Angebot in Liezen
Kostenlose Begleitung, die junge Familien mit Babys entlastet
- Die Frühen Hilfen sind ein kostenloses Angebot für (werdende) Familien mit Kindern von 0-3 Jahren in ganz Österreich.
- Foto: Jugend am Werk
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Die Frühen Hilfen sind ein kostenloses Angebot, das in der Schwangerschaft und bis zum 3. Lebensjahr des Kindes genutzt werden kann. Zwei Familien aus der Region erzählen, wie die Begleitung sie entlastet hat.
LIEZEN. „Schwangerschaft und Leben mit einem Kleinkind sind eine Herausforderung und das ist völlig normal“, sagt Heike Weber, Teamleiterin der Frühen Hilfen Liezen bei Jugend am Werk Steiermark. „Über die Frühen Hilfen können wir kostenlos unterstützen: Unsere Familienbegleiterinnen beraten auf Wunsch zuhause, in den Beratungsräumlichkeiten oder auch telefonisch. Egal, ob es um persönliche, gesundheitliche, familiäre oder finanzielle Themen geht, die Frühen Hilfen sind da.“ Dabei übernehmen die Familienbegleiterinnen auch eine Lotsenfunktion und vermitteln an passende weiterführende Angebote in der Region. „Wichtig ist: Wir unterstützen auch, wenn Eltern noch gar nicht genau beschreiben können, was sie konkret brauchen.“
- Die Frühen Hilfen unterstützen Familien kostenlos ab der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des Kindes.
- Foto: pixabay / 5921373
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Ängste vor der Zukunft, finanzielle Sorgen
So ging es etwa Lena G.*, die sich während der Schwangerschaft bei den Frühen Hilfen meldete. Ängste vor der Zukunft, finanzielle Sorgen, aber auch mögliche medizinische Herausforderungen und die Frage, wie und ob die Rolle als Mutter erfüllt werden kann, beschäftigten G. Über die Frühen Hilfen fand sie Unterstützung: „Meine Familienbegleiterin hat mir Halt gegeben. Ich konnte mich über meine Ideen, Wünsche und Vorstellungen vom Mutterwerden austauschen. Man hörte mir zu. So konnte ich gestärkt ins letzte Trimester gehen – auch immer in dem Wissen, dass ich mich wieder an die Frühen Hilfen wenden kann, bevor es mir zu viel wird.“
- Familienbegleiterinnen der Frühen Hilfen beraten und entlasten Eltern in herausfordernden Lebenssituationen.
- Foto: unsplash / freestocks
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Das zweite Kind, eine herausfordernde Schwangerschaft, ein Notkaiserschnitt und eine emotional erschöpfte Familie: Bei Familie S.* war die Ausgangslage ganz anders und doch konnten die Frühen Hilfen gut unterstützen. „Als ich nach der Geburt mit meinem zweiten Kind zuhause war, merkte ich, dass mich der Alltag sehr erschöpfte. Nach einigen Wochen wurden meine Ängste immer mehr und ich meldete mich bei den Frühen Hilfen. Ich fühlte mich erleichtert und gleichzeitig schuldig, weil ich das Gefühl hatte, versagt zu haben. Aber die Familienbegleiterin hat meine Geschichte und mich sehr ernst genommen. Mit professioneller Begleitung konnten mein Partner und ich wieder eine gemeinsame Basis finden, das hat unseren Alltag erleichtert.“ Frühe Hilfen sind finanziert von Bund, Ländern sowie Kranken- und Pensionsversicherungsträgern. Der Auf- und Ausbau wurde von der Europäischen Union – NextGenerationEU finanziert. In der Steiermark setzt das Angebot Jugend am Werk Steiermark GmbH und LebensGroß im Auftrag der Österreichischen Gesundheitskasse um. www.jaw.or.at und www.fruehehilfen.at *Namen geändert
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