Aufregung um "Trauncenter"

Elisabeth Welzig mit einem Anrainer an das zukünftige Geschäftszentrum, Wolfmar Schauer.
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  • Elisabeth Welzig mit einem Anrainer an das zukünftige Geschäftszentrum, Wolfmar Schauer.
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Das Proponenten-Komitee gegen das Geschäftszentrum ("Trauncenter") in Bad Aussee geht nun auf die Straße und sammelt Unterschriften. "Man hat uns die Listen regelrecht aus der Hand gerissen", wird behauptet. Innerhalb von zwei Wochen Sammelaktionen kamen mehr als 1.500 Unterschriften zusammen. Auch
Gäste und Zweitwohnsitzer haben unterschrieben.

2.000 als Ziel
Bis zur kommenden Gemeinderatssitzung im September will man mehr als 2.000 Unterschriften gegen das Geschäftszentrum eingeholt haben, sagt Elisabeth Welzig, Gemeinderätin der Ausseer Grünen. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es auch eine Online-Petition.

Drohungen
Neben einer unverständlichen Entkräftung der fachlichen Einwände zu diesem Projekt ortet das Proponenten-Komitee auch demokratiepolitische Bedenken. Es werden Gegnern "gerichtliche Konsequenzen" seitens des Landes angedroht. Auch der ehemalige WK-Obmann Herbert Laimer spricht sich entschieden gegen das Geschäftszentrum aus. "Die Gemeinde hat die Struktur des Ortes im Auge zu haben und nicht die Anzahl der Geschäfte", so Laimer. Aussee hätte ein räumlich begrenztes Einzugsgebiet als Handelszentrum. Noch mehr Geschäftsfläche würde die Handelslandschaft im Ort zerstören, denn "Aussee ist kein Einkaufsparadies", so der ehemalige Wirtschaftskammer-Obmann. Laimer setzt harsch nach: "Die ÖVP-Bauern haben keine Ahnung vom Geschäftsleben".

Alpenkonvention
Auch der ehemalige Tourismus-Chef, Hermann Rastl, sitzt im Proponenten-Komitee. Rastl betont, dass die Stimmen der Auswärtigen wichtig seien, die sagen, es wäre tourismusschädlich, was hier gebaut werden soll. Und er betont, Aussee wurde Alpenstadt und "einmal Alpenstadt, immer Alpenstadt". Man habe sich an die Alpenkonvention zu halten, was Rastl wie auch Ex-Vizebürgermeisterin Sieglinde Köberl im Bau des Geschäftszentrums an der Traun nicht erfüllt sieht.
Chance wahrnehmen
GR Elisabeth Welzig erwartet sich von den Gegenstimmen eine Steigerung der Chance, das Projekt politisch zu verhindern. Und sie rät Bgm. Franz Frosch, selbst Unterschriften von Befürwortern dieses Projektes zu sammeln. Denn das Proponenten-Komitee zweifelt generell an der breiten Zustimmung dieses Bauvorhabens - weder von der Bevölkerung noch von Seiten des Landes Steiermark.
Die Proponenten werden wie folgt angeführt: Elisabeth Welzig, Helga Brandauer-Rastl, Sieglinde Köberl, Herbert Laimer und Eva Ribitsch-Solar.

Autor:

Angelika Marianne Wohofsky aus Liezen

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