WK und Land Tirol helfen gemeinsam
8 Millionen für Umsatzeinbußen

Geschäftsführer der Wagner`schen Buchhandlung Markus Renk, LH Günther Platter, LRin Patrizia Zoller-Frischauf sowie der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer Christoph Walser informieren über den Tiroler Unterstützungsfonds.
  • Geschäftsführer der Wagner`schen Buchhandlung Markus Renk, LH Günther Platter, LRin Patrizia Zoller-Frischauf sowie der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer Christoph Walser informieren über den Tiroler Unterstützungsfonds.
  • Foto: © Land Tirol/Brandhuber
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Bund Land und Sozialpartner haben im Zuge der Corona-Krise etliche Hilfspakete für die heimische Wirtschaft geschnürt.

TIROL. Darunter fällt auch der Corona Härtefallfonds und der Corona-Hilfs-Fonds. "Tirol war und ist von der Coronakrise sehr hart getroffen worden, da der Tourismus bei uns in Tirol eine wesentliche Rolle spielt. Und nun gelte es,  die Wirtschaft rasch wieder in Schwung zu bringen. Auch wenn die Auftragsbücher im ersten Monat des Lockdowns noch voll waren oder sich die Betriebe während der Krise um neue Absatzkanäle wie Onlineshops oder Lieferservices bemüht haben, wurde ein solcher Umsatzrückgang – glücklicherweise – oftmals nicht erreicht. Doch die Herausforderungen sind für sie nicht geringer, im Gegenteil: Sie fallen bei andere Förderschienen schlichtweg durch", sagte LH Günther Platter bei der heutigen Präsentation des Fonds in der Wagner’schen Buchhandlung in Innsbruck gemeinsam mit Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer Christoph Walser und Markus Renk, Geschäftsführer der Wagner’schen Buchhandlung.

8 Millionen im Topf

Die Landesregierung und die Wirtschaftskammer Tirol haben beschlossen, Unternehmen, die  bisher durch die Förderungskriterien gefallen sind, durch den "Tiroler Corona Unterstützungsfonds" zu helfen. Pro genehmigtem Ansuchen werden 4.000 Euro ausbezahlt, die Finanzierung von 8 Mio. Euro teilen sich das Land Tirol  Und Wirtschaftskammer. Beide rechnen etwa mit 2.000 betroffenen Unternehmen. 
In den Genuss des Fonds kommen jene Unternehmen, deren Umsatzrückgang in der Krise zwischen 25 und 40 Prozent betragen hat und der Antrag kann ab 1. August gestellt werden. "Deswegen nicht früher, da die Umsatzzahlen des 2. Quartals berechnet und vom Steuerberater geprüft und ´beglaubigt werden müssen", erklärte Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller Frischauf.
Die Abwicklung des Fonds erfolgt über die Standortagentur Tirol und die Förderung richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen in Tirol. 

Walser: Herausfordernd

WK-Präsident Walser: „Die letzten drei Monate waren auch für die Tiroler Wirtschaftskammer enorm herausfordernd: Rund 70.000 Anrufe und über 30.000 E-Mails wurden bearbeitet – nach wie vor sind 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Abarbeitung des Härtefallfonds zuständig. Jetzt gilt es, weitere gezielte Finanzmittel für Tiroler Unternehmen zur Verfügung zu stellen, die weder im Härtefallfonds noch im Corona-Hilfsfonds des Bundes berücksichtigt wurden. In enger Zusammenarbeit mit dem Land Tirol wurde daher eine unbürokratische Hilfe für Selbstständige sowie Klein- und Mittelunternehmen geschaffen. Die Konjunkturbelebung zur Stärkung des Standortes Tirol und der heimischen Wirtschaft hat höchste Priorität.“

Krise noch nicht vorbei

„Tirols Unternehmenslandschaft ist stark – viele von ihnen kämpfen jedoch nach wie vor mit den negativen Auswirkungen der Coronakrise, teilweise ums Überleben. Umso wichtiger ist es, dass niemand im Stich gelassen wird und eben auch jene von öffentlicher Unterstützung profitieren, die es bisher nicht getan haben und dennoch so viel für unser Land leisten“, so LH Platter.
So war Tirol das erste Bundesland, das eine Anschlussförderung für Kreditprogramme von aws und ÖHT beschloss – in Summe sind bis heute 1.297 Anträge eingegangen, wovon bereits 1.203 Anträge und damit 9,2 Millionen Euro genehmigt worden.

„Damit unterstützen wir die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Aufrechterhaltung ihrer Liquidität. Gleichzeitig haben wir auch auf die Förderung von neuen Arbeitsstrukturen rasch reagiert, um die Unternehmerinnen und Unternehmer in ihrem Arbeitsalltag zu unterstützen“, so die Wirtschaftslandesrätin.

Bis zu 2.500 Euro Förderung können Unternehmen für die Einrichtung von Home-Office Arbeitsplätzen erhalten – über eine halbe Million Euro wurden bereits an knapp 500 Antragstellende ausbezahlt. Zudem wurde die Tiroler Beratungsförderung um betriebswirtschaftliche Beratungen im Zusammenhang mit Corona erweitert – 1,5 Millionen Euro sind dafür bereitgestellt.
Geschäftsführer Renk: „Die Coronakrise hat auch die Buch- und Medienbranche in Tirol hart getroffen. Mit dem Wissen, dass Bund, Land sowie Wirtschaftskammer ein Sicherheitsnetz für die heimischen Betriebe gespannt haben, blicken wir jedoch positiv in die Zukunft. Zudem ist es wichtig, das ohnehin schon umfangreiche Online-Angebot im Buchhandel weiter zu forcieren und auszubauen. Innovativ, kreativ und mit dem notwendigen Rückhalt von Land Tirol und Wirtschaftskammer Tirol werden wir diese Krise bewältigen.“

Informationen zur Antragsstellung beim Tiroler Unterstützungsfonds für Selbstständige
Anträge können ab 1. August 2020 bei Vorliegen der Umsatzzahlen aus dem zweiten Quartal (1. April 2020 bis 30. Juni 2020) bei der Standortagentur Tirol bis spätestens 31. Dezember 2020 gestellt werden. Sie ist für die Förderabwicklung verantwortlich. Die Anträge haben eine Bestätigung der SteuerberaterInnen bzw. BilanzbuchhalterInnen zu beinhalten, die den Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2020 zwischen 25 und 40 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres, einen höheren Jahresumsatz als 35.000 Euro in einem der vergangenen drei Steuerjahre (Umsatzsteuergrenze) sowie den Ausschluss der Anspruchsberechtigung im Härtefallfonds sowie im Corona-Hilfsfonds des Bundes bescheinigt.

Autor:

Sieghard Krabichler aus Tirol

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