Reisen
Abfahrtssperren auf der Tauernautobahn aktiviert

Kontrolle an der Abfahrt Wals-Siezenheim.
  • Kontrolle an der Abfahrt Wals-Siezenheim.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
  • hochgeladen von Julia Hettegger

Für die A1 und die A10 in Salzburg wird im Sommer mit erheblichem Verkehr in Richtung Süden zu rechnen sein. Grund: Viel mehr Reisende als sonst, werden das Auto nutzen. 

SALZBURG. Die Abfahrtssperren auf der Tauernautobahn werden bei Überlastung wieder aktiviert. In Wals und Grödig sowie in Kuchl und Golling wurde bereits kontrolliert. Die Ausfahrten Pfarrwerfen-Werfen, Altenmarkt und Flachau sind noch nicht aktiv, können aber im Bedarfsfall ebenfalls verordnet werden.

Das sind die Maßnahmen für den Sommerverkehr 2020:
Aufgrund der Corona-Krise ist in diesem Jahr das Reiseverhalten in Mitteleuropa schwer einzuschätzen. Sollte es ein starkes Reiseaufkommen geben, können im Bedarfsfall die Abfahrtssperren entlang der A10 Tauernautobahn aktiviert werden. Anders als im Vorjahr sind die Autobahnausfahrten Altenmarkt und Flachau von den Sperren grundsätzlich nicht mitumfasst, können aber im Bedarfsfall ebenfalls verordnet werden.

„Die Abfahrtssperren sollen nur dann ausgelöst werden, wenn es wirklich notwendig ist und dann nur für wenige Stunden. Wir haben uns im Vorfeld eng mit allen Institutionen abgestimmt, um für die verschiedensten Fälle gewappnet zu sein."
Landesrat Stefan Schnöll

Abfahrten heuer leichter ermöglichen 

Mit den betroffenen Gemeinden war auch der Tourismus im Vorfeld in die Entscheidungen miteingebunden. „Wir haben heuer nach den Evaluierungen und vielen Gesprächen uns bewusst entschieden, mit Fingerspitzengefühl vorzugehen. Die Sperren werden deshalb bei mehreren Abfahrten nicht verordnet, um das Abfahren für Urlauber und Tagesgäste in die Tourismusgebiete leichter zu ermöglichen. Mit einem flexiblen Staumanagement können wir manche Dinge bei Bedarf adaptieren“, sagt Schnöll weiter.

Kontrollen durch Sicherheitsfirma

Die im Vorjahr durch die Polizei durchgeführten Kontrollen in Wals und Grödig sowie an den gesperrten Abfahrten werden auch heuer wieder durchgeführt. Die Polizei wird bei den Kontrollen von einem spezialisierten Sicherheitsunternehmen unterstützt. Friedrich Schmidhuber, Leiter der Landesverkehrsabteilung: „Die Polizei wird gemeinsam mit einer privaten Sicherheitsfirma die Kontrollen gut abgestimmt durchführen.“

Starker Reiseverkehr prognostiziert

Der ÖAMTC führte gemeinsam mit seiner deutschen Partnerorganisation verschiedene Umfragen durch, die eine bessere Einschätzung zum Sommerreiseverkehr geben sollen. „Die jüngsten Umfragen zeigen, dass 30 bis 40 Prozent der Urlauber ins europäische Ausland verreisen wollen. Das Verkehrsmittel der Wahl ist dabei hauptsächlich der private Pkw mit 73 Prozent. In 'normalen' Jahren sind nur rund 50 Prozent mit dem eigenen Auto unterwegs. Man muss daher in Salzburg auf der A1 und auf der A10 ab Juli mit erheblichem Verkehr in Richtung Süden rechnen – allerdings aus derzeitiger Sicht wohl nicht mehr so viel wie in den vergangenen Jahren“, so ÖAMTC Direktor Erich Lobensommer.

Dritten Abfertigungsspur und bessere Bodenmarkierung

Beim Grenzübergang Walserberg wurde die im Vorjahr fertiggestellte dritte Spur adaptiert und angepasst, um eine bessere Abfertigung zu gewährleisten. Die Asfinag bestätigt, dass man mit den im vergangenen Sommer getesteten Maßnahmen gute Erfahrungen sammeln konnte. Auch im Sommer 2020 sollen diese Verbesserungen dem Verkehrsfluss und vor allem den Autofahrer zu Gute kommen.

Das bedeutet: umgebauter Mautvorplatz für eine optimale Orientierung, zusätzliche Informationen im Zulauf zu Mautspuren in St. Michael sowie die Umsetzung einer neuen Bodenmarkierung. Dadurch wird gewährleistet, dass pro Stunde möglichst viele Fahrzeuge die Mautstelle passieren und so Wartezeiten und Rückstaus vermieden werden können. Die Zugangsöffnung für Einsatzdienste in die Galerie Oberweißburg wurde darüber hinaus auf 2,50 Meter verbreitert.

„Der Sommer 2020 ist ein Reisesommer wie kaum ein anderer zuvor. Obwohl voraussichtlich nicht der große Ansturm zu erwarten ist, wollen wir dafür sorgen, dass jene, die unterwegs sind, sicher und rasch an ihr Ziel kommen."
Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele

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