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Landeshauptmann Anton Mattle bei seinem Beitrag im Rahmen der parlamentarischen Enquete.
Er betonte die Rolle der Regionen sowie die Bedeutung von Bildung, Infrastruktur und regionalen Lösungen.
Mit dem aktuellen Vorsitz Tirols im Bundesrat und in der Landeshauptleutekonferenz steht das Bundesland derzeit besonders im politischen Fokus in Wien. Unter dem Leitthema „Starke Regionen: digital. engagiert. zukunftsorientiert“ wurde bei einer parlamentarischen Enquete diskutiert, wie Regionen – wie Tirol – zukunftsfit gestaltet werden können.
TIROL/WIEN. Im Zentrum der bundesweiten Debatte. Die Enquete im Bundesrat knüpfte direkt an die politische Schwerpunktsetzung Tirols an. Landeshauptmann Anton Mattle, der aktuell sowohl auf Bundesrats- als auch auf Landesebene eine zentrale Rolle einnimmt, nutzte seine Keynote, um Tiroler Perspektiven in die bundesweite Diskussion einzubringen.
Bereits im Vorfeld hatte Mattle in Wien politische Gespräche geführt, unter anderem im Rahmen der Landeshauptleutekonferenz. Die Enquete selbst wurde damit auch zur Bühne für Tirols Anliegen, die Bedeutung starker Regionen stärker ins nationale Bewusstsein zu rücken.
Bundesratspräsident Markus Stotter eröffnet die Enquete im Bundesrat in Wien.
Er begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und stellte das Thema „Starke Regionen“ in den Mittelpunkt der Veranstaltung.
Zum Beginn der Veranstaltung betonte Bundesratspräsident Markus Stotter die zentrale Rolle der Regionen für Österreichs Entwicklung. Tirol setzt mit seinem Vorsitz bewusst einen Fokus auf regionale Stärke – getragen von engagierten Menschen und funktionierenden Strukturen vor Ort.
In seiner Keynote sprach Mattle über „zukunftsfähige Regionen im Wandel“ und stellte klar: Digitalisierung sei vor allem eine Frage der Chancengleichheit. Es müsse selbstverständlich sein, dass digitale Anwendungen in abgelegenen Gemeinden genauso leistungsfähig sind wie in urbanen Zentren.
Digitalisierung, Energie und Bildung als zentrale Themen
Anhand konkreter Beispiele aus Tirol verdeutlichte Mattle seine Positionen. So verwies er auf Entwicklungen in seiner Heimatgemeinde Galtür, etwa beim Ausbau der Kinderbetreuung - welche sich nun auch auf Landesebene zeigen. Frühzeitige Investitionen hätten gezeigt, wie wichtig entsprechende Angebote für die Attraktivität ländlicher Regionen sind.
Landeshauptmann Anton Mattle während seiner Keynote zur Zukunft regionaler Entwicklung.
Er sprach über Digitalisierung, Energieversorgung und die Bedeutung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Regionen.
Ein weiteres zentrales Thema war die Energiepolitik. Mattle sprach sich klar für den Ausbau erneuerbarer Energien aus, um Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern zu reduzieren. Dabei plädierte er für einen regional differenzierten Zugang: Jede Region solle ihre jeweiligen Stärken nutzen – sei es Wasserkraft, Windenergie oder andere Ressourcen.
Auch im Bildungsbereich hob er neben Schule und Studium besonders die Lehre hervor, die er als einen der zentralen Standortfaktoren Tirols bezeichnete. Ergänzend betonte er die große Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Land.
Regionale Sicherheit im digitalen Zeitalter
Im ersten Panel stand die Frage im Mittelpunkt, wie Sicherheit auf regionaler Ebene angesichts neuer digitaler und geopolitischer Herausforderungen gewährleistet werden kann. Reinhard Posch - IT-Sicherheits-Experte und Regierungsberater - verwies darauf, dass sich Rahmenbedingungen zunehmend verändern und Verlässlichkeiten neu bewertet werden müssen.
Diskutiert wurden auch Themen wie Datenspeicherung und der Einfluss internationaler Technologieunternehmen. Johannes Pressl unterstrich die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Ländern, Gemeinden und Zivilgesellschaft – ein Ansatz, der gerade in föderalen Strukturen wie in Tirol von besonderer Bedeutung ist.
Reinhard Posch im Panel zur regionalen Sicherheit im digitalen Zeitalter.
Im Mittelpunkt standen Fragen zu Digitalisierung, Datensicherheit und geopolitischen Veränderungen.
Das zweite Panel widmete sich dem Ehrenamt, das gerade in Tirol traditionell eine große Rolle spielt. Andrea Fink - Freiwilligenpartnerschaft Tirol - präsentierte aktuelle Zahlen: Millionen Menschen engagieren sich in Österreich freiwillig und leisten einen wesentlichen Beitrag für das Funktionieren der Gesellschaft.
Die Bedeutung des Ehrenamts zeigt sich auch in Tirol in vielen Bereichen – von Vereinen über soziale Dienste bis hin zum Katastrophenschutz. Gleichzeitig wurde betont, dass sich freiwilliges Engagement verändert und durch gezielte Maßnahmen sowie digitale Unterstützung weiter gestärkt werden muss. Laut Zahlen der Statistik Austria leistet das Ehrenamt österreichweit 22 Millionen Stunden pro Woche und hat eine Wertschöpfung zwischen 14 bis 18 Milliarden Euro.
Andrea Fink von der Freiwilligenpartnerschaft Tirol im Panel zum Ehrenamt.
Sie stellte Zahlen und Entwicklungen zum freiwilligen Engagement in Österreich vor und betonte dessen gesellschaftliche Bedeutung.
Im dritten Panel ging es um die Beteiligung junger Menschen. Diskutiert wurde, wie Jugendliche stärker in regionale Entscheidungsprozesse eingebunden werden können – ein Thema, das auch für Tirols Zukunft zentral ist.
Digitale Werkzeuge spielen dabei eine immer größere Rolle, um neue Formen der Mitbestimmung zu ermöglichen und junge Menschen besser zu erreichen.
Politische Perspektiven und Abschluss
Zum Abschluss brachten Expertinnen und Experten der Fraktionen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Parteien ihre Einschätzungen ein.
Die Enquete machte deutlich: Tirol nutzt seinen Vorsitz, um zentrale Zukunftsthemen voranzutreiben – und positioniert sich damit als wichtiger Impulsgeber für starke Regionen in ganz Österreich.
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