Miteinander in Kindberg
Keine Scheu vor fremden Kulturen

In der Küche im Kindberger Tschipsiländ wurde gemeinsam gekocht. | Foto: Hackl
5Bilder
  • In der Küche im Kindberger Tschipsiländ wurde gemeinsam gekocht.
  • Foto: Hackl
  • hochgeladen von Markus Hackl

Die Initiative "Miteinander in Kindberg" sieht sich als Schnittstelle zwischen dem Flüchtlingsquartier der Bundesbetreuungsagentur (BBU), der Stadtgemeinde Kindberg und der Bevölkerung.

BRUCK-MÜRZZUSCHLAG. Fluchtbewegungen sind seit jeher eine große Herausforderung für den Zusammenhalt einer Gesellschaft. Ständig sind unzählige Menschen unterwegs, täglich sind diese Bilder in den Medien zu sehen, eine Verunsicherung macht sich breit, die auch von rechten politischen Fraktionen befeuert werden. 

Der Alltag der Menschen ist geprägt von rasanter Veränderung, von Informationsflut und negativen Nachrichten. Das Leben wird immer schneller, wir kommen fast nicht mehr hinterher. Das nutzen gewiefte Strategen und politische Mächte aus, denn Schuldige und Bedrohungen sind schnell gefunden. Aber das Thema „Zuwanderung“ ist komplex und die vermeintlich einfache Lösung gibt es nicht.

Ein Informationsnachmittag mit dem Verein Zebra. Wanda Deutsch und Juristin Agnes Romanin informierten über das Dublin-Abkommen. | Foto: Hackl
  • Ein Informationsnachmittag mit dem Verein Zebra. Wanda Deutsch und Juristin Agnes Romanin informierten über das Dublin-Abkommen.
  • Foto: Hackl
  • hochgeladen von Markus Hackl

Wertschätzender Umgang 

Für eine friedliche Zukunft braucht es vor allem Zusammenhalt, klare Regeln und einen wertschätzenden Umgang miteinander. Als in Kindberg ein Quartier für Asylwerbende errichtet wurde und die Bewohnerinnen und Bewohner plötzlich vor dieser Herausforderung standen, war es an der Zeit etwas zu unternehmen. "Denn wir alle leben hier, müssen mit dieser Situation umgehen und können sie nur gemeinsam lösen", das war der Ansatz für die Initiative „Miteinander in Kindberg“, die an sich schon 2015 gegründet wurde.

Motivation war die Hoffnung und die Zuversicht, dass alle Menschen in Kindberg einen gemeinsamen Weg gehen können. Dafür braucht es von allen Beteiligten Geduld, Kompromissbereitschaft, Mut und enorme Kraft. Seit Beginn versuchen die Mitstreiter der Initiative, alle Betroffenen zusammenzubringen, Probleme rasch zu lösen, Informationen und Anliegen weiterzugeben und Aktionen zu koordinieren.

"Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen der Bundesbetreuungseinrichtung mitsamt den Bewohnern und Mitarbeitern, der Stadtgemeinde und der Stadtgemeinde", erklärt Judith Doppelreiter, einer der Mitglieder der Initiative.

Das Wintersportmuseum mit Hannes Nothnagl spendierte ausgemusterte Teehäferl für die Weihnachtsaktion. | Foto: Hackl
  • Das Wintersportmuseum mit Hannes Nothnagl spendierte ausgemusterte Teehäferl für die Weihnachtsaktion.
  • Foto: Hackl
  • hochgeladen von Markus Hackl

Es entstand ein unabhängiges Netzwerk aus diversen Hilfsorganisationen, Vereinen und Privatpersonen – von der Lebenshilfe, über die Caritas, den „KostNixLaden“ bis hin zum „VinziMarkt“ – das sich zum Ziel gemacht hat, für alle da zu sein, die Fragen haben oder Hilfe brauchen. "Wir wollen gesellschaftliche Aktivitäten, Inklusion und Integration in verschiedensten Arten fördern. Wir glauben an das Gute im Menschen und sind offen für jene die gerne einen Beitrag zum Miteinander leisten wollen, weil uns Kindberg am Herzen liegt", sagt Judith Doppelreiter.

Verschiedenste Aktivitäten

Die Aktivitäten sind vielfältig: Einmal im Monat gibt es ein "Frauencafe" mit Frauen aus Kindberg und dem Flüchtlingsquartier, in der Tschipsiländ-Küche – mit dank an Jutta und Tschipsi – wurde gemeinsame gekocht. Vor Weihnachten wurden mehr als 200 Weihnachtspakete verpackt. Unterstützt wurde die Initiative dabei vom Wintersportmuseum Mürzzuschlag, dem Mariazeller Advent und der Klackl-Handels-GmbH in Neuberg sowie von unzähligen Privatspenderinnen und -spendern.

Mehr als 200 Weihnachtspakete wurden in Akkordarbeit im Kindberger Cowerk zusammengestallt und verpackt. | Foto: Hackl
  • Mehr als 200 Weihnachtspakete wurden in Akkordarbeit im Kindberger Cowerk zusammengestallt und verpackt.
  • Foto: Hackl
  • hochgeladen von Markus Hackl

Eine enge Zusammenarbeit gibt es auch mit dem Verein Zebra in Graz. So gab es einen Informationsnachmittag zum Dublin-Abkommen mit Wanda Deutsch und der Juristin Agnes Romanin.

Links:
• BBU
• Verein Zebra
• Stadtgemeinde Kindberg

Weitere Beiträge aus der Region:

Zeltfest Mürzhofen wird 2024 weitergehen
Kelten-Relikte in St. Barbara entdeckt
In der Küche im Kindberger Tschipsiländ wurde gemeinsam gekocht. | Foto: Hackl
Mehr als 200 Weihnachtspakete wurden in Akkordarbeit im Kindberger Cowerk zusammengestallt und verpackt. | Foto: Hackl
Das Wintersportmuseum mit Hannes Nothnagl spendierte ausgemusterte Teehäferl für die Weihnachtsaktion. | Foto: Hackl
Ein Informationsnachmittag mit dem Verein Zebra. Wanda Deutsch und Juristin Agnes Romanin informierten über das Dublin-Abkommen. | Foto: Hackl
Push- und WhatsApp-Neuigkeiten aufs Handy
MeinBezirk auf Facebook und Instagram folgen
MeinBezirk als ePaper durchblättern
Newsletter deines Bezirks abonnieren

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Anzeige
Beim Herzlauf Steiermark wird jedes Jahr für herzkranke Menschen gelaufen. | Foto: Foto Moser, Max Slovencik
5

25.000 Euro für Herzkranke
2.860 Starter beim Herzlauf in St. Barbara

2.860 Läuferinnen und Läufer setzten am vergangenen Freitag beim zehnten Herzlauf Steiermark in St. Barbara ein Zeichen für herzkranke Kinder. Bereits am Vormittag liefen 2.135 Kinder beim Kidsrun4Kids auf der Strecke, bevor am Abend 725 Läuferinnen und Läufer ihr Rennen absolvierten. ST. BARBARA. „Beim Herzlauf Steiermark erleben wir Jahr für Jahr Emotionen, die uns tief berühren. Dass wir heuer beim zehnten Jubiläum so viele begeisterte Läuferinnen und Läufer begrüßen durften, erfüllt mich...

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.