Ein Garten zum Verlieben
So schaffen Sie sich Ihr persönliches Paradies

Vom Traumgarten zum Paradies: Die besten Tipps für eine gelungene Gartengestaltung. | Foto: Lina Chalusch
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Uschi und Herbert Weber haben sich mit ihrem Garten „Rainbowsend“ einen Lebenstraum erfüllt. Was einst eine schlichte Wiese mit Hecke war, ist heute ein beeindruckendes Gartenparadies mit unterschiedlichen Themenräumen, lauschigen Sitzplätzen und einer Vielfalt an Pflanzen geworden. Im Gespräch erzählen sie, wie alles begann und warum Mut der wichtigste Begleiter bei der Gartengestaltung ist.

NÖ. Wer den Garten von Uschi und Herbert Weber betritt, taucht in eine andere Welt ein. Verschiedene Gartenräume öffnen sich wie Kapitel einer Geschichte, jeder mit seinem eigenen Charakter und doch harmonisch mit dem nächsten verbunden. Dabei war das Grundstück, das die beiden 1999 kauften, ursprünglich alles andere als spektakulär.

Gartenzimmer statt Einheitsgrün

„Es gab eine hohe Hecke zur Straße, einige Waschbetonplatten, einen alten morschen Nussbaum und viel Wiese“, erinnert sich Uschi Weber. Für die leidenschaftliche Gärtnerin war das jedoch der ideale Ausgangspunkt. Über die Jahre hat sie mehr als 400 Gartenbücher gelesen und sich ihr umfangreiches Wissen zu Gestaltung, Pflanzenauswahl und Pflege selbst angeeignet. Gemeinsam mit ihrem Mann Herbert entwickelte sie einen Plan, der weit über einen klassischen Hausgarten hinausging.

Uschi und Herbert Weber haben ihren Garten Schritt für Schritt zu einem besonderen Rückzugsort gemacht. | Foto: Lina Chalusch
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Inspiriert von englischen Gartenanlagen entstand die Idee, den Garten in verschiedene „Zimmer“ zu gliedern. „Ich wollte eigentlich alles haben, was ich in den Büchern gesehen hatte“, erzählt sie schmunzelnd. Die Lösung: unterschiedliche Gartenräume mit jeweils eigener Atmosphäre, die dennoch ein harmonisches Ganzes bilden. Herbert Weber übernahm die technische Planung mit Wegen, Raumteilern, Stromanschlüssen und Baumstandorten. Seine Frau widmete sich der Pflanzenauswahl und der Gestaltung der Beete.

Der Garten muss gelebt werden

Für Uschi Weber ist ein Garten weit mehr als ein schöner Anblick. Er soll genutzt werden. „Man braucht einen Grund, die verschiedenen Bereiche des Gartens zu besuchen“, erklärt sie. Deshalb empfiehlt sie zusätzliche Sitzplätze, Feuerstellen oder Rückzugsorte abseits der Terrasse. Wer seinen Garten aktiv nutzt, pflegt ihn auch mit mehr Freude.

Gerade darin sieht sie den Schlüssel zu einem gelungenen Garten: Er soll eine Verlängerung des Wohnraums sein. Ein Ort für das Frühstück im Freien, entspannte Sommerabende oder gemeinsame Stunden mit Familie und Freunden.

Die richtigen Pflanzen am richtigen Platz

Auf die Frage nach besonderen Pflanzengeheimtipps hat die erfahrene Gärtnerin eine überraschend einfache Antwort. „Die beste Pflanze ist die, die zum Standort passt.“

Ob sonnig, schattig, trocken oder feucht – wer Pflanzen entsprechend ihrer Bedürfnisse auswählt, spart langfristig Arbeit und wird mit gesunden, vitalen Beeten belohnt. Falsche Standortwahl hingegen führt oft zu hohem Pflegeaufwand und Enttäuschungen.

Vom einfachen Grundstück zum Gartenjuwel: Über viele Jahre entstand aus einer Wiese ein beeindruckendes Gartenparadies mit vielen liebevollen Details. | Foto: Lina Chalusch
  • Vom einfachen Grundstück zum Gartenjuwel: Über viele Jahre entstand aus einer Wiese ein beeindruckendes Gartenparadies mit vielen liebevollen Details.
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Ein besonderes Anliegen ist den Webers das Pflanzen von Bäumen. Gerade angesichts heißer werdender Sommer seien sie unverzichtbar. „Es gibt keinen angenehmeren Schatten als den unter einem Baum“, betont Uschi Weber. Argumente wie herunterfallendes Laub lässt sie nicht gelten: Blätter seien kein Dreck, sondern wertvolles Material zum Mulchen und zum Schutz der Beete.

Einfach anfangen

Webers wichtigster Rat an alle, die ihren Garten umgestalten möchten, ist denkbar einfach: „Man muss sich einfach trauen.“ Viele Pflanzen ließen sich problemlos versetzen, und ein Garten sei ohnehin niemals wirklich fertig. Mit den Jahren wachse er weiter, entwickle sich und werde immer schöner,

Mehr als nur ein Garten: „Rainbowsend“ ist für die Webers ein Wohnraum unter freiem Himmel und ein Ort zum Durchatmen | Foto: Lina Chalusch
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Dass „Rainbowsend“ heute so beeindruckend wirkt, ist das Ergebnis gemeinsamer Arbeit. Während Uschi Weber ihre Leidenschaft für Pflanzen und Gestaltung einbringt, hat Herbert Weber zahlreiche bauliche Elemente selbst geschaffen, vom Brunnen über Sitzplätze bis zu Mauern und Zäunen.

Entstanden ist ein Garten, der weit mehr ist als eine Sammlung schöner Pflanzen. Er ist ein lebendiger Wohnraum unter freiem Himmel, ein Ort der Begegnung und Erholung und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie aus einer Vision Schritt für Schritt ein persönliches Paradies werden kann.

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