Corona in Salzburg
Die Fallzahlen steigen vor allem bei Jüngeren

- Die 7-Tages-Inzidenz bei den 15 bis 24-Jährigen liegt bei 330. Der Anteil der Jüngeren bei den Neuinfektionen steigt. Bei der besonders gefährdeten Gruppe wirkt die Impfung, merkt die Landesstatistik an den Zahlen.
- Foto: Symbolbild: Pixabay
- hochgeladen von Daniel Schrofner
254 Neuinfektionen führen im Bundesland Salzburg zu einem weiteren Anstieg der 7-Tages-Inzidenz auf 225,6 (Stand: 4. März, 8.30 Uhr) und damit dem höchsten Stand seit Mitte Jänner. Am stärksten steigen die Zahlen im Pongau, hier liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 502,4. „Die Reproduktionszahl steigt auf 1,2 und auch alle anderen Indikatoren deuten im Moment auf einen weiteren Anstieg der Fallzahlen hin“, fasst Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik, zusammen.
SALZBURG. Seit 29. Februar 2020 wurden in Salzburg 37.862 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet (Stand 4.3.2021, 11 Uhr).
Derzeit sind 1.726 Personen aktiv infiziert, aufgeteilt auf die Bezirke:
- 511 im Pongau
- 456 im Flachgau
- 353 in der Stadt Salzburg
- 185 im Pinzgau
- 174 im Tennengau
- 47 im Lungau
74 Covid-Patienten werden im Spital behandelt, davon 14 auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 beträgt 498. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 225,6 liegt Salzburg im Bundesländervergleich an der Spitze, gefolgt von Niederösterreich (207,3) und dem Burgenland (193,6). Schlusslicht ist Vorarlberg mit 73,8. Der Österreichschnitt beträgt 165,8.
Pongau hat den höchsten Wert, die Stadt den geringsten
Die stärkste Dynamik im Infektionsgeschehen ist im Pongau zu beobachten, wo seit rund zwei Wochen nach Ende des dritten Lockdowns ein exponentieller Anstieg erkennbar ist und die 7-Tages-Inzidenz auf über 500 steigt. Mit Ausnahme des Tennengaus (206,6) liegen alle übrigen Bezirke bei der 7-Tages-Inzidenz unter 190, die Stadt Salzburg hat mit 160,9 den geringsten Wert. Aber auch in allen anderen Bezirken liegt die Reproduktionszahl mittlerweile deutlich über 1, im Flachgau und Pinzgau ziehen die Zahlen stark an.
Im Februar stiegen die Zahlen
in Radstadt und Bad Hofgastein
Vor allem in den Pongauer Gemeinden Radstadt und Bad Hofgastein sind aktuell die Corona-Zahlen weit über dem Bezirksschnitt. Ab 1. Jänner lag die 7-Tages-Inzidenz in diesen beiden Gemeinden zunächst meist unter dem Bezirksschnitt, in Bad Hofgastein lag das Niveau sogar deutlich unter dem Landesschnitt. Das änderte sich im Februar massiv.
„Besonders stark war der Anstieg in Bad Hofgastein und Radstadt, wo die 7-Tages-Inzidenzen auf 1.174 beziehungsweise 983 angestiegen sind. Sie sind heute damit etwa fünf Mal so hoch wie der Landeswert und doppelt so hoch wie der Bezirksschnitt“,
so der Landesstatistiker.
Jüngere stärker betroffen als Alte
Die 7-Tages-Inzidenz bei den 15 bis 24-Jährigen liegt bei 330, bei den über 85-Jährigen liegt der Wert knapp über 100. „Hier zeigen sich zwei Trends: Der Anteil der Jüngeren bei den Neuinfektionen steigt und bei der besonders gefährdeten Gruppe der Hochbetagten wirkt die Impfung“, stellt Filipp fest.
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