Jubiläumsfeier in Innsbruck
70 Jahre Krebshilfe Tirol und 25 Jahre Krebsforschung
- Bei der Jubiläumsfeier im Stiftskeller in Innsbruck, im Bild: (v.l.) Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber Florian Klotz (Geschäftsführer der Krebshilfe Tirol), Raimund Burkhard (Stiftskeller-Chef) und Landeshauptmann Anton Mattle
- Foto: Krebshilfe Tirol
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Es war ein Abend, der berührte. Der Mut machte. Und der zeigte, wie viel möglich ist, wenn Menschen sich mit Herz, Verstand und Ausdauer einer gemeinsamen Sache widmen: dem Kampf gegen Krebs.
TIROL/INNSBRUCK. Am Mittwochabend wurde im festlich dekorierten Stiftskeller in Innsbruck ein besonderes Doppeljubiläum gefeiert: 70 Jahre Krebshilfe Tirol und 25 Jahre Tiroler Krebsforschungsinstitut (TKFI). Zwei Institutionen, die das medizinische und gesellschaftliche Leben in Tirol nachhaltig geprägt haben – und das mit einem klaren Ziel: Krebspatientinnen und Krebspatienten beizustehen und den medizinischen Fortschritt voranzutreiben.
Ein Blick zurück
Gegründet wurde die Krebshilfe Tirol am 14. Oktober 1955 von sechs Professoren der Medizinischen Fakultät Innsbruck – allen voran Univ.-Prof. Dr. Anton Hittmair. Was als medizinisch-wissenschaftliche Initiative begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einer breit aufgestellten Organisation mit starkem sozialen Engagement.
Namen wie Otto Dapunt, Heinz Huber oder Raimund Margreiter stehen für dieses Wirken – Menschen, die den Verein mit medizinischem Weitblick und menschlicher Wärme geprägt haben. Seit 2023 leitet Univ.-Prof. Dr. Dominik Wolf, Direktor der Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie, den Verein – und führt ihn mit einer gelungenen Verbindung aus wissenschaftlicher Tiefe und empathischer Nähe weiter.
- Dominik Wolf (Präsident der Krebshulfe Tirol)
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25 Jahre Tiroler Krebsforschungsinstitut
25 Jahre alt wird das Tiroler Krebsforschungsinstitut (TKFI) – gegründet 1999 als private, spendenfinanzierte Initiative von em. o. Univ.-Prof. Dr. Raimund Margreiter und Hofrat Hubert Kuprian. Heute ist es eine in Österreich einzigartige Einrichtung, die mit translationaler Forschung Brücken schlägt zwischen Labor und Klinik.
„Forschung darf nicht im Elfenbeinturm enden“, betonte Univ.-Prof. Dr. Dietmar Öfner-Velano, der heutige Obmann des TKFI. „Unser Ziel ist es, Erkenntnisse direkt bei den Patientinnen und Patienten wirksam werden zu lassen.“
- Dietmar Öfner-Velano Vorstandsmitglied der österreichischen Krebshilfe Tirol und Obmann des TKFI
- Foto: Krebshilfe Tirol
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Große Würdigung für stillen Pionier
Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war die doppelte Ehrung von Prof. Raimund Margreiter. Ihm wurde von der Krebshilfe Tirol der Titel Ehrenpräsident verliehen, vom Krebsforschungsinstitut erhielt er eine Urkunde für seine Verdienste als Mitbegründer.
Die bewegende Laudatio hielt Univ.-Prof. Dr. Stefan Schneeberger, Direktor der Universitätsklinik für Visceralchirurgie, der Margreiter als „medizinischen Pionier mit klarem Kompass und menschlicher Größe“ würdigte. Das Publikum bedankte sich mit minutenlangem Applaus – ein stiller, stehender Dank für ein Lebenswerk.
- Raimund Margreiter, einer der weltweit bekanntesten Tiroler Chirurgen
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Nicht weniger berührend war die Auszeichnung von Erika Lentner, die seit einem Vierteljahrhundert im TKFI tätig ist. Für ihre verlässliche, stille Arbeit im Hintergrund wurde sie mit einer persönlichen Danksagung und Blumen überrascht – ein Moment der leisen Größe.
- Erika Lentner
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Prominente Zeichen der Wertschätzung
Dass der Abend für viele weit mehr war als eine Jubiläumsfeier, zeigte auch die Gästeliste: Unter den Ehrengästen fanden sich Landeshauptmann Anton Mattle, Herwig van Staa, Bürgermeister Johannes Anzengruber, sowie die Rektorinnen und Rektoren der Tiroler Hochschulen. Auch der ehemalige Skistar Hannes Reichelt und Alpin-Legenden wie Wolfgang Nairz und Peter Habeler zeigten mit ihrer Anwesenheit Verbundenheit. Sie alle einte ein Gedanke: Menschen mit Krebs Hoffnung zu geben. Und jenen zu danken, die dafür Tag für Tag ihr Bestes geben.
- Wolfgang Nairz, Künstlerin Sarah Berndlbauer und Peter Haberle
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Ein Abend, der bleibt
Es war ein Abend, der weit über Worte hinausging – getragen von Respekt, Erinnerung und Zukunftsgeist. Die Krebshilfe Tirol und das Tiroler Krebsforschungsinstitut haben nicht nur Jubiläen gefeiert. Sie haben gezeigt, was entsteht, wenn Wissen, Menschlichkeit und Engagement Hand in Hand gehen. Und sie haben ein klares Signal gesendet: Der Kampf gegen Krebs ist noch nicht vorbei. Aber Tirol steht zusammen.
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