Studie zu Gesundheits- und Pflegeberufen
"Enormes Verbesserungspotenzial" durch Studie bestätigt

„Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitswesen stehen extrem unter Druck, dennoch schätzen sie ihren Beruf!“, erläutert AK-Präsident Zangerl die Ergebnisse der Studie.
  • „Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitswesen stehen extrem unter Druck, dennoch schätzen sie ihren Beruf!“, erläutert AK-Präsident Zangerl die Ergebnisse der Studie.
  • Foto: Pixabay/eliola (Symbolbild)
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TIROL. Dank einer Studie des Instituts für empirische Sozialforschung IFES, im Auftrag der AK Tirol, konnte die bisher umfangreichste Erhebung in der Berufsgruppe Gesundheits- und Pflegeberufe  durchgeführt werden. Dadurch wird ein "enormes Verbesserungspotenzial und massiver Handlungsbedarf" offen gelegt, so AK Präsident Erwin Zangerl. 

Umfrage wurde von 5.761 Beschäftigten zurückgeschickt

Mit einer Teilnahme von 5.761 Beschäftigten an der Umfrage bekam man einen Einblick in das Arbeitsumfeld und den Verbesserungsbedarf der Gesundheits- und Pflegeberufe. 
Mit diesen Erkenntnissen will Zangerl an die Landes- und Gemeindepolitiker treten, "um gemeinsam Verbesserungen zu erreichen". 

Besonders der Bereich der Krankenpflege muss verbessert werden. Auf 1.000 Menschen kommen 7,8 Beschäftigte. Damit liegt Österreich unter dem EU-Schnitt von 9,7.

Hohe Verantwortung und dauernde Konzentration

In der Befragung wird deutlich, was die Beschäftigten im Pflege- und Gesundheitsbereich besonders belastet. Dabei wird von 35% der Befragten die hohe Verantwortung als belastend empfunden und viele geben die geforderte dauernde Konzentration als belastend an. Dazu kommt bei einigen der ständige Kontakt mit Schwerkranken und Notleidenden, häufige Bildschirmarbeit, schwere körperliche Arbeit oder dauernder Kundenkontakt
Zeitdruck, seelische Belastung, aufreibende Arbeit und ständiger Arbeitsdruck ohne Zeit für Pausen, waren weitere angegebene Faktoren. 

All diese Belastungen im Arbeitsalltag ziehen weitere Folgen nach sich, wie zum Beispiel gesundheitliche Beschwerden: Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich (57 %), Kreuzschmerzen bzw. Probleme mit dem Rücken (54 %), Erschöpfung bzw. Niedergeschlagenheit (41 %), Einschlaf- bzw. Durchschlafstörungen (39 %).

Viele Befragen ziehen daraus die Konsequenz, dass sie mit 60 bzw. 65 Jahren ihren Beruf nicht mehr ausüben können werden und das obwohl viele Befragten mit ihrer beruflichen Tätigkeit sehr zufrieden sind. 

HIER gibt es die gesamten Ergebnisse der Studie

Forderungen der AK Tirol für bessere Arbeitsbedingungen

  • Dem Plan der Regierung, die täglichen Ruhezeiten in Krankenanstalten zu verkürzen, möchte die AK entgegen treten
  • Eine bessere Bezahlung für Pflegeberufe
  • Eine Aufwertung der Pflege durch bessere Arbeitsbedingungen
  • Aufstockung des Personals
  • Bessere Standards 

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