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Salzburgs Musiklehrer unterrichten übers Smartphone

Musikschüler greifen für den Musikunterricht während der Corona-Zeit zur Videotelefonie auf Smartphone, Tablet oder Computer.
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  • Musikschüler greifen für den Musikunterricht während der Corona-Zeit zur Videotelefonie auf Smartphone, Tablet oder Computer.
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Musiklehrer am Musikum sind kreativ geworden und halten ihren Unterricht während der Corona-Zeit via Handy, Tablet oder Computer ab.

SALZBURG (aho). Mit der vorübergehenden Schließung der Schulen hätte vorerst auch der Unterricht für zahlreiche Musikschüler an den jeweiligen Musikum-Standorten geendet. Im Bundesland Salzburg ließ man sich davon aber nicht beeindrucken und schaffte für die Schüler rasch ein digitales Angebot, um den Unterricht von zu Hause aus fortsetzen zu können.

So läuft der Unterricht ab

"Jeder Lehrer organisiert sich den Unterricht mit seinen Schülern selbst. Meist treten sie zu den bisher regulären Unterrichtszeiten über ein digitales Medium miteinander in Kontakt", berichtet Klaus Vinatzer, Musikum-Direktor der Sprengel St. Johann und Bischofshofen. Verwendet werden Applikationen zur Videotelefonie wie FaceTime, Zoom oder die Office365-Produkte wie Skype, Teams oder Kaizala. Die Arbeitsweise, die verwendeten Tools und die Kommunikationsstruktur vereinbaren Lehrer bei Schülern unter 14 Jahren mit den Eltern.

Musikum-Direktor Klaus Vinatzer gibt seinen Trompetenschülern digitalen Fernunterricht – das Angebot kommt sehr gut an.
  • Musikum-Direktor Klaus Vinatzer gibt seinen Trompetenschülern digitalen Fernunterricht – das Angebot kommt sehr gut an.
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DSGVO-Hürde geschafft

"Beim sehr beliebten Messenger-Dienst WhatsApp stehen wir vor datenschutzrechtlichen Schwierigkeiten. Was aber trotz Datenschutzgrundverordnung auf jeden Fall funktioniert, ist das Versenden von Audio-Aufnahmen über WhatsApp, sofern der Schüler die App bereits am Handy installiert hat und damit die Datenschutzbestimmungen akzeptiert hat", erklärt Vinatzer. Ansonsten verwende man für den Unterricht lieber DSGVO-konforme Anwendungen der Entwickler Microsoft oder Apple.

Spaß an den Tonaufnahmen

Die Lehrer geben den Schülern in den digitalen Unterrichtseinheiten entweder direkt in einem Live-Video oder als Antwort auf eine Ton- bzw. Videoaufnahme Feedback zu ihrer musikalischen Entwicklung. "Die Kinder sind total begeistert von dieser Methode. Gerade die Kleineren haben wirklich viel Spaß dabei, selbst Ton- und Videoaufnahmen machen zu dürfen", erzählt Vinatzer von vielen positiven Rückmeldungen, sowohl von Schülern als auch von Eltern.



"Die Schüler haben richtig a Gaudi dabei und der digitale Unterricht ist auch sehr effizient."Musikum-Direktor Klaus Vinatzer

Er ortet auch eine Art "Psycho-Hygiene" in der tristen Lage: "Für viele Kinder ist der Musikunterricht eine willkommene Abwechslung in der eintönigen Zeit zu Hause, für viele gibt es in der Musikstunde endlich was zu tun. Auch die Lehrer empfinden die Übergangsmethoden sehr positiv und effizient. In den meisten Fällen funktioniert auch die technische Übertragung reibungslos."

Einzelunterricht gesichert

Der Einzelunterricht kann damit in ungewohnter, aber sinnvoller Form fortgeführt werden. Schwieriger sei es noch beim Gruppen-Unterricht: "Bei Videokonferenzen via Skype haben wir das Problem der Zeitverzögerung", weiß Vinatzer, aber auch hier versuche man sich bereits an anderen Tools. Das Angebot halten Musikum-Lehrer im ganzen Bundesland ab. "Es gibt für die Schüler keine Verpflichtung zum Online-Unterricht, jedoch soll das Angebot genutzt werden – und das wird es auch gerne, wie wir aktuell sehen."

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Autor:

Alexander Holzmann aus Pongau

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