Zeiselmauer-Wolfpassing
Nach dem Tod von Grosser – Bürgermeisterwahl am 29. Jänner

Am 29. Jänner wird in Zeiselmauer-Wolfpassing – nach dem Ableben von Walter Grosser – ein neuer Bürgermeister gewählt.
  • Am 29. Jänner wird in Zeiselmauer-Wolfpassing – nach dem Ableben von Walter Grosser – ein neuer Bürgermeister gewählt.
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Nach dem überraschenden Tod von Bürgermeister Walter Grosser muss die Arbeit in der Gemeinde weitergehen. Wie? Die Bezirksblätter haben beim Land NÖ und in der Gemeinde nachgefragt.

ZEISELMAUER-WOLFPASSING. Nach dem überraschenden Ableben von ÖVP-Bürgermeister Walter Grosser gilt in Sachen Gemeindeverwaltung, dass dem Vizebürgermeister nun alle Agenden in den Schoß fallen. Vonseiten der gesetzlichen Frist muss die Durchführung einer Wahl zwei Wochen ab Freiwerden des Mandates – im Fall Zeiselmauer-Wolfpassing per 15. Jänner – durchgeführt werden. Auch dann, wenn der Bürgermeister (bedingt durch die bevorstehende Gemeinderatswahl) nur kurz im Amt sein könnte. "Für das Nichteinhalten der Durchführung gibt es zwar keine Strafe, aber im Sinne des Amtsmissbrauches könnte das gefährlich werden", informiert Alfred Gehart, Abteilung Gemeinden beim Land NÖ.

Neuwahl des Bürgermeisters

Zusammengefasst bedeutet das im Konkreten, dass alle Entscheidungen bei Vizebürgermeister Michael Weber (Liste "aktiv") liegen und er die Agenden des Bürgermeisteramtes vorübergehend übernimmt. Und eine Gemeinderatssitzung mit dem Punkt "Neuwahl des Bürgermeisters" initiieren muss. Bis spätestens 29. Jänner. Und das hat er auch schon in die Wege geleitet: "Die Vorstandssitzung wurde für 21. und die Gemeinderatssitzung für 29. Jänner einberufen", informiert er. In jener Sitzung, wo der Vorstand tagt, wird einerseits über das Wahlprozedere informiert, aber andererseits werden auch schon Vorschläge für eventuelle Kandidaten von den Fraktionen abgegeben.
Grundsätzlich ist auch die Situation für Weber nicht leicht: "Ich bin total erschüttert. Als Kinder haben wir immer miteinander gekickt, wir sind gemeinsam aufgewachsen", sagt der Vizebürgermeister, dass "wir alle betroffen sind. Walter war ein klasser Bursch".

ÖVP würdigt das Wirken von Grosser

Auch innerhalb der ÖVP müssen nun weitere Schritte gesetzt werden. "Wir werden uns in der Fraktion zusammensetzen und das Wirken unseres Bürgermeisters Walter Grosser würdigen", sagt Fraktionsobmann Martin Pircher. Überlegungen sowie das weitere Prozedere werde besprochen und beschlossen. Für die Bürgermeisterwahl werde es nach der Sitzung einen Namen geben, so Pircher.

Vorzugsstimmen gehen zugunsten der Fraktion

Betreffend die bevorstehende Gemeinderatswahl kann an dem Wahlvorschlag, auf dem der verstorbene Walter Grosser für die ÖVP als Spitzenkandidat ins Rennen gehen sollte, nichts mehr geändert werden. Etwaige Vorzugsstimmen, die für Grosser wären, werden der ÖVP-Fraktion zugeorndet. Eine Veränderung des Wahlvorschlages ist jedenfalls zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, so Alfred Gehart abschließend.

Hier geht's zum Artikel:
Bürgermeister Walter Grosser überraschend verstorben, 15. Jänner 2020.

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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