"Game over" für die Sucht

Der Verein "Jukus" hielt in Voitsberg einen Workshop für Streetworker aus Voitsberg und Deutschlandsberg ab.
  • Der Verein "Jukus" hielt in Voitsberg einen Workshop für Streetworker aus Voitsberg und Deutschlandsberg ab.
  • Foto: Jukus
  • hochgeladen von Harald Almer

Im Rahmen eines Workshops präsentierte "Jukus - Verein zur Förderung von Jugend, Kultur und Sport" sein Sucht-Präventionsprojekt "Schnittstelle Sucht" im Beratungszentrum von Jugend am Werk in Voitsberg. Streetworker aus den Bezirken Voitsberg und Deutschlandsberg nahmen an der Veranstaltung teil.
14,4 Milliarden Euro wurden 2014 in Spiel- und Wetteinsätze in Österreich verzockt. Viele Menschen spielen regelmäßig, nicht wenige davon sind glückspielsüchtig. Mit "Schnittstelle Sucht" will "Jukus" vor allem in spielsuchtgefährdeten Gruppen zur Bewusstseinsbildung beitragen. "Wir sind keine Beratungsstelle, unsere Zielgruppe sind Multiplikatoren, die Zugang zu diesen Gruppen erhalten und die wir für dieses Thema sensibilisieren wollen", sagte Jukus-Mitarbeiterin Manuela Wutte.
Anfällig für das Glücksspiel seien überwiegend junge Männer, Jugendliche aus sozial schwächeren und mit Sucht vorbelasteten Familien sowie Migranten. "Deshalb vernetzen wir uns mit sozialen Institutionen, damit diese präventiv wirken können, aber auch Spieler und deren Angehörige unterstützen.
"Jukus" kooperiert in diesem Projekt auch mit externen Partnern wie etwa der b.a.s., der steirischen Gesellschaft für Suchtfragen. Als Leiterin der FAchstelle für Glücksspielsucht und klinische Psychologin am LSF Graz wies Monika Lierzer auf die Erkennungsmerkmale eines problematischen Glücksspielverhaltens hin, die den JAW-Mitarbeitern bei ihrer Arbeit mit Klienten von Nutzen sein können. Außerdem gebe es bei der Schuldnerberatung in Graz eine Existenzsicherungsberatung für Spieler. Diese sichere die existenziellen Grundbedürfnisse für Spielende und ihre Familien, ist aber nur für Personen zugänglich, die eine Suchttherapie machen.
Die Workshop-Teilnehmer kritisierten, dass es für Sucht-Betroffene und ihre Familien in der Region keine Anlaufstelle mehr gibt, seit die b.a.s.-Beratungsstelle in Voitsberg Anfang des jahres aus Geldmangel geschlossen wurde. Laut lierzer waren immerhin 16,9% jender Personen, die 2014 die Voitsberger b.a.s.-Beratung aufsuchten, Spieler.


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