Neue Angebote
Oberösterreichs Tourismus setzt auf Wachstum und neue Attraktionen

v.l.: Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer Oberösterreich Tourismus, Ingrid Lindlbauer, Hüttenwirtin Hofalm, Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner, Thomas Poltura, Landesobmann Oberösterreichischer Alpenverein | Foto: Land OÖ/Lina Spenlingwimmer
  • v.l.: Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer Oberösterreich Tourismus, Ingrid Lindlbauer, Hüttenwirtin Hofalm, Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner, Thomas Poltura, Landesobmann Oberösterreichischer Alpenverein
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Die Sommerferien beginnen mit erfreulichen Aussichten für den Tourismus in Oberösterreich. Die Buchungslage in den Urlaubsregionen ist laut Tourismusverantwortlichen sehr gut, wobei vor allem das Salzkammergut und Destinationen mit einem breiten Outdoor-Angebot gefragt sind. Auch die aktuellen Nächtigungszahlen sowie die langfristige Entwicklung zeigen einen positiven Trend. Gleichzeitig sorgen neue Hotels, Ausflugsziele und gezielte Marketingkampagnen für zusätzliche Impulse. Wandern, Naturerlebnisse und regionale Kulinarik bleiben dabei die wichtigsten Zugpferde der Sommersaison.

OÖ. „Unsere Urlaubsregionen sind durchgängig sehr gut gebucht. Das stimmt uns sehr zuversichtlich für die Sommersaison“, sagt Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner. Bereits der Saisonauftakt verlief erfolgreich. Im Mai kamen rund 330.000 Gäste nach Oberösterreich – ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nächtigungen stiegen auf knapp 800.000 (+4,1 Prozent).

Tourismus in OÖ
wächst seit Jahren

Auch langfristig zeigt der Trend nach oben. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre legten die Nächtigungen um rund 25 Prozent zu, die Zahl der Gäste stieg sogar um fast 30 Prozent.
„Die steigenden Gästezahlen zeigen, dass Oberösterreich mit seiner Mischung aus Natur, Bewegung, Kulinarik, Wellness sowie Städte- und Kultururlaub überzeugt“, betont Achleitner. Der Tourismus sei mittlerweile ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Rund zehn Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung werden in der Branche erwirtschaftet, knapp 45.000 Menschen arbeiten im Tourismus und Freizeitbereich.

Neue Hotels und
Attraktionen stärken das Angebot

Pünktlich zur Sommersaison wurde das touristische Angebot erweitert. Neu eröffnet haben unter anderem das Arcotel Tabakfabrik in Linz, das eee Hotel Laakirchen, das Haus der Achtsamkeit in Grünau im Almtal sowie neue Naturhäuser beim Bergergut in Oberafiesl.
Auch bei den Ausflugszielen gibt es Neuerungen. Die neue Salzbergbahn in Hallstatt ist seit Juni in Betrieb, die voestalpine Stahlwelt in Linz präsentiert sich nach umfassendem Umbau modernisiert und interaktiv. Im IKUNA Natur Resort in Natternbach wurde zudem ein neues Erlebnisbad eröffnet.

Internationale Gäste
sorgen für Wachstum

Während Österreich und Deutschland weiterhin die wichtigsten Herkunftsmärkte bleiben, kommt das stärkste Wachstum aus Osteuropa. Besonders Gäste aus Tschechien und Polen reisen immer häufiger nach Oberösterreich. „Gerade in diesen Märkten sehen wir großes Potenzial“, erklärt Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer von Oberösterreich Tourismus. Deshalb startet heuer erstmals eine Werbekampagne in Polen.

Gemeinsam mit einem großen Fernsehsender wird Oberösterreichs Berg- und Seenlandschaft einem Millionenpublikum präsentiert. Parallel dazu läuft eine Werbekampagne in mehreren polnischen Großstädten. Auch in Tschechien und den Niederlanden intensiviert Oberösterreich seine Marketingaktivitäten.

Wandern bleibt die Nummer
eins im Sommerurlaub

Die Natur ist nach wie vor das wichtigste Reisemotiv. Rund zwei Drittel der Sommergäste entscheiden sich wegen der Landschaft für Oberösterreich. Ebenso viele schnüren während ihres Urlaubs die Wanderschuhe, vier von zehn verbringen sogar einen reinen Wanderurlaub.
Beliebt sind außerdem Badeurlaube an den Seen sowie Radtouren – vom gemütlichen Radweg bis zur sportlichen Mountainbike- oder Gravelbike-Tour.

„Unsere Gäste verbinden Bewegung in der Natur gerne mit Kultur und regionaler Kulinarik. Genau diese Kombination macht Oberösterreich besonders attraktiv“, sagt Achleitner.
Zu den bekanntesten Wanderangeboten zählen der BergeSeenTrail im Salzkammergut, der Donausteig sowie der Luchstrail im Nationalpark Kalkalpen. Im 360° Alpenland warten zudem mehr als 60 bewirtschaftete Almen auf Wanderer.

Nachhaltigkeit rückt
stärker in den Mittelpunkt

Mit der Initiative „IN UNSERER NATUR!“ setzt Oberösterreich auf ein respektvolles Miteinander zwischen Tourismus, Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz und Alpinvereinen. Ziel ist es, Besucherströme besser zu lenken und sensible Naturräume langfristig zu schützen.
„Natur erleben und gleichzeitig bewahren – das ist unser gemeinsamer Anspruch“, sagt Winkelhofer. Das Projekt gilt österreichweit als Vorzeigemodell und wurde zuletzt mit einem internationalen Multimedia-Preis ausgezeichnet.

Alpenverein investiert
jährlich eine Million Euro

Damit Wanderer sichere Wege und bewirtschaftete Hütten vorfinden, investiert der Oberösterreichische Alpenverein jedes Jahr rund eine Million Euro in die alpine Infrastruktur.
„Unsere Hütten sind weit mehr als Übernachtungsmöglichkeiten. Sie sind Treffpunkte und wichtige Stützpunkte für Bergsportler“, erklärt Landesobmann Thomas Poltura. Rund 3.500 Kilometer Wanderwege werden von etwa 2.000 Ehrenamtlichen betreut. Gleichzeitig steigt der Aufwand durch Starkregen, Sturmschäden und die zunehmende Nutzung der Wege.
Poltura appelliert deshalb an Wanderer und Mountainbiker, auf markierten Wegen zu bleiben und Schutzgebiete sowie Almen respektvoll zu nutzen.

Hütten sind mehr als
nur Einkehrstationen

Wie wichtig die Schutzhütten für den Sommertourismus sind, weiß auch Ingrid Lindlbauer, Wirtin der Hofalm bei Spital am Pyhrn. „Viele Menschen suchen in den Bergen Ruhe und Abstand vom Alltag. Wir möchten ihnen dazu auch mit regionaler Küche und echter Gastfreundschaft ein besonderes Erlebnis bieten“, sagt sie.

Frisch gekochte Speisen, regionale Produkte und nachhaltiges Wirtschaften gehören für sie selbstverständlich dazu. Ihr Fazit: „Schutzhütten und die von Ehrenamtlichen betreuten Wanderwege sind eine unverzichtbare Grundlage für den alpinen Tourismus in Oberösterreich.“

Touristen sollen in Region und Lebensweise eintauchen
Oberösterreich präsentiert sich als Land der Superlative

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