Wirtschaftskammer
WK Tirol warnt: Jobs durch Lohnkosten unter Druck

In einem offenen Brief drängen die Wirtschaftskammern auf Maßnahmen der Bundesregierung. | Foto: MeinBezirk Tirol
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Die Tiroler Wirtschaft fordert eine spürbare Entlastung bei den Lohnnebenkosten. WK-Präsidentin Barbara Thaler unterstützt den gemeinsamen Vorstoß aller Landeskammern Richtung Bundesregierung. Ziel ist es, Betriebe zu stärken und Arbeitsplätze abzusichern.

TIROL. Aus Sicht der Tiroler Wirtschaft ist die Belastung für Unternehmen weiterhin hoch. Besonders die Lohnnebenkosten gelten als Wettbewerbsnachteil im internationalen Vergleich.

„Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, und die Betriebe stehen unter massivem Kostendruck“

betont WK-Präsidentin Barbara Thaler.

Von jedem Euro, den Unternehmen für Beschäftigte ausgeben, komme nur etwas mehr als die Hälfte tatsächlich bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an. „Das zeigt, wie stark Arbeit in Österreich belastet ist“, so Thaler weiter.

WK-Präsidentin Barbara Thaler fordert eine rasche Senkung der Lohnnebenkosten zur Entlastung der Betriebe. | Foto: Thomas Schrott
  • WK-Präsidentin Barbara Thaler fordert eine rasche Senkung der Lohnnebenkosten zur Entlastung der Betriebe.
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Forderung nach rascher Entlastung

Die Wirtschaftskammern haben sich in einem offenen Brief an Finanzminister Markus Marterbauer für eine rasche Senkung der Lohnnebenkosten ausgesprochen. Für Tirol sei klar: Ohne Entlastung werde es schwieriger, Investitionen und Beschäftigung im Land zu halten.

„Wir können globale Krisen nicht beeinflussen, aber wir können dort ansetzen, wo die Kosten hausgemacht sind“, sagt Thaler. Die Politik sei nun gefordert, rasch zu handeln.

Von jedem Euro, den Betriebe für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufwenden, kommt nur etwas mehr als die Hälfte tatsächlich bei den Beschäftigten an.
 | Foto: Symbolbild smarterpix
  • Von jedem Euro, den Betriebe für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufwenden, kommt nur etwas mehr als die Hälfte tatsächlich bei den Beschäftigten an.
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Wirtschaftskammer setzt Signal

Parallel dazu kündigen die Wirtschaftskammern eigene Entlastungsschritte an. Bis 2030 sollen Betriebe österreichweit um insgesamt 100 Millionen Euro entlastet werden.

Im Zentrum steht eine schrittweise Senkung der Kammerumlage 2 (KU2), die direkt auf die Lohnnebenkosten wirkt. Das entspricht laut Wirtschaftskammer einer Entlastung von über 20 Prozent in diesem Bereich.

„Wir machen den ersten Schritt und setzen den Hebel direkt bei den Lohnnebenkosten an“, so Thaler. Jetzt brauche es auch ein klares Signal der Politik für den Wirtschaftsstandort.

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