Nationalratswahl 2024
Ergebnis im Bezirk Gmunden und seinen Gemeinden
- Wahlergebnis Nationalratswahl 2024 - So haben der Bezirk Gmunden und seine Gemeinden gewählt.
- Foto: PantherMedia/LinaZet
- hochgeladen von Ramona Gintner
Die Auszählung der Stimmen läuft, bei der ersten Hochrechnung zur Nationalratswahl 2024 ergibt sich folgende Verteilung: Die Freiheitlichen sind mit 28,8 Prozent auf Platz eins, dahinter folgen ÖVP und SPÖ.
BEZIRK GMUNDEN. Die Nationalratswahl ist beendet, die Stimmenauszählung ist aktuell in vollem Gange. Die erste Hochrechnung ergibt ein relativ klares Bild: Die FPÖ hat es auf den ersten Platz geschafft – und dabei 28,8 Prozent der Stimmen erreicht. Die Freiheitlichen würden somit einen Stimmenzuwachs von 12,6 Prozent verzeichnen. Auf Platz zwei befindet sich die ÖVP und zwar mit 26,3 Prozent. Dies würde einen Stimmenverlust von 11,2 Prozent für die Volkspartei bedeuten. Platz drei geht mit 21,1 Prozent an die SPÖ, die ein Minus von 0,1 Prozent hat. Bei der aktuellen Hochrechnung haben die NEOS und die Grünen Plätze getauscht. Die NEOS haben 9,2 Prozent (+1,1), die Grünen verzeichnen 8,3 Prozent (-5,6 Prozent).
Dies wären laut aktuellem Stand die fünf Parteien, die es in den Nationalrat schaffen würden.
Vorläufiges Endergebnis Nationalratswahl 2024
Ergebnis im Bezirk Gmunden & Gemeinden
Hier finden Sie die Ergebnisse der Nationalratswahl 2024 im Bezirk Gmunden und in seinen Gemeinden:
- Auch im Bezirk gibt es zwei große Gewinner: Die FPÖ und die NEOS haben in jeder Gemeinde einen Stimmenzuwachs verzeichnet. Hingegen müssen sich ÖVP, SPÖ und Grüne in jeder Gemeinde mit Verlusten abfinden.
- SPÖ: Obertraun (45,87 %) und Hallstatt (38,67 %) bleiben die "Roten Hochburgen" im Bezirk Gmunden, wobei die SPÖ auch hier Verluste hinnehmen musste.
- FPÖ: Das beste Ergebnis gab es für die Freiheitlichen mit 37,19 % in Kirchham, wo es übrigens auch den größten Stimmenzuwachs im Bezirk gab: ein stattliches Plus von 17,03 %. Am wenigsten Stimmen erhielt die FPÖ in Obertraun (13,3 %).
- ÖVP: Das beste Ergebnis hat die ÖVP in St. Wolfgang mit 36,31 Prozent eingefahren, die wenigsten Stimmen in Prozent gab es hingegen in Bad Goisern (18,43). Den größten prozentuellen Verlust musste man mit einem Minus von 15,02 Prozent in Grünau hinnehmen.
- Grüne: Am besten schnitten die Grünen in Gmunden ab (13,51% %), die wenigsten Stimmen hatte Gosau für die Grünen übrig (3,69 %).
- NEOS: Besonders stark waren die NEOS in Gmunden (12,73 %), wo es mit 4,94 % auch den größten Stimmenzuwachs gab. Am schlechtesten schnitt man in Obertraun ab, wo es nur 5,05 % der Stimmen gab.
Stimmen aus dem Salzkammergut
- Gmundens ÖVP-Bürgermeister Stefan Krapf hat sich in den letzten Tagen vor der Wahl klar gegen die FPÖ (auf nationaler Ebene) ausgesprochen. "Sie ist nun auf Bundesebene die stimmenstärkste Fraktion. Es gilt nun, dieses Wahlergebnis zu akzeptieren. Ich bin aber sehr beunruhigt, dass eine rechtspopulistische Partei solche Zahlen erreichen kann. Ich freue mich natürlich über das ÖVP-Ergebnis in der Stadt Gmunden. Aber wie schon gesagt, das Ergebnis so einer rechtspopulistischen Partei ist schon befremdlich", so Krapf.
- Auch Landtagsabgeordneter und SPÖ-Bezirksparteivorsitzender Mario Haas aus Bad Goisern hat sich zu Wort gemeldet: „Danke an alle, die uns heute die Stimme geschenkt haben. Natürlich haben wir uns mehr erhofft. Wir werden die Ergebnisse klar und hart diskutieren und Schlüsse daraus ziehen."
- „Das Ergebnis – auch auf kommunaler Ebene – zeigt klar: Die Menschen wollen Reformen und Veränderung, kein 'Weiter wie bisher'. Unser Reformkurs wurde gestärkt, ich arbeite weiter engagiert auf kommunaler Ebene für NEOS“, so die NEOS-Spitzenkandidatin aus dem Bezirk Heike Hufnagl. Und weiter: „Mit diesem Ergebnis sind wir der zweitgrößte Gewinner dieser Wahl und landen möglicherweise erstmals auch vor den Grünen. Die Menschen haben uns als positive, optimistische Alternative gewählt, das gibt uns enormen Antrieb. Eine Reformregierung gibt es in Österreich nur mit NEOS. Wir sind bereit, das umzusetzen, was wir im Wahlkampf auf die Agenda gesetzt haben. Es gibt nun zwei Zukunftswege: Rechtsruck mit der FPÖ oder Reformdruck mit NEOS.“
- "Knapp 46 Prozent für die SPÖ in Obertraun. Danke an alle, die dazu beigetragen haben", kommentiert Obertauns Bürgermeister Egon Höll das Wahlergebnis.
- "Wir freuen uns über diesen klaren Wählerauftrag und danken der Bevölkerung für das große Vertrauen, speziell im Bezirk Gmunden", so FPÖ-Bezirksparteiobmann Markus Steinmaurer. "Wir haben es geschafft, in jeder Gemeinde, von Obertraun bis Kirchham, Stimmenzugewinne zu erzielen. Ein besonderer Dank gilt all jenen, die uns aktiv unterstützt haben. Die Aufbruchstimmung, die in den letzten Wochen spürbar war, hat sich bestätigt. In den sehr vielen Bürgerkontakten der letzten Wochen wurde immer wieder die Teuerung, aber auch die Sorge um die Sicherheit angesprochen und besprochen. Wir nehmen die Sorgen der Bevölkerung ernst und haben auch die besseren Lösungen. Mit diesem Rückenwind von gestern gilt es, die Zukunft unseres Landes aktiv zu gestalten."
- "Danke an all unseren Wählerinnen und Wählern, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Besonderer Dank gilt auch meinem großartigen Team im Bezirk Gmunden. Das heutige Wahlergebnis zeigt eindeutig, dass sich viele Menschen in Österreich einen politischen Wandel wünschen", sagt SPÖ-Nationalratsabgeordnete Elisabeth Feichtinger, die im Traunviertel Spitzenkandidatin war. "Auch wenn wir als SPÖ unser Ziel stärkste Kraft zu werden nicht erreicht haben, richten wir unseren Blick nach vorne. Wir werden uns weiterhin für soziale Gerechtigkeit einsetzen und für jene stark machen, die in den letzten Jahren oft übersehen wurden. Jetzt geht es darum, eine starke, verantwortungsvolle Alternative zu den aktuellen Regierungsoptionen zu bieten.“
- Als "unrealistisch" sieht die Grünen-Spitzenkandidatin im Traunviertel, Uli Feichtinger, ihren Einzug in den Nationalrat. "Ich bedanke mich von Herzen bei allen, die am Wahltag ihr Vertrauen dem Klima- und Naturschutz sowie einem sozialen und gerechten Miteinander geschenkt haben. Natürlich habe ich mir ein stärkeres Votum für mutigen Klimaschutz gewünscht und hätte gerne selbst im Nationalrat für eine gute Zukunft in Österreich gearbeitet. Die Hitzewellen und die Hochwasser des heurigen Jahres beweisen eindrucksvoll, wie wichtig es ist, dass wir gemeinsam für Klimaschutz kämpfen. Ich werde das in meiner Heimatstadt Gmunden weiterhin mit voller Leidenschaft tun – und die Stimmenauszählung in der Stadt Gmunden zeigt die Anerkennung von tatkräftiger Grüner Politik. Doch die Wahlergebnisse in Bund, Ländern und Gemeinden sind Weckrufe für alle Demokrat:innen. Es liegt an allen konstruktiven Kräften, gemeinsam das Beste aus unserem Land zu machen und es nicht Rechtsextremen zu überantworten. Es gilt, in den Regionen und Kommunen gut zusammen zu arbeiten, um eine positive Zukunft für Österreich und in Österreich Wirklichkeit werden zu lassen", so Feichtinger.
- ÖVP-Nationalratsabgeordnete Bettina Zopf aus Altmünster hat gute Aussichten auf ein neuerliches Mandat. "Aber das wird am Mittwoch vom Landesparteivorstand beschlossen, dem möchte ich nicht vorgreifen. Ich gehe für meine Partei, nicht für mich ins Rennen", so Zopf. Mit dem Ergebnis ist die Listen-Erste im Traunviertel an und für sich nicht unzufrieden, "es hat aber natürlich einen bitteren Beigeschmack, dass wir nicht mehr Erste geworden sind. Wir werden in den nächsten Tagen analysieren müssen, warum wir unsere Stimmen an die FPÖ verloren haben und was wir in Zukunft besser machen können." Eines ist für sie klar: "Die FPÖ muss jettz den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen, das wurde vom Wähler so gewünscht und das kann nicht negiert werden."
Reaktionen der oberösterreichischen Parteispitzen zur Nationalratswahl 2024
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