Gesundheitsversorgung
Tirol baut Versorgung für Post-Covid und PAIS-Patienten weiter aus
- Das Land Tirol will die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS), darunter etwa Post-Covid verbessern – mit mehr Personal und neuen Strukturen. (Symbolbild)
- Foto: Unsplash
- hochgeladen von Sophie Wagner
Tirol stärkt die Versorgung bei Post-Covid und ähnlichen Erkrankungen: Neue Strukturen, mehr Personal und bessere Vernetzung sollen Betroffenen helfen.
TIROL. Das Land Tirol und die tirol kliniken treiben den Ausbau der Versorgung für Menschen mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS) weiter voran. Dazu zählen neben Post-COVID auch Krankheitsbilder wie Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom. Mit April wird das bestehende Angebot strukturell erweitert und gezielt ausgebaut.
„Zentrale Herausforderung unserer Zeit“
Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele sieht dringenden Handlungsbedarf: Postinfektiöse Erkrankungen zählen zu den großen gesundheitspolitischen Herausforderungen. Tirol übernehme Verantwortung und baue gemeinsam mit den tirol kliniken jene Strukturen auf, die für eine verlässliche Versorgung notwendig seien.
Koordinationsstelle als erste Anlaufstelle
Im Mittelpunkt steht die weiterentwickelte PAIS-Koordinationsstelle am Landesinstitut für Integrierte Versorgung. Sie dient künftig als zentrale Anlaufstelle und wird enger mit den Kliniken vernetzt. Bereits jetzt wurden über dieses System rund 1.000 Patientinnen und Patienten betreut oder gezielt weitervermittelt – ein wichtiger Schritt für mehr Orientierung im Gesundheitssystem.
- Im Zentrum steht die Weiterentwicklung der PAIS-Koordinationsstelle am Landesinstitut für Integrierte Versorgung (LIV), die künftig noch enger mit den tirol kliniken verzahnt und optimiert wird.
- Foto: Alexander Schguanin
- hochgeladen von Thomas Geineder
Mehr Personal am Standort Innsbruck
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Landeskrankenhaus Innsbruck: Dort wird das Team an der Universitätsklinik für Innere Medizin II um eine Fachärztin mit Schwerpunkt Infektiologie erweitert. Damit soll die spezialisierte Behandlung weiter gestärkt werden.
Bessere Vernetzung als Ziel
Die neuen Strukturen setzen auf eine enge Zusammenarbeit zwischen spezialisierten Einrichtungen und dem niedergelassenen Bereich, wo ein Großteil der Versorgung erfolgt. Hagele betont, dass vor allem für schwer Betroffene weitere spezialisierte Angebote nötig seien. Ziel sei eine klare Koordination und eine zentrale Anlaufstelle. Viele Betroffene würden derzeit noch lange Wege durch das System erleben – genau hier wolle man mit den neuen Maßnahmen ansetzen.
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