Vor der Wahl
Jugendliche erhielten Einkaufsgutscheine von Partei
- In Öblarn wird darüber diskutiert, ob Gutscheine im Vorfeld der Wahl einen Einfluss auf die Stimmabgabe haben könnten.
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In Öblarn wird neben dem Losentscheid über ein Mandat auch über Einkaufsgutscheine für Jungwählerinnen und -wähler diskutiert.
ÖBLARN. Bei einer Wahl zählt bekanntlich jede Stimme – doch manchmal kommt es vor, dass trotzdem eine einzige fehlt. So geschehen bei der Gemeinderatswahl am vergangenen Sonntag. Denn im weststeirischen Hirschegg-Pack und auch in Öblarn musste das Los über die endgültige Mandatsverteilung entscheiden.
Zusätzliche Spannung
In der Marktgemeinde Öblarn hatten sowohl die ÖVP auf den achten Sitz als auch die SPÖ auf das sechste Mandat den selben Anspruch. In solchen Fällen sieht das Wahlrecht vor, dass das Los über die Vergabe entscheidet. Als Glücksfee fungiert üblicherweise das jüngste Mitglied der Wahlkommission. Diese Position nahm Jakob Gruber von der SPÖ ein – und er bewies für seine Partei ein glückliches Händchen. Denn er bescherte den Sozialdemokraten das sechste Mandat.
- Der ÖVP-Politiker Franz Zach ist Bürgermeister der Marktgemeinde Öblarn.
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Die Volkspartei steht nun bei sieben und verlor damit die absolute Mehrheit. Der aktuelle Bürgermeister Franz Zach meint zu diesem Vorgang trocken: "Was soll ich sagen, es ist nun mal so rechtlich vorgesehen." Die FPÖ hält bei zwei Mandaten und könnte jetzt eine entscheidende Rolle in den Koalitionsgesprächen spielen.
Gespräche werden bald aufgenommen
Zwischen den Listen hat es bisher noch keinen Austausch gegeben. Roland Nerwein, Spitzenkandidat der SPÖ, sieht jedenfalls eine "gute Ausgangslage" für seine Partei. Er wolle mit beiden Parteien Gespräche führen.
- Roland Nerwein von der SPÖ will nun sowohl mit der ÖVP als auch der FPÖ Gespräche führen.
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Nach der Wahl kam in der Gemeinde vereinzelt Kritik an den Methoden der Wahlwerbung der SPÖ auf. Jungwählerinnen und -wähler erhielten nämlich im Vorfeld "Öblarner Einkaufsgold" im Wert von zehn Euro. Nerwein meint daraufhin angesprochen: "Das ist billigster Populismus. Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden." Außerdem sei das nichts Ungewöhnliches: Eine andere Partei im Bezirk Liezen hätte beispielsweise die Jugend zum Pizzaessen eingeladen.
ÖVP-Bürgermeister Franz Zach "wolle nichts dazu sagen. Es müssen alle selber entscheiden, wie sie den Wahlkampf führen." Wie die Koalitionsgespräche geführt werden, das werden wir in den nächsten Tagen und Wochen sehen.
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