Das Ende für die Gratis-Zahnspange in Salzburg

Schöne Zähne sollten keine Frage von Wohlstand sein. Weil Zähneputzen alleine oft nicht reicht, wurde 2015 die Gratis-Zahnspange für Kinder eingeführt. In Salzburg soll sie mit 30. September Geschichte sein.
  • Schöne Zähne sollten keine Frage von Wohlstand sein. Weil Zähneputzen alleine oft nicht reicht, wurde 2015 die Gratis-Zahnspange für Kinder eingeführt. In Salzburg soll sie mit 30. September Geschichte sein.
  • Foto: Franz Neumayr (Symbolfoto)
  • hochgeladen von Johanna Grießer

Vor drei Jahren wurde die Gratis-Zahnspange mit einem bundesweit einheitlichen Vertrag mit gleichen Bedingungen in ganz Österreich eingeführt. Für Salzburg waren zwölf Kieferorthopäden mit Vertrag vorgesehen, mit dem Ziel, auch jenen Kindern eine Zahnspange zu ermöglichen, deren Familien sich eine solche nicht leisten können.  Seit ihrer Einführung profitierten etwa 3.800 Kinder von dieser Maßnahme. Über 1.500 befinden sich derzeit in Behandlung. Doch die Gratis-Zahnspange soll nun Geschichte sein, so die Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK).

Vetrag bis Ende September

Die Salzburger Vertrags-Kieferorthopäden sollen bereits Ende Juni den Vetrag gekündigt haben. Die SGKK kritisiert, dass dies "ohne jegliches Vorgespräch und ohne konkrete Angabe von Gründen mittels einem standardisierten Schreiben" geschah. Das Vertragsverhältnis endet mit 30. September.

"Medial begründet wurde die Kündigung bisher damit, dass die vertraglichen Rahmenbedingungen 'schikanös' seien", heißt es seitens SGKK. "Sämtliche Gesprächsangebote wurden abgewiesen, auf das Angebot zu einem Klärungsgespräch mit externem Mediator." Selbst Vermittlungsversuche aus Wien seien bis dato ohne Gehör verhallt.  

Teilweise Meinungsverschiedenheiten

Der Vertrag wurde zwischen dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherung und der österreichischen Zahnärztekammer für alle Kieferorthopäden verhandelt. Auch der Salzburger Zahnärztekammer-Präsident soll bei dieser Verhandlung dabei gewesen sein. In einzelnen Fällen soll es unterschiedliche Meinungen zwischen der SGKK und den Kieferorthopäden gegeben haben.

"Es ging dabei um die Frage der Einstufung, also ob ein Kind die Gratis-Zahnspange erhält oder nicht", so die SGKK. Sie habe sich in diesen Grenzfällen für die Versicherten eingesetzt. "Ansonsten hätten die Familien nur einen Teil der Behandlungskosten rückerstattet bekommen."

Wie es jetzt weitergeht

Salzburgs Kieferorthopäden haben noch bis 27. September Zeit, um den Lösungsvorschlag der SGKK für alle begonnen Behandlungen der Gratis-Zahnspange und das Verlängerungsangebot bis zum Jahresende anzunehmen. "Damit hätten wir einige Monate Zeit,  um in Ruhe wieder zu einem Gespräch zu finden", meint SGKK-Obmann Andreas Huss.

Autor:

Johanna Grießer aus Pinzgau

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