30.09.2014, 00:30 Uhr

Bad Aussee saniert Volksschule um 6 Millionen Euro

Für die Neuerrichtung der Volksschule wird Bad Aussee ein 25-jähriges Darlehen aufnehmen, erklärte Franz Frosch.

Die Generalsanierung der Volksschule von Bad Aussee wurde einstimmig beschlossen.

"Wenn wir nicht langfristig denken, dann werden wir nie mehr Großprojekte angehen können", erklärt Bad Aussees Bürgermeister Franz Frosch während der vergangenen Gemeinderatsitzung seinen Vorschlag die prognostizierten Baukosten von knapp mehr als 6 Millionen Euro per Darlehen für die Generalsanierung der Volksschule in Bad Aussee zu lukrieren.
Und diese "Untermeuerung" war notwendig, denn als gänzlich selbstverständlich nahmen es die Gemeinderäte der Alpenstadt - trotz des sozialen Charakters der Angelegenheit - anfänglich nicht, sich in derartige Unkosten zu stürzen. Sinkende Ertragsanteile (aufgrund der sinkenden Bevölkerungszahl) bei gleichzeitig "explodierenden" Sozialhilfeverbandsumlagen wurden von Vertretern der Opposition ebenso wie von Vertretern der "Bürgermeisterkoalition" zur Diskussion gestellt.
Außerdem müsse man sich der Tatsache bewusst sein, dass sich die, von der Landesregierung zugesagte, 50-Prozent-Förderung (ausgezahlt über zehn Jahre hinweg in 300.000er-Tranchen) auf zukünftige Bedarfszuweisungen auswirken werde. Die Befürchtung, dass Bad Aussee angesichts all dieser Umstände in Zukunft seine Schulden nicht mehr bewältigen könne (derzeitiger, größtenteils gedeckter, Schuldenstand: 9,5 Millionen Euro) stand im Raum.

Emotionen
"A Bod homma ins g’kauft und des und dos - und ba die Kinder tat ma hiazt zan spoan ofonga", tönte es am Höhepunkt von Beratung und Beschlussfassung zur Volksschulsanierung lautstark durch den Sitzungssaal; und weitgehende Zustimmung hallte vom Sitzungstisch und von gutgefüllten Zuhörer-Rängen wider.
Man dürfe in Sachen Kinder- und Jugend-Infrastruktur KEINE Lippenbekenntnisse machen; außerdem müsse man dem Bundesauftrag für die Sicherstellung angemessener Pflichtschulausbildungsmöglichkeiten nachkommen, setzte Bürgermeister Frosch hinzu. "Wenn man die Realität betrachtet, dann ist im aktuellen Gebäude schon heute Gefahr in Verzug", verstärkte Vizebürgermeisterin Waltraud Huber-Köberl.

Keine Alternativen
Eine Eingliederung der Volksschulklassen in die Räumlichkeiten des Ausseer Bundesschulzentrums sei, so Huber-Köberl, vom Landesschulrat für die Dauer des Neubaus der Volksschule gewünscht, permanent allerdings nicht machbar. Zu wenig Platz würde auf lange Sicht auch dort einen Ausbau notwendig machen.
Der Gemeinderat entschied am Ende einstimmig für die Generalsanierung sowie für die Inangriffnahme von Planung und Auftragsvergabe für das Projekt.
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