Erzwanderweg
Leobener Kneippgruppe erwanderte die Geschichte des Erztransports
- Die Kneipp-Wandergruppe vor der ehemaligen Römerstraße bei der Laurenzi Röstanlage in Vordernberg.
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Der Erzwanderweg vom Präbichl nach Vordernberg und ein Besuch des Radwerkes IV standen im Mittelpunkt einer Wanderung des Kneipp-Aktiv-Clubs Leoben.
VORDERNBERG. Unsere Region ist auch heute noch von der Eisenindustrie geprägt, wie die modernen Werksanlagen der Voestalpine beweisen. Aber wie war das früher, als in Vordernberg die Hochöfen rauchten?
Der Erzwanderweg gab kürzlich einer Wandergruppe des Kneipp-Aktiv-Clubs Leoben einen Einblick in die Geschichte des Erztransports vom Präbichl nach Vordernberg.
Johann Dulnig, Bergverwalter in Vordernberg und Schwager von Erzherzog Johann, baute 1844 bis 1847 mit der "Dulnigschen Erzförderbahn" ein damals weltweit einzigartiges Erztransportsystem. Sie ersetzte die alte Erzförderung mittels Pferdefuhrwerken und transportierte das Erz des Steirischen Erzbergs vom Präbichl über die Erzförderanlage nach Vordernberg zu den Radwerken.
- Brigitte Schranz vom Radwerk IV gab der Kneipp-Wandergruppe einen fundierten Einblick in die Geschichte des Erztransports.
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Revolutionäre Technik
"Die Förderanlage bestand aus einem durchgehenden Schienensystem mit fünf Horizontalbalken und zwei Schrägaufzügen, den sogenannten Bremsbergen, sowie Erzmagazinen, Halden und einer Röstanlage", berichtete Museumsführerin Brigitte Schranz der Kneipp-Gruppe.
Nach der Wanderung, bei der dem Kneippgedanken entsprechend eine Labestation an der Kneippanlage nahe den Almhäusern nicht fehlen durfte, ging es in das "Dienstzimmer" von Brigitte Schranz, in das Radwerk IV in Vordernberg. Es ist der einzige in seiner Gesamtheit erhaltene Holzkohlehochofen der Welt. Erhalten ist nicht nur die Hülle, sondern die vollständige Einrichtung mit Röstöfen, Erzhunten, Gichtkübel, Wasserrad, Blasformen und Flossenbett.
- Staunende Blicke im einzigen weltweit erhalten Holzkohlehochofen der Welt.
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"Die Augen geöffnet"
Die Erkenntnis eines Teilnehmer der Erzwanderung über diesen interessanten Ausflug: "Ich bin schon unzählige Male mit dem PKW die Straße zum Präbichl hinaufgefahren, ohne zu wissen, welch eindrucksvolle technische Pionierleistung hier im 19. Jahrhundert stattgefunden hat. Dieser historische Wanderweg hat mir die Augen geöffnet, welche bahnbrechende Entwicklungen hier eingeleitet wurden. Wir können stolz sein, dass mit dem Radwerk IV in Vordernberg der einzige vollständig erhaltene Holzkohlehochofen der Welt steht."
Erfreut war die Kneipp-Wandergruppe auch über die aufmerksame kulinarische Betreuung von der Familie Schönegger-Marschnig im Gasthof "Schwarzer Adler" in Vorderberg.
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