ZELTWEG
Diskussionsabend mit Hubert Fuchs

Diskussionsabend. NRAbg. Wolfgang Zanger, Finanz-Staatssekretär
Hubert Fuchs und FW-Bezirksobmann Karl Wieser (v. l.).
Fotos: Pfister
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  • Diskussionsabend. NRAbg. Wolfgang Zanger, Finanz-Staatssekretär
    Hubert Fuchs und FW-Bezirksobmann Karl Wieser (v. l.).
    Fotos: Pfister
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Zum Pressefoyer mit MMag. DDr. Hubert Fuchs wurde am Montag, 11. Februar im Café Wasserturm in Zeltweg eingeladen.

ZELTWEG. Hochinteressant verlief das Meeting mit Finanz-Staatssekretär MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ) in Zeltweg. Dazu eingeladen hatte die Freiheitliche Wirtschaft. Fuchs, der bis zu seiner Angelobung in Wien als Steuerberater tätig war, setzt mit der Bundesregierung die Steuerreform um. Er zählte die markantesten Punkte der Steuerentlastung auf, die sowohl Unternehmern als auch Arbeitnehmern Vorteile bringe. Über die aktuelle Steuerreform hinaus werde eine weitere Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes Österreich in Angriff genommen. „Wir wollen eine massive Vereinfachung des Steuerrechts“, erklärte Fuchs und ergänzte, Vereinfachungen würden die Sache nicht immer gerechter machen. Hubert Fuchs erwies sich bei seinen Ausführungen als trittsicherer Experte in Fragen des Steuerrechts.

Viele Fragen zur Reform

Im Publikum sah man neben FPÖ-Parteigängern auch bekannte Wirtschaftskapitäne und Wirtschaftsvertreter. Anwesende Gewerbetreibende, Firmenchefs und Steuerberater nützten die Gelegenheit, um Fragen an Hubert Fuchs zu stellen. Stadtwerke-Vorstand Mag. Ing. Manfred Wehr hatte Fragen zum neuen Ökostromgesetz, vor allem betreffend die Zeitdauer eines gesetzlich geregelten Einspeistarifs. Es gehe hier für die Erzeuger alternativer Energie bzw. von Ökostrom nicht zuletzt um Planungssicherheit. Fuchs konnte aber dazu nichts sagen, weil das nicht sein Thema sei. NRAbg. Wolfgang Zanger versprach, sich darum zu kümmern und Antworten zu liefern.Heinz Mitteregger wollte eine Erklärung betreffend die unterschiedliche Handhabung des Steuerrechts an verschiedenen Finanzamtsstandorten. Dazu Fuchs: Das Steuerrecht müsse bundesweit einheitlich gehandhabt werden. Darauf werde man achten.
„Kraft“-Sprecher Ing. Klaus Rainer fragte nach, ob in Assoziation mit der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung auch eine Maschinensteuer denkbar sei. „Nein, keine neuen Steuern. Nicht in dieser Legislaturperiode“, lautete die klare Antwort von Fuchs, der unter anderem Mitglied einer Task Force für Steuerentlastung ist.
Der Unternehmer und freiheitliche Wirtschaftsvertreter Karl Wieser: „Wir von der Wirtschaft fordern ja schon immer den Vorsteuerabzug für betrieblich genutzte Fahrzeuge . . .“ Dazu Fuchs: „Einen Vorsteuerabzug generell wird es in dieser Legislaturperiode nicht geben“. Angehen wolle man nach einer Evaluierung aber eine Durchforstung des Förderdschungels. Im Fokus dabei sollen auch Doppelförderungen etc. stehen.

Internationale Konzerne

Nach wie vor unbefriedigend und vielen natürlich ein Dorn im Auge ist, dass internationale Konzerne sich nach wie vor geschickt vor Steuerleistungen drücken, während alle anderen kräftig zur Kasse gebeten werden. Das sei nicht nur ein unbefriedigender, sondern auch ein ungerechter Zustand, monierte ein Steuerberater. Es gibt hier zwar Diskussionen hinsichtlich sogenannter digitaler Betriebsstätten, aber das Thema wird immer wieder auf die lange Bank geschoben. Finanz-Staatssekretär Hubert Fuchs meinte dazu, dies sei in erster Linie ein EU-Thema und werde dort wahrscheinlich noch ewig diskutiert.

Informativer Ausklang

Im Anschluss an die offizielle Fragestunde hatten die Anwesenden noch Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit Hubert Fuchs, der bei seinem Auftritt einen guten Eindruck hinterließ. „Das ist kein Dampfplauderer, der kennt sich aus“, so ein Wirtschaftsvertreter nach dem Meeting.

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