Eschentod: "Das ist eine ökologische Katastrophe"

Sachverständiger Rainer Prosenz (stehend) erklärt die Situation.
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TULLN. "Ich musste die Rodung nahezu aller Eschen anordnen", sagt VP-Bürgermeister Peter Eisenschenk.
Wie die Bezirksblätter bereits ausführlich berichtet haben, befällt ein Pilz, das weiße Stengelbecherchen, die Eschen und tötet sie. Auch die Bäume im Tullner Augebiet sind davon betroffen, die Kosten für die Forstarbeiten belaufen sich bisher gesamt abzüglich der Erlöse auf 262.058,78 Euro ohne Wiederaufforstungskosten. Bis zu 90 Prozent der Bäume entlang der Straßen und Wege müsse man rausnehmen, informiert der Sachverständige Rainer Prosenz bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Tulln und versichert zugleich: "Erholen können sich die Bäume nicht".

Auftrag gegeben

Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels, denn es gäbe einzelne Eschen, die dem Pilz nicht zum Opfer fallen. Sie werden trotzdem geerntet, eine Nachzüchtung wird angestrebt. Bisher wurden 4.000 Eschen gefällt, weitere 400 fallen in den nächsten Wochen. Prosenz beschreibt dies mit den Worten: "Das ist eine ökologische Katastrophe, das schmerzt auch mich". Dass Eisenschenk den Auftrag gegeben hat, begründet er mit den Worten: "Kein Richter dieser Republik würde einen Verantwortlichen freisprechen, wenn etwas passiert". Gegen die Finanzierung und Fällung der Eschen sprach sich Gustav Rödl (Grüne) aus, Liane Marecsek, Snezana Simek und Rainer Patzl (Grüne) enthielten sich ihrer Stimme.

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