Betriebsbesuche
Kapfenberg punktet mit Tradition & Innovation
- Helene Zand von der Grünen Wirtschaft mit Landessprecherin Andrea Kern und Franz & Claudia Matauschek (v. l. n. r.)
- Foto: Grüne Wirtschaft 2026
- hochgeladen von Anna Fras
Grüne Wirtschaft-Landessprecherin Andrea Kern und ihr Team besuchten am 22. Juni in Kapfenberg zwei besondere Betriebe. Die erste Station war die manufaktur matauschek, die auf Aluminium-Fenster und -Wintergärten spezialisiert ist und in vierter Generation geführt wird. Die Fenstersysteme werden nicht nur vollständig in Österreich gefertigt, sondern sind alle Auftragsarbeiten – das heißt, es wird nur nach Bedarf produziert. Die Mitarbeiter:innen sind das essentielle Rückgrat der Firma, da die Produkte in Handarbeit hergestellt werden. Auch sonst wird auf Nachhaltigkeit geachtet: Etwa 80 % der Fensterprofile bestehen aus recyceltem Aluminium, der gesamte Strom für die Fertigung kommt von der hauseigenen 2.900 m2 großen PV-Anlage und man arbeitet hauptsächlich mit regionalen Partnerbetrieben zusammen.
Die zweite Station war das ECE - Einkaufs Centrum Europaplatz, in dem auch der Verein „Gute Geschichte“ tätig ist. Das Einkaufszentrum wurde vor 24 Jahren von Heribert Krammer gegründet und befindet sich in einem stetigen Wandel. Seit September 2024 ist das ECE mehr als nur ein Ort zum Einkaufen: Unter dem Motto „Vom Einkaufszentrum zum Gemeinwohlzentrum“ bringt sich Sohn Christoph Krammer ein. Angeboten werden täglich mehrere Veranstaltungen, also pro Monat etwa 120 – von Karaoke, Sprachkurs und Yoga über Flohmärkte bis hin zu Tanzabenden und Konzerten. Somit ist das ECE im Stadtzentrum auch ein Begegnungs- und Veranstaltungsort geworden. Diese inhaltliche Erweiterung kommt auch den Geschäften vor Ort zugute und zeigt sich an den Umsätzen.
„Im Rahmen von „Grüne Wirtschaft on Tour“ zeigt sich, dass viele Unternehmen seit Corona umdenken mussten und vor neuen wirtschaftlichen sowie unternehmerischen Herausforderungen stehen. Es wird weniger investiert bzw. gekauft – die Auftragslage ist schwieriger, und Geschäfte sperren zu oder siedeln ab. Die Besuche haben uns gezeigt, wie man diesen Problemen kreativ begegnen kann: Zum Beispiel durch die Einbindung der Mitarbeitenden oder die alternative Nutzung von Leerständen im Einkaufszentrum für gemeinwohlorientierte Veranstaltungen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen wider“, so Andrea Kern, Landessprecherin der Grünen Wirtschaft Steiermark.
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