziehungsweise Weihnachtsgeschenk erwerben. „Schön wäre es auch, wenn Firmen das Buch als Geschenk für ihre Mitarbeiter kaufen würden. Das Buch beinhaltet nicht nur tolle Rezepte, sondern transportiert auch unsere Botschaft bezüglich Epilepsie“, betont Elisabeth Pless. Zu bestellen ist das Buch über tanja.doritsch@epilepsieundarbeit.at oder unter der Telefonnummer +43 664 / 60177-4110.

Text und Foto: Astrid Höbenreich

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