Damit es erst gar nicht so weit kommt

Ulrike Gottlich, Andrea Sampathkumar, Ulrike Fuchs, Leo Payr, Verena Leutgeb und Ulrike Spindler (v.l.) bei der Auftaktveranstaltung in Leoben.
  • Ulrike Gottlich, Andrea Sampathkumar, Ulrike Fuchs, Leo Payr, Verena Leutgeb und Ulrike Spindler (v.l.) bei der Auftaktveranstaltung in Leoben.
  • Foto: KK
  • hochgeladen von Astrid Höbenreich

LEOBEN. Rund 800.000 Menschen nehmen sich jährlich weltweit das Leben, das bedeutet, dass alle 40 Sekunden ein Mensch durch die eigene Hand stirbt. In Österreich nahmen sich im Jahr 2015 genau 1.251 Menschen das Leben (im Vergleich dazu: Bei Verkehrsunfällen starben 486 Personen). Die Steiermark nimmt mit 238 Todesfällen durch Suizid eine traurige Spitzenposition im österreichweiten Vergleich ein.

Anstieg im Bezirk

Auch der Bezirk Leoben – 2015 gab es neun Suizide und zahlreiche Versuche - bleibt davon nicht verschont. „Leider mussten wir in den vergangenen Tagen wieder verstärkt zur Kenntnis nehmen, dass im Bezirk Leoben die Zahl der Suizide und Suizidversuche beträchtlich angestiegen ist. Wir müssen daher alles unternehmen, um diese negative Entwicklung zu stoppen“, sagt Walter Kreutzwiesner, Leobens Bezirkshauptmann. Umso erfreulicher ist es, dass das Projekt „Go-on Suizidprävention Steiermark“, das 2011 in Murau und Hartberg startete und im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag ebenfalls etabliert ist, nun auch auf die Regionen Leoben, Liezen-Ost sowie Voitsberg ausgedehnt wird.

Fälle verhindern

„Ich bin überzeugt davon, dass dieses Projekt uns einerseits die Möglichkeit bietet, die vielfältigen Ursachen für die hohe Suizidversuchsrate im Bezirk Leoben zu identifizieren, andererseits uns aber auch Wege aufzeigen wird, wie wir in Zukunft sehr frühzeitig viele solcher Fälle verhindern können“, so Kreutzwiesner.
Das Kompetenzzentrum für Suizid-Prävention wird in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen zum Thema Suizidprävention und seelische Gesundheit anbieten.

Enttabuisieren

Vorträge und Workshops sind nach Vereinbarung in öffentlichen als auch geschlossenem Rahmen möglich. Um das Thema Suizid zu enttabuisieren, werden Mythen angesprochen, Informationen zur Entstehung und Bewältigung von Krisen vermittelt, Risikogruppen und Warnsignale benannt und die Erkrankung Depression als spezieller Risikofaktor besprochen. „Weiters werden Hilfen erläutert und Möglichkeiten der Selbstvorsorge aufgezeigt. Denn Wissen hilft“, betonen Ulrike Fuchs, Andrea Sampathkumar und Ulrike Spindler vom Regionalteam Leoben.

INFO

Ulrike Fuchs, Andrea Sampathkumar und Ulrike Spindler sind die Ansprechpartner der Suizidprävention in der Region Leoben.
In regelmäßigen Abständen werden kostenlose Veranstaltungen wie Vorträge und Workshops zum Thema abgehalten, in denen gelehrt wird, Krisen bei Betroffenen frühzeitig zu erkennen und richtig darauf zu reagieren.
Das Angebot richtet sich an die Allgemeinbevölkerung, öffentliche Einrichtungen und Schulen, aber auch an spezifische Berufsgruppen und Organisationen (Ärzte, Psychologen, Pflegekräfte, Polizisten, Journalisten u.v.m).
Das Team der Region Leoben ist unter der Telefonnummer 0664/ 88 54 88 76 sowie unter der Mailadresse le@suizidpraevention-stmk.at erreichbar.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen